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Impact Investing: Grünes Geld für Grüne Investitionen – Umweltzeichen für Nachhaltige Finanzprodukte – UZ 49 „neu“

Bereits im Jahre 1990 wurde das Österreichische Umweltzeichen mit dem Ziel der glaubwürdigen Orientierungshilfe für Konsumenten gegründet. Es blickt somit auf 30 Jahre Erfolgsgeschichte zurück! Im Marktvergleich stehende Produkte und Dienstleistungen sollten ausgezeichnet werden, um Konsumenten eine Informationsgrundlage für umweltfreundliche Kaufentscheidungen zu liefern. 

Hundertwasser als Künstlervater des Logos. Eingeführt wurde es von der damaligen Umweltministerin Marilies Flemming, das Logo entwarf kein Geringerer als der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser. Besonders schön finde ich, dass es die Elemente der Ökologie: Erde, Wasser, Natur und Luft symbolisiert und somit mehr denn je den Zeitgeist nährt.

Als erstes Produkt wurde 1991 übrigens der graue „bene Ordner“ zertifiziert. Mittlerweile tragen über 4.000 ausgezeichnete Produkte mit einem Jahresumsatz von 1,1 Mrd. Euro sowie über 500 Tourismusbetriebe, Kindergärten, Schulen und außerschulische Bildungseinrichtungen die staatliche Auszeichnung. Für die Erstellung und Administration der Umweltzeichen-Richtlinien sind das Bundesministerium und der VKI, Verein für Konsumenteninformation, zuständig.   

Umweltzeichen für Nachhaltige Finanzprodukte. Alle vier Jahre wird das „UZ 49“, die Umweltzeichenrichtlinie für „Nachhaltige Finanzprodukte“, inhaltlich überarbeitet. Es geht um Anpassungen an aktuelle Entwicklungen und die Erfassung neuer Produktgruppen. Gerade war es wieder soweit und das ist gut so, denn kaum ein Finanzindustriezweig entwickelt sich so rasant, wie jener rund um das Thema Nachhaltigkeit. Und das Beste dabei ist – alle Stakeholder waren eingeladen mitzumachen, auch wir haben uns beteiligt!

Multi-Stakeholderprozess und Online-Diskussion. Die neue Richtlinie, die seit 1. Jänner 2020 in Kraft ist wurde in einem 1,5-jährigen Revisionsprozess mit breiter Stakeholder-Beteiligung verfasst. Die Überarbeitung erfolgte im Rahmen einer öffentlich geführten Online-Diskussion, die ausdrücklich erwünscht war. 

Mit dem Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ hat die EU-Kommission den Finanzmarkt beim Erreichen der Klimaschutzziele ins Zentrum gerückt. Auch das neue Regierungsprogramm setzt sich für die Umsetzung einer „Green Finance Agenda“ in Österreich ein und spricht von der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die Mobilisierung von privatem Kapital zur Erreichung der Klimaschutzziele.

Geht Österreich als gutes Beispiel voran? In Österreich gibt es seit vielen Jahren Aktivitäten und Produkte, die mit den EU-Plänen nicht nur konform gehen, sondern auch Vorbildwirkung haben. Immerhin wird bereits seit 2004 das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte an nachhaltige Investmentfonds verliehen und darf sich somit als ältestes Finanzlabel Europas bezeichnen. Bisher wurden 134 Nachhaltigkeitsfonds mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.

Doch wann gelten Investitionen als grün? Schafft das Umweltzeichen Klarheit und öffnet es die von vielen Investoren empfundene „Black Box“ vieler Finanzprodukte? Was können grüne Finanzprodukte bewirken?  Die ÖGUT lud im Auftrag des BMK Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie herzlich dazu ein, diese Fragen zu diskutieren. Andreas Tschulik vom BMK eröffnete die Veranstaltung mit dem Thema „Green Finance & Eco-Labelling“. Weitere Einsichten gab es von Raphael Fink vom VKI, Michaela Seelig vom BMK und Maximilian Horster, Head of Climate Solutions bei ISS ESG, zu der seit 2018 auch OEKOM Research gehört. 

Was ist neu am UZ 49? Zertifizierte Nachhaltig-keitsfonds dürfen künftig nicht mehr in Unternehmen investieren, die fossile Brennstoffe fördern oder Energie aus Kohle sowie Erdöl erzeugen. Zudem erweitert die Richtlinie die Produktgruppe nun um Green Bonds sowie nachhaltige Spar- und Giroprodukte. Besonders spannend: Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das erste mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifizierte Spar-produkt des Umweltcenter Gunskirchen vorgestellt. 

zur Autorin

Susanne Lederer-Pabst. Die Finanzanalystin und gerichtlich beeidete Sachverständige für den Bank- und Börsebereich will nachhaltiges, sozialverträgliches Investieren stärker in den Investmentfokus Institutioneller Investoren rücken. ´

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