Sigma Alfa: Junger Fonds mit viel Expertise

Seit August gibt es mit dem Sigma Alfa Opportunities, einen neuen Fonds am Markt. Die Fondsmanager erklärten auf der BSN-Roadshow ihren Ansatz und auch, warum die Immofinanz stark gewichtet ist. 

Sie bezeichnen sich selbst als Aktiennerds, ihre Leidenschaft sind Aktienmärkte, gemeinsam kommen sie auf etwa 60 Jahre Aktienmarkterfahrung und seit wenigen Monaten bauen sie all ihre Erkenntnisse und ihr Know-How in den von ihnen aufgelegten Sigma Alfa European Opportunities Fonds ein. Die Rede ist von Lukas Stipkovich und Alfred Reisenberger, beide früher bei namhaften Banken im Research oder Assetmanagement tätig, und jetzt mit einem eigenen Fonds aktiv, in den sie beide selbst „sehr viel eigenes Geld investiert haben“, wie sie auf der Börse Social Network-Roadshow preisgaben.

Prinzipien

Der Sigma Alfa European Opportunities Fonds ist ein UCITS V Fonds, der nach einer Value-basierten „long only“ Aktienstrategie gemanagt wird. Investiert wird in ein Portfolio von etwa 15 bis 25 Titel europäischer Aktien, deren Aktienkurs in fundamentaler Betrachtung als zu tief erachtet wird. Reisenberger: „Wir versuchen den berühmten einen Euro um 70 Cent zu kaufen, sprich wir wollen Ineffizienzen im Markt aufspüren“. Derzeit sind 16 Aktien im Fonds enthalten, die Cashquote liegt bei 51%. Im Fokus der beiden Fondsmanager stehen Titel von erfolgreichen Unternehmen. „Wir kaufen nur, wenn wir beide von dem Investment überzeugt sind“, so Stipkovich. Nachsatz: „Und wenn wir das Geschäftsmodell und die Branche verstehen“. Nicht investiert wird etwa in Biotech oder hochtechnologische Sektoren. Wichtig ist den Fondsmanagern auch die Free Cash Flow-Generierung eines Unternehmens. Stipkovich augenzwinkernd: „Frei nach dem Motto: Profit is an opinion, cash is a fact“. Dass die beiden Aktienmarkt- Experten speziell die heimischen Unternehmen gut kennen und auch im Fokus haben, beweist die Tatsache, dass  unter den aktuell fünf größten Positionen im Fonds drei österreichische Aktien zu finden sind, nämlich Immofinanz (für Reisenberger ist hier das Russlandportfolio der Trigger), sowie voestalpine (profitiert vom sich beschleunigenden
Wirtschaftswachstum) und Palfinger.  

Überrendite

Das Ziel der Fondsmanager ist es, eine Überrendite gegenüber der Benchmark (Stoxx Europe 600)  von 4 bis 6% p.a., rollierend über einen Dreijahreszeitraum, zu erreichen. „In Phasen nachhaltig stark fallender Märkte wollen wir zumindest das Kapital erhalten“, heißt es. Investiert werden kann ab 100 Euro, die Managementgebühr liegt bei 1,5%, die Performance Fee bei 15%. 

Text: Christine Petzwinkler 

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