31.03.2025, 3510 Zeichen
Wien (OTS) - Die langfristige Sicherung der Liquidität und eine
steueroptimal
aufgestellte Finanzstruktur bilden die Basis jedes gesunden
Unternehmens. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten dient
diese nicht nur der Resilienz, sondern kann auch
Entwicklungsmöglichkeiten für zukünftige Projekte und dringend
benötigte Investitionen aufzeigen.
„Österreichs Wirtschaft befindet sich bekanntlich in der Rezession.
Nur zu hoffen, dass der Sturm vorüberzieht, ist jedoch in keinem Fall
eine gute Strategie. Vielmehr sollte man diese schwierigeren Zeiten
zum Anlass nehmen, die eigene Finanzierungsstruktur zu evaluieren und
zu optimieren“, erklärt Dr. Michael Grahammer, Partner bei BDO.
„Zahlreiche Beispiele aus der Praxis zeigen, dass in vielen
Unternehmen – und auch in großen Infrastrukturprojekten – unerkanntes
Potenzial zur Optimierung des Finanzierungsmix schlummert. Dieses
gilt es zu erkennen und für die Sicherstellung der Liquidität zu
nutzen.“
Welche Faktoren bestimmen eine optimale Finanzierungsstruktur für
Unternehmen? Eine adäquate Liquiditätssicherung, die Optimierung der
Kapitalkosten, Berücksichtigung von steuerlichen Auswirkungen,
notwendiger Finanzierungsbedarf für Wachstum, Investitionen sowie M&A
Aktivitäten, Risikomanagementüberlegungen, Überlegungen zur
Marktwahrnehmung der eigenen Bonität und Kreditwürdigkeit sowie die
Attraktivität für Investor:innen. Diese Faktoren stehen teilweise
auch in Wechselwirkung. Der langfristige Unternehmensfortbestand wird
nicht zuletzt durch eine kontinuierliche Sicherstellung der
Liquidität gewährleistet.
Wichtig für Investitionen und Infrastrukturprojekte ist, dass neben
Überlegungen zur Zinsabsicherung und damit einer besseren Planbarkeit
die Ausfinanzierung langfristig und unter Berücksichtigung aller
Covenants von Kreditverträgen (z.B. Loan-to-value) gewährleistet sein
muss. Aufgrund des aktuellen Zinsumfelds sollten langfristige
Zinsfixierungen geprüft werden, um eine bessere Planbarkeit und damit
erhöhte Sicherheit zu erzielen.
In einem Konzernverbund stellt sich zusätzlich die Frage, welche
Gesellschaft konkret die Finanzierungen zu welchen Konditionen,
Sicherheiten und Covenants aufnimmt. Gleiches trifft auf die
Projektfinanzierung zu: Soll die Finanzierung über das Unternehmen
selbst (on-balance) erfolgen oder ist aus Rentabilitäts- und/oder
Sicherheitsüberlegungen eine ausgelagerte Projekt-/Zweckgesellschaft
(off-balance/non-recourse) sinnvoller?
Bei jedem konkreten Investitionsvorhaben, unabhängig von der
Unternehmens- bzw. Projektgröße, stellen sich u.a. Detailfragen nach
einem optimalen Finanzierungsmix, Vertragsbedingungen, Bestellung von
Sicherheiten, Vereinbarungen von (Financial) Covenants. Diese sind
keineswegs trivial, können nur im Einzelfall geklärt werden und sind
auf die jeweilige Unternehmensstrategie sowie auf die Anforderungen
der Gesellschafter:innen und sonstiger Interessengruppen abzustimmen.
Unausgewogene Finanzierungsstrukturen können im Worst-Case-Szenario
die Insolvenzwahrscheinlichkeit dramatisch erhöhen bzw. zur Insolvenz
führen. „Eine fundierte Finanzplanung hingegen sichert nicht nur
langfristig den Fortbestand und das nachhaltige Wachstum des
Unternehmens, sondern im Fall dringend benötigter
Infrastrukturprojekte auch die Versorgungssicherheit und den
Lebensstandard in Österreich“, gibt Michael Grahammer zu bedenken.
Brücken in die Zukunft: Erfolgsfaktoren für Infrastrukturprojekte
Datum: 3.4.2025, 10:30 - 12:00 Uhr
Ort: Webinar
Url: https://events.teams.microsoft.com/event/1a0e4d1f-10ee-4638-a6d2-...
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