05.05.2026, 3337 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat sich gestern Montag deutlich niedriger aus dem Handel verabschiedet. Nach dem verlängerten Wochenende schloss der Leitindex ATX bei 5.736,62 Punkten mit 1,00 Prozent im Minus. Der ATX Prime verlor 1,01 Prozent auf 2.836,62 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls im Minus. Im Iran-Krieg kam es im Laufe des Tages zu einer neuen Eskalation. Das US-Militär fuhr nach eigenen Angaben mit zwei Lenkwaffenzerstörern in den Persischen Golf ein, um die iranische Blockade der Straße von Hormuz zu brechen. Zudem hätten zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe die Meerenge passiert, teilte das US-Zentralkommando (CENTCOM) am Montag mit. "Die amerikanischen Streitkräfte unterstützen aktiv die Bemühungen, die Durchfahrt für die Handelsschifffahrt wiederherzustellen", hieß es in der Mitteilung. Der Einsatz erhöht die Gefahr einer neuen, direkten militärischen Konfrontation zwischen den USA und dem Iran in der strategisch wichtigen Meerenge. Zuvor hatte die Regierung in Teheran noch erklärt, sie habe ein US-Kriegsschiff an der Einfahrt in den Golf gehindert. Die Lage am österreichischen Arbeitsmarkt bleibt weiterhin angespannt. Ende April waren 398.342 Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent.
Unternehmensseitig hat sich im Laufe des Tages wenig getan. Vorstand und Aufsichtsrat der Semperit geben keine Empfehlung zum freiwilligen Übernahmeangebot der B&C Holding ab. Es gebe Für und Wider das Angebot anzunehmen, letztlich hänge es von der jeweiligen Anlagestrategie und dem individuellen Zeitpunkt des Aktienerwerbs ab, ob das Angebot vorteilhaft ist, schreibt der Semperit-Vorstand in einer Aussendung am Montag. B&C hält derzeit rund 58,48 Prozent an Semperit und will alle ausstehenden Aktien übernehmen. Die Frist läuft bis 12. Juni. Die Semperit-Aktien notierten mit Handelsschluss bei 15,00 Euro und einem Plus von 0,67 Prozent. Am Freitag bestätigte UBS ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der OMV nach Quartalszahlen ebenso wie ihr Kursziel von 68,00 Euro. Barclays hingegen erhöhten ihr Kursziel für die OMV von 52,00 auf 53,00 Euro, die Einstufung "Underweight" blieb. OMV-Aktien schlossen bei 60,85 Euro und einem Plus von 1,16 Prozent. Zudem hob UBS ihr Kursziel für Werte der Raiffeisen Bank International (RBI) von 47,00 auf 50,00 Euro an. Die Empfehlung beließen die Analysten bei "Buy". Am Montag verloren RBI 3,15 Prozent auf 44,94 Euro.
Und die Analysten von Barclays bestätigten ihre "Overweight"-Empfehlung für die Aktien der Erste Group in Reaktion auf die Quartalszahlen der Bank. Das Kursziel blieb unverändert bei 123,00 Euro. Die Erste Group fielen um 0,74 Prozent auf 93,50 Euro. Generell war bei den schwergewichteten Banken Kursverluste zu beobachten. Auch die Bawag verlor 1,51 Prozent. Am unteren ATX-Ende befanden sich Voestalpine mit minus 4,05 Prozent und die Werte von Do&Co mit einem Minus von 3,12 Prozent. Verbund-Aktien gaben um 2,57 Prozent nach. Zu den Gewinnern des Tages gehören unterdessen Technologiewerte. AT&S legten um 4,05 Prozent zu, Andritz gewann 0,69 Prozent. Allerdings verloren Frequentis im prime market 1,64 Prozent."
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Erwin Hof (Wiener Börse) lässt Buy & Hold gegen Sell in May antreten, hier am Beispiel ATX TR
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