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Inbox: Erste-Analysten rechnen mit Outperformance der europäischen Leitindizes gegenüber US-Märkten


06.09.2020

Zugemailt von / gefunden bei: Erste Group Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

Aus dem Equity Weekly der Erste Group: "Der globale Aktienmarktindex schwächte sich in der letzten Woche in EUR um -1% ab. Der globale Schwellenländerindex gab um -1,1% nach.

Nachdem der S&P 500 und auch der Nasdaq 100 im Wochenverlauf stetig neue Allzeithochs erreicht haben, ist der US-Aktienmarkt in eine stark übergekaufte Situation gekommen. Ein Teil dieser Übertreibung wurde mit der Abschwächung am Donnerstag bereinigt. Die aktuelle Abschwächung ist demnach die technische Korrektur eines zuvor stark übergekauften US-Marktes. Die Volatilität ist daher bei den Aktienindizes, die zuvor weitaus weniger angestiegen sind, wie beispielsweise dem Stoxx 600 oder dem Nikkei 225, niedriger geblieben. Der Nikkei hat sogar im Wochenvergleich in EUR und in Yen mehr als +1% zugelegt. Für die nächsten Wochen erscheint es wahrscheinlich, dass die europäischen Märkte und die Schwellenländer-Indizes eine moderate Outperformance versus dem US- Aktienmarkt ausweisen werden.

Die Schätzungen für die Gewinnentwicklung in den nächsten 12 Monaten sind für die wichtigsten Sektoren in Europa stabil bzw. aufwärts gerichtet. Die Sektoren Gesundheit und Technologie wiesen während der COVID-19-Ausbreitung die kontinuierlichste Entwicklung der Gewinnerwartungen auf. Diese Sektoren werden auch mittelfristig voraussichtlich weitere Zugewinne erzielen. Die Aussichten für die Sektoren Energie und Banken haben sich zu Beginn der COVID-19-Ausbreitung sehr stark eingetrübt. Deren Aussichten verbessern sich allerdings nur langsam.

Ausblick. Der US-Aktienmarkt hat - ausgehend von einer stark übergekauften Situation - eine technische Korrektur begonnen, die voraussichtlich noch einige Tage andauern sollte. Der mittelfristige Aufwärtstrend bleibt dennoch weiterhin intakt. Die europäischen Leitindizes und die Schwellenländer sollten, da sie zuvor weitaus weniger angestiegen sind, geringer von der Korrektur betroffen sein und in den nächsten Tagen eine Outperformance gegenüber dem US-Aktienmarkt aufweisen


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