Aktuelle Branchenanalyse zeigt: Wirtschaftlicher Druck in der österreichischen Gastronomie nimmt weiter zu

20.03.2025, 2236 Zeichen

Wien (OTS) - „Hohe Preissteigerungen auf der Einkaufsseite, gepaart mit einer stark gestiegenen Preissensibilität auf der Gästeseite und tendenziell sinkende Gästefrequenz drücken gleich von mehreren Seiten auf die Betriebsergebnisse“, fasst Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, die Ergebnisse des heute veröffentlichten Gastronomie-Fitnesschecks der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (OeHT), Prodinger und Kohl & Partner zusammen.
„Auch wenn die Ergebnisse der Analyse insgesamt keinen Grund zum Jubeln geben, so widerlegen sie zumindest eindeutig den immer wieder fälschlicherweise kolportierten Vorwurf der Preistreiberei“, so Pulker weiter. Denn laut Fitnesscheck bleiben Preisanpassungen bei Speisen insgesamt hinter der Teuerung bei Lebensmitteln und Getränken zurück.
„Für die Betriebe bedeuten die Kostensteigerungen im Einkauf, dass nur durch effizientes Controlling und umsichtigen Ressourceneinsatz die Margen gehalten werden können“, erklärt Pulker. Auch auf eine gute Mitarbeiter:innenplanung müsse in Zukunft noch stärkeres Augenmerk gelegt werden, um den Betrieb erfolgreich führen zu können, so der oberste Branchenvertreter.
Knapp 50% der Führungskräfte in der heimischen Gastronomie sind Frauen
Die aktuelle Branchenanalyse zeigt aber auch positive Entwicklungen in der Gastronomie: Knapp 50% der Führungskräfte sind Frauen, und die niedrige Fluktuationsrate von 18,47 % zeigt eine stabile Beschäftigungssituation innerhalb der Kernbelegschaft. Diese Daten ergeben sich aus den erstmals erhobenen ESG-Kennzahlen, die neben sozialen Aspekten auch Umwelt- und Governance-Faktoren berücksichtigen.
Regierungsprogramm sieht Entlastungsschritte vor - jetzt braucht es rasche Umsetzung
„Angesichts der einmal mehr belegten wirtschaftlichen Lage in der Branche sind Entlastungen dringend notwendig. Viele unserer Forderungen - von Entlastungsschritten finanzieller Natur über Entlastungen bei bürokratischen Anforderungen bis hin zu Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel - haben Eingang in das Regierungsprogramm gefunden. Was es jetzt braucht, ist eine rasche Umsetzung dieser vereinbarten Maßnahmen, um der Branche den Rücken zu stärken“, so Pulker abschließend. (PWK105/ES)



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