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Inbox: Raiffeisen-Analysten: Negatives Überraschungspotenzial sollte nicht übersehen werden


19.07.2020

Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Ebenso wie die Coronafallzahlen in den USA von Rekord zu Rekord eilen, scheinen auch Tech-Aktien nicht müde zu werden von Allzeithoch zu Allzeithoch zu klettern. Aber auch der breite Aktienmarkt kann sowohl in Europa, als auch den USA auf Monatssicht bereits wieder ein sattes Plus vorweisen. Und dies, obwohl beispielsweise in Kalifornien Restaurants den Innenservice wieder einstellen und Bars, Museen, Zoos oder auch Kinos erneut schließen müssen. Die Tatsache, dass die Wirtschaft des US-Bundesstaates Kalifornien zu den größten der Welt zählt und eine Reetablierung größerer regionaler Lockdowns weiterhin nicht ausgeschlossen werden kann, scheint Aktienanleger nicht zu beunruhigen. Ganz im Gegenteil, denn kurzfristig könnte die US-Berichtssaison sogar weitere Kursgewinne anfeuern. Von dieser ist nämlich zu erwarten, dass sie aufgrund der extrem niedrigen Erwartungshaltung (-44 % p.a.) durchaus positiv überraschen sollte. In weiterer Folge sei jedoch angemerkt, dass wir uns saisonal bedingt auf eine historisch meist schwierige Marktphase zu bewegen und gleichzeitig einige große Stolpersteine vor uns liegen könnten. Zwar zeigen sich die Märkte von den Coronazahlen weiterhin unbeeindruckt und eine derartige Irrationalität kann gut noch länger bestehen. Die Gefahr einer Abflachung des Konjunkturre- bounds durch das Missmanagement in den USA und der damit einhergehende negative Newsflow könnte nach der bisherigen Rally aber eine überfällige Korrektur einläuten.

Wir wollen explizit betonen, dass wir unser Basisszenario nach wie vor intakt sehen. Das negative Überraschungspotenzial sollte jedoch nicht übersehen werden – vor allem, da sich der äußerst positive Newsflow der vergangenen Wochen in dem Ausmaß und der Intensität nicht fortsetzen wird können. Hinzu ist davon auszugehen, dass mit fortschreitender Zeit zunehmend der US-Wahlkampf in den Anlegerfokus rückt - eine Zeit, die historisch meist von Unsicherheit an den Märkten geprägt ist. Wir bleiben daher in Lauerstellung und belassen unsere Empfehlung weiter auf „Halten“. Langfristg sind wir für Aktien weiter optimistisch. Kurzfristig jedoch erscheint uns eine erneutes Hochstufen auf KAUF nur in zwei Fällen attraktiv. Erstens, eine signifikante Korrektur, welche uns in Anbetracht des Makroumfelds wieder attraktivere Einstiegsmöglichkeiten bietet. Zweitens, eine deutliche Verbesserung der Coronalage im Hinblick auf US-Fallzahlen, Impfstoffentwicklung oder Medikation. Bis dahin verbleiben wir in abwartender Haltung und monitoren den Newsflow weiterhin sehr genau, wobei wir im Zuge einer Änderung der Nachrichtenlage unverzüglich reagieren würden.


Deutsche Börse, Xetra, Handelsdaten, Trading, Bildschirm, Credit: Deutsche Börse AG



Aktien auf dem Radar:FACC, UBM, Strabag, Austriacard Holdings AG, Polytec Group, Palfinger, Amag, Rosgix, Bajaj Mobility AG, AT&S, Wienerberger, Lenzing, Telekom Austria, Addiko Bank, Bawag, Erste Group, Gurktaler AG Stamm, Heid AG, RHI Magnesita, BKS Bank Stamm, SW Umwelttechnik, Oberbank AG Stamm, EuroTeleSites AG, Frequentis, CA Immo, EVN, Flughafen Wien, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Verbund.

(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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    19.07.2020, 3225 Zeichen

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