03.03.2026, 3567 Zeichen
Nach der ersten bestätigten Entdeckung von natürlichem Wasserstoff in Kanada ruht sich Max Power Mining nicht aus. Das Unternehmen hat nur wenige Tage nach dem Erfolg bei „Lawson“ die Bohrungen am neuen Ziel „Bracken“ gestartet. Dieser Schritt ist strategisch brisant: Er soll beweisen, dass das Vorkommen kein lokaler Zufallstreffer war, sondern Teil eines riesigen, systemischen Reservoirs ist.
Die neue Bohrung „Bracken“ liegt rund 325 Kilometer südwestlich des ersten Fundorts in Saskatchewan und verfolgt einen geologisch anderen Ansatz. Während der Erfolg bei „Lawson“ auf einem strukturellen Modell basierte, zielt Bracken auf eine sogenannte stratigraphische Falle ab.
Hierbei suchen die Geologen nach Wasserstoffansammlungen in Gesteinsschichten, die sich verjüngen („pinch-out“). Sollte sich dieses Konzept als tragfähig erweisen, hätte dies weitreichende Folgen für das Volumenpotenzial. Es würde bestätigen, dass natürlicher Wasserstoff nicht nur punktuell, sondern über weite Strecken im Becken vorkommt. Die Basis für diese Entscheidung liefern 34 Kilometer neu akquirierter seismischer Daten.
Der aggressive Zeitplan folgt auf die Ergebnisse des „Lawson“-Projekts im Januar 2026. Dort konnte Max Power Mining erstmals einen freien Gasfluss an die Oberfläche demonstrieren. Unabhängige Labore bestätigten Wasserstoffkonzentrationen zwischen 16,80 % und 19,07 %, in Spitzen sogar bis zu 28,60 %.
Diese Daten stützen das geologische Modell entlang des „Genesis Trends“, einer Struktur, die sich über 475 Kilometer bis in die USA erstreckt. Um die Trefferquote weiter zu optimieren, setzt das Unternehmen auf die eigene KI-Plattform MAXX LEMI, die historische Daten mit den neuen Bohrergebnissen abgleicht.
Das Potenzial der Liegenschaften hat auch Schwergewichte der Branche überzeugt. Der bekannte Rohstoff-Investor Eric Sprott hat seine Beteiligung ausgebaut und hält nun rund 9,8 % der ausstehenden Aktien. Auch der strategische Partner REV Exploration übte Optionen aus und erhöhte seinen Anteil auf 5,0 %.
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Diese Zuversicht spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Seit Jahresanfang verzeichnete das Papier ein Plus von gut 144 %, wobei der Kurs von 0,95 € nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch notiert. Die hohe Volatilität von 129 % (annualisiert) zeigt jedoch, dass die Aktie weiterhin stark auf neue Explorationsdaten reagiert.
Das Unternehmen fährt nun zweigleisig: Während bei Bracken gebohrt wird, läuft auf dem Lawson-Areal eine 3D-Seismik-Studie auf 47 Quadratkilometern. Ziel ist es, die genaue Struktur des Untergrunds zu verstehen, um weitere Bohrziele zu definieren.
Sollten die Ergebnisse der Bracken-Bohrung und der seismischen Untersuchungen positiv ausfallen, plant Max Power Mining noch im ersten Halbjahr 2026 eine erste formale Ressourcenschätzung. Dies wäre der entscheidende Schritt von der reinen Exploration hin zur kommerziellen Bewertung der Wasserstoff-Vorkommen.
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