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Wie die EAM funktioniert

Gute Zeiten für einen Kaffee-Fan, dem Kaffeehäuser zu dicht sind: Mit Gabriela Tinti, der neuen Aktienchefin Österreich der Erste Asset Management, genoss ich einen „Kaffee mit Schmäh“ outdoor. Und konnte viel über den ESG-Pionier EAM lernen.

Text: Christian Drastil   Fotos: Josef Chladek

Gratulation zur neuen Aufgabe als Head of Desk Equities Österreich. Was mich interessiert: Was kann ich mir unter Head of Desk Equities Österreich bei der Erste Asset Management vorstellen? Ich nehme nicht an, dass das ein Desk mit den Market Makern für Austro-Aktien ist? 

Gabriela Tinti: Vielen Dank. Ich habe die Teamleitung des Aktienfondsmanagements in Österreich übernommen. Das ist eine sehr schöne Aufgabe ein so erfahrenes Team von mehr als zehn Senior Fondsmanagern zu leiten. Mein Aufgabenbereich umfasst die Verantwortung für den Investmentprozess, Strategie und alles was so anfällt wie Regulatorisches, Verwaltungstechnisches, aber auch manipulative Tätigkeiten intern. Und natürlich manage ich weiterhin Publikumsfonds und institutionelle Mandate.

Wenn es nun die Funktion Head of Desk Equities Österreich - ich mag die Bezeich­nung - gibt, gibt es wohl noch weitere Heads und Desks. Richtig? Wie ist das bei der EAM strukturiert? 

Ja, das ist in der Tat so. Die Investmentdivision in der Erste AM verfügt über verschiedene  Fondsmanagement-Teams je nach Assetklasse (Renten, Multi-Asset, Equities, Quantitatives Research) und Themen (z.B. ESG).  Und wir sind länderübergreifend tätig. Dadurch arbeiten einige KollegInnen aus dem Investmentbereich in unseren Kernmärkten vor Ort: Mein direkter Vorgesetzter, Stepan Mikolasek, sitzt in Prag und ist Head of Equities Global. Das heißt, er ist für alle Aktienteams in der Erste AM verantwortlich. Das größte Team sitzt hier in Wien.    

Gibt es fixe Meetings wie etwa ein Morning Meeting? Ich meine jetzt klassische Zeiten, nicht Corona-Zeiten … 

Wir haben tägliche Meetings, jetzt eben sogenannte Team-Calls. Da werden Themen wie Macro, Märkte, Sektoren, Einzeltitel angesprochen und diskutiert. Team-Calls hatten wir auch schon vor Corona- Zeiten:  Wir tauschen uns ständig mit unseren KollegInnen in den Teams in den CEE-Ländern aus. 

Unlängst habe ich gelesen, dass die EAM im Jahr 2020 Stimmrechte auf 363 HVs ausgeübt hat. Laufen Taktik, Logistik und so auch über Euren Desk? 

Um die Synergien bestmöglich zu nützen, ist es erforderlich, dass die Kompetenzen klar geregelt sind. Die Ausübung von Stimmrechten auf Hauptversammlungen nimmt das ESG-Team unter Walter Hatak wahr. Wir haben dieses Jahr in 363 Hauptversammlungen für über drei Mrd. Euro abgestimmt. Klarerweise fließen die Beweggründe, die unser Abstimmungsverhalten prägen, und die Abstimmungsergebnisse in das Aktienfondsmanagement ein. Dies macht deutlich, welchen Einfluss Investoren und Anleger auf die Wirtschaft nehmen können.

Wir haben im Bereich ESG unsere Kapazitäten stark erweitert und uns über viele Jahre ein Know How aufgebaut, das uns zur klaren Nummer 1 auf diesem Gebiet in Österreich verholfen hat. Wenn man beispielsweise nur die Fonds betrachtet, die den Bereich Umwelttechnologie abdecken, dann stellt man  fest, dass diese zu den best performenden Fonds gehören – und das erfreulicherweise schon einige Jahre wie der Erste WWF Stock Environment. 

Nun fehlt nicht mehr viel bis zum Ende eines Jahres, das so ganz anders war, als alles, was wir kennen. Aber rein von der Performance her: Wie ist die Aktienchefin Österreich zufrieden?

Nach so einem herausfordernden Jahr bin ich mit der Performance der von meinem Team verwalteten Aktienfonds sehr zufrieden. Meine Kollegen haben sehr gute und professionelle Arbeit geleistet. Niemand hat nach den Kurseinbrüchen im März und den Lockdowns mit so guten Aktienbörsen gerechnet. Vor allem gab es große Unterschiede zwischen Aktienindizes mit einem hohen Anteil an Corona-Gewinnern.

Abschließend ein Blick in die Zukunft: Was erwartet Ihr von 2021? Was werden die großen Trends?

Im Fokus steht der Ausblick auf wirtschaftliche Erholung und Normalisierung. Aktien Investments bleiben weiterhin attraktiv – vor allem gegenüber Anleihen.  Regierungen und Zentralbanken versuchen durch wirtschaftsunterstützende und geldpolitische Maßnahmen die Folgen der Lockdown-Maßnahmen abzufedern. AnlegerInnen haben seit dem Frühjahr ihre Veranlagungen in Fonds ausgebaut und dank der wieder erstarkten Börsen erfreuliche Gewinne erzielt, vor allem mit Technologie- und Umwelt­aktienfonds. Die großen Themen bleiben weiterhin Megatrends sowie der weitere Vormarsch der nachhaltigen Invest­ments. „Green“ – Themen werden boomen. ϑ 

Interview: Christian Drastil 

ZUR PERSON

Gabriela Tinti übernahm mit 1. November 2020 die Position als Head of Desk Equities Österreich bei der Erste Asset Management (EAM). Tinti ist seit 12 Jahren in der EAM tätig, davor war sie bei der Creditanstalt, der Capital Invest KAG (der heutigen Amundi) und als Leiterin des Asset Management in der Wiener Privatbank. 

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Aus dem Börse Social Magazine #47
(November 2020)





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