14.03.2026, 2812 Zeichen
Rekordgewinn und Regulierungsdruck — UBS liefert für 2025 beeindruckende Zahlen, doch das politische Tauziehen um neue Schweizer Eigenkapitalvorschriften lastet schwer auf der Aktie. Seit Jahresbeginn hat der Kurs rund 19 Prozent verloren.
Das Zahlenwerk für 2025 kann sich sehen lassen: Der Nettogewinn stieg um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar, die verwalteten Vermögen überstiegen erstmals die Marke von sieben Billionen Dollar. Die Bank schlägt eine um 22 Prozent erhöhte Dividende von 1,10 Dollar je Aktie vor und schloss ein Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden Dollar ab.
Auch die Credit-Suisse-Integration macht Fortschritte: 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten sind bereits migriert, die kumulierten Bruttokosteneinsparungen belaufen sich auf 10,7 Milliarden Dollar.
Die operative Stärke kontrastiert jedoch scharf mit dem regulatorischen Druck aus Bern. Die Schweizer Regierung fordert zusätzliche Eigenkapitalanforderungen, die UBS zur Haltung von rund 42 Milliarden Dollar an CET1-Kapital zwingen würden. Die Bank lehnt die Pläne als unverhältnismäßig ab und hält vorerst an ihrem Renditeziel von 15 Prozent auf das CET1-Kapital bis Ende 2026 fest — zumal keine der geplanten Änderungen vor 2027 in Kraft treten soll.
Einen möglichen Ausweg bietet ein Kompromissvorschlag der SVP, der es UBS erlauben würde, AT1-Wandelanleihen zur Erfüllung eines Teils der Anforderungen einzusetzen. Die Nachricht hatte die Aktie zeitweise auf ein 17-Jahres-Hoch getrieben. Das Schweizer Parlament soll die Reform voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 beraten.
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Parallel bereitet UBS einen Umbau im Aufsichtsgremium vor. Zur ordentlichen Generalversammlung am 15. April 2026 nominiert die Bank Agustín Carstens, bis Mitte 2025 Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sowie Luca Maestri, über ein Jahrzehnt CFO bei Apple. Beide sollen Expertise in Regulierung, Geldpolitik und Finanzsteuerung einbringen.
Gleichzeitig scheiden William C. Dudley, Jeanette Wong und Vizepräsident Lukas Gähwiler aus dem Gremium aus.
Den nächsten konkreten Gradmesser liefert UBS am 29. April mit den Zahlen für das erste Quartal 2026. Bis dahin dürfte der Ausgang der Eigenkapitaldebatte in Bern der entscheidende Faktor für die Kursrichtung bleiben.
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