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Max Otte, Status Quo und Warren Buffett (Max Otte)

Magazine aktuell


#gabb aktuell



18.03.2013, 3036 Zeichen

(Autor: Max Otte, Bilder von Max Otte HIER)  Weniger ist mehr!

Sehr geehrte Privatanleger,

vorgestern war ich in Wolverhampton. Wenn Sie nicht wissen, wo das ist, verstehe ich das. Es ist eine Stadt im Norden von Birmingham.

Was ich da wollte? Ein Konzert von Status Quo besuchen. Der äußerst kompakte Boogie-Rock von Status Quo hat mich begeistert, seitdem ich die Band um 1978 herum kennenlernte. Zum ersten und einzigen Mal seit 30 (!) Jahren hat sich die Band in ihrer Originalbesetzung zusammengefunden, um eine kleine Tour von neun Konzerten in England zu absolvieren. Es war grandios.

Die Band hatte sich schon 1981 von ihrem Drummer John Coghlan getrennt, weil er anscheinend damals ein Drogenproblem hatte, das seine Leistungsfähigkeit beeinträchtigte. Dann führte ein zunehmender Egotrip des Leadgitarristen dazu, dass man auch noch den Bassisten – ein Freund und Gründungsmitglied – unschön hinausdrängte. Es folgten viele Jahre mit Rechtsstreitigkeiten und einer bitteren Atmosphäre. Francis Rossi und Rick Parfitt machten mit angestellten Musikern weiter, konnten aber niemals die Magie früherer Jahre erreichen

In der Schlange vor dem Stand, an den man den Live-Mitschnitt kaufen konnte, standen nachher zwei Franken, mit denen ich ins Gespräch kam. Der eine meinte: „Und Du siehst aus wie jemand, der sonst immer im Fernsehen ist und die Eurokrise erklärt.“ Ich hätte doch meine Brille absetzen sollen…

Warum ich das schreibe? Nun, ich will Sie nicht von der Band überzeugen. Aber der Fall Status Quo illustriert zwei Dinge, die für das Investieren von größter Wichtigkeit sind.

Erstens: Kontinuität. Als das Quartett auseinanderging, war Status Quo nicht mehr Status Quo. Die Band von ca. 1990 bis heute wirkt wie eine billige Kopie ihrer selbst. Auch beim Investieren müssen Sie einen Stil finden und diesem Stil treu bleiben.

Zweitens: Einfachheit. Ich war mit dem früheren Drummer meiner Status-Quo-Coverband auf dem Konzert. Irgendwann rutschte es aus ihm heraus: „Weniger ist mehr.“ Es ist wirklich erstaunlich, wie „wenig“ die einzelnen Mitglieder musikalisch machen. Ich kenne kaum einen Drummer, der so „wenig“ spielt wie John Coghlan. Und dann die berühmten „drei Griffe“ der Band. Aber das Zusammenspiel bringt es. Auch beim Investieren lohnt es sich immer wieder, lieber weniger anstelle von mehr zu machen. Ihre Investments werden es Ihnen danken.

Denken Sie an Warren Buffett, der beide Eigenschaften in höchstem Maße besitzt.

Der PI Global Value Fonds (WKN: A0NE9G) hat einen neuen Höchststand erreicht. Es scheint so, als ob die Telekomwerte nun langsam ihr Tief erreicht haben. Mit gewissen Summen können Sie durchaus einsteigen oder verbilligen.

 

Überall wird in den Finanzzeitungen derzeit von einer „Hausse“ und „Überbewertung“ gesprochen, nur weil seit einem Jahr die Kurse steigen. So ein Quatsch. Die USA sind überbewertet, die Schweiz ist überbewertet, einzelne andere Märkte auch. Wir können aber noch viele billige Aktien für Sie finden.Auf gute Investments,

Ihr

Prof. Dr. Max Otte



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    1982
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    18.03.2013, 3036 Zeichen

    (Autor: Max Otte, Bilder von Max Otte HIER)  Weniger ist mehr!

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    vorgestern war ich in Wolverhampton. Wenn Sie nicht wissen, wo das ist, verstehe ich das. Es ist eine Stadt im Norden von Birmingham.

    Was ich da wollte? Ein Konzert von Status Quo besuchen. Der äußerst kompakte Boogie-Rock von Status Quo hat mich begeistert, seitdem ich die Band um 1978 herum kennenlernte. Zum ersten und einzigen Mal seit 30 (!) Jahren hat sich die Band in ihrer Originalbesetzung zusammengefunden, um eine kleine Tour von neun Konzerten in England zu absolvieren. Es war grandios.

    Die Band hatte sich schon 1981 von ihrem Drummer John Coghlan getrennt, weil er anscheinend damals ein Drogenproblem hatte, das seine Leistungsfähigkeit beeinträchtigte. Dann führte ein zunehmender Egotrip des Leadgitarristen dazu, dass man auch noch den Bassisten – ein Freund und Gründungsmitglied – unschön hinausdrängte. Es folgten viele Jahre mit Rechtsstreitigkeiten und einer bitteren Atmosphäre. Francis Rossi und Rick Parfitt machten mit angestellten Musikern weiter, konnten aber niemals die Magie früherer Jahre erreichen

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