11.10.2020
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Die Spekulationen um die Covid-Erkrankung des US-Präsidenten und um das nächste US-Fiskalpaket sorgten zuletzt im Tagestakt für ein hektisches Auf und Ab an den Börsen – in Summe legten die meisten Indizes in der abgelaufenen Woche aber zu. Das ist erstens Zeugnis für eine robuste Grundverfassung. Zweitens besteht für die nächste Zeit eine gewisse Restchance, dass Teile des US-Fiskalpakets (z.B. Airline-Unterstützung) doch noch vor den Wahlen beschlossen werden (wäre kurzfristig entsprechend positiv für die Märkte). Eine weitreichendere Einigung vor den Wahlen wird allerdings von den Wenigsten erwartet (ist auch nicht unser Basisszenario), das Enttäuschungspotenzial sollte deshalb nicht allzu groß sein.
Umso mehr, als – drittens - das nächste Fiskalpaket damit ja nur bis nach den Wahlen aufgeschoben ist, und im Fall eines Siegs der Demokraten wohl sogar noch deutlich größer ausfallen würde. Mit dieser Aussicht könnten die Aktienmärkte einen (zuletzt wahrscheinlicher gewordenen) Biden-Sieg kurzfristig durchaus positiver gewichten als andere mittelfristig daraus resultierende Aktienmarkt belastende Faktoren (wie höhere Unternehmenssteuern). Das Marktrisiko der US-Wahlen besteht deshalb weniger in einem Sieg Bidens als in etwaigen Wahlanfechtungen und Unsicherheiten rund um die Wahlen. Je größer der Vorsprung Bidens und je klarer der Sieg, desto geringer erscheint dieses Anfechtungsrisiko und desto geringer würden wir dieses kurzfristige Risiko gewichten. Vorher startet aber kommende Woche (wie üblich mit den ersten großen Finanztiteln) die US-Berichtssaison zu Q3: Der Konsens erwartet einen Gewinnrückgang von -22 % p.a. Das ist eine starke Quartalsverbesserung gegenüber über -30 % p.a. in Q2, und eine Erwartung, die wie üblich signifikant übertroffen werden dürfte. In Summe sollte die Berichtssaison damit ein positiver Faktor für die Aktienmärkte sein.
Krass allerdings weiterhin die Zweiteilung des Marktes: Während für US „Growth“ Unternehmen (Tech, Internet) stabile Gewinne (-0,5 % p.a.) er- wartet werden, liegt der Einbruch im „Value“ Segment (klassisch zyklische, „Old Economy“ Werte) bei -49 %! Was sich auch in der bisherigen Kursentwicklung dieser beiden Segmente widerspiegelt – was aber genau die Chance in der starken Konjunkturerholung 2021 ist!
Auf 3-6 Monatssicht (bzw. für 2021) bleiben wir bullish: Wir gehen unverändert davon aus, dass der Newsflow zu baldigen Impfstoffen (mittelfristig die wichtigste Entwicklung!) weiterhin positiv bleibt, inklusive positiver Phase III Ergebnisse und ersten (US-)Zulassungen noch bis Jahresende. Vor diesem Hintergrund sollten die Aktienmärkte bereit sein recht viel kurzfristig Negatives wegzustecken, solange die Wahrscheinlichkeit weiter zunimmt, dass 2021 das Jahr der Post-Corona-Erholung wird.
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Aktien auf dem Radar:AT&S, FACC, Infineon, Vonovia SE, Merck Co..
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Societe Generale
Société Générale ist einer der weltweit größten Derivate-Emittenten und auch in Deutschland bereits seit 1989 konstant als Anbieter für Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen aktiv. Mit einer umfangreichen Auswahl an Basiswerten aller Anlageklassen (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und Zinsen) überzeugt Société Générale und nimmt in Deutschland einen führenden Platz im Bereich der Hebelprodukte ein.
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11.10.2020, 3325 Zeichen
11.10.2020
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Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Die Spekulationen um die Covid-Erkrankung des US-Präsidenten und um das nächste US-Fiskalpaket sorgten zuletzt im Tagestakt für ein hektisches Auf und Ab an den Börsen – in Summe legten die meisten Indizes in der abgelaufenen Woche aber zu. Das ist erstens Zeugnis für eine robuste Grundverfassung. Zweitens besteht für die nächste Zeit eine gewisse Restchance, dass Teile des US-Fiskalpakets (z.B. Airline-Unterstützung) doch noch vor den Wahlen beschlossen werden (wäre kurzfristig entsprechend positiv für die Märkte). Eine weitreichendere Einigung vor den Wahlen wird allerdings von den Wenigsten erwartet (ist auch nicht unser Basisszenario), das Enttäuschungspotenzial sollte deshalb nicht allzu groß sein.
Umso mehr, als – drittens - das nächste Fiskalpaket damit ja nur bis nach den Wahlen aufgeschoben ist, und im Fall eines Siegs der Demokraten wohl sogar noch deutlich größer ausfallen würde. Mit dieser Aussicht könnten die Aktienmärkte einen (zuletzt wahrscheinlicher gewordenen) Biden-Sieg kurzfristig durchaus positiver gewichten als andere mittelfristig daraus resultierende Aktienmarkt belastende Faktoren (wie höhere Unternehmenssteuern). Das Marktrisiko der US-Wahlen besteht deshalb weniger in einem Sieg Bidens als in etwaigen Wahlanfechtungen und Unsicherheiten rund um die Wahlen. Je größer der Vorsprung Bidens und je klarer der Sieg, desto geringer erscheint dieses Anfechtungsrisiko und desto geringer würden wir dieses kurzfristige Risiko gewichten. Vorher startet aber kommende Woche (wie üblich mit den ersten großen Finanztiteln) die US-Berichtssaison zu Q3: Der Konsens erwartet einen Gewinnrückgang von -22 % p.a. Das ist eine starke Quartalsverbesserung gegenüber über -30 % p.a. in Q2, und eine Erwartung, die wie üblich signifikant übertroffen werden dürfte. In Summe sollte die Berichtssaison damit ein positiver Faktor für die Aktienmärkte sein.
Krass allerdings weiterhin die Zweiteilung des Marktes: Während für US „Growth“ Unternehmen (Tech, Internet) stabile Gewinne (-0,5 % p.a.) er- wartet werden, liegt der Einbruch im „Value“ Segment (klassisch zyklische, „Old Economy“ Werte) bei -49 %! Was sich auch in der bisherigen Kursentwicklung dieser beiden Segmente widerspiegelt – was aber genau die Chance in der starken Konjunkturerholung 2021 ist!
Auf 3-6 Monatssicht (bzw. für 2021) bleiben wir bullish: Wir gehen unverändert davon aus, dass der Newsflow zu baldigen Impfstoffen (mittelfristig die wichtigste Entwicklung!) weiterhin positiv bleibt, inklusive positiver Phase III Ergebnisse und ersten (US-)Zulassungen noch bis Jahresende. Vor diesem Hintergrund sollten die Aktienmärkte bereit sein recht viel kurzfristig Negatives wegzustecken, solange die Wahrscheinlichkeit weiter zunimmt, dass 2021 das Jahr der Post-Corona-Erholung wird.
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