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09.03.2013, 4126 Zeichen

Die Inhalte des Fachheft 6 (Februar 2013) als Artikelserie am 9. März. Bilder zum Fachheft unter http://finanzmarktfoto.at/page/index/252 . Das gesamte Fachheft gibt es unter http://www.christian-drastil.com/fachheft6/ zum Download.

Teil 14:  IPO-Maschine wikifolio ist selbst Börsekandidat

wikifolio-Gründer Andreas Kern im Fachheft-Talk: Das klug-kleinteilige Connecten von Trader und Follower brachte bereits 300 Mio. Euro Handelsvolumen und 10 Mio. Assets under Management.

Ihr seid Österreicher und mit einem neuen Finanzprodukt in Deutschland erfolgreich. Für die Einsteiger: Was sind wikifolios?


Andreas Kern: Auf wikifolio.com können Anleger eigene Handelsstrategien als „wikifolio“ veröffentlichen oder automatisch den Strategien erfahrener Trader folgen. Die Trader wiederum können mit einem wikifolio ihre Rendite verbessen und einen Track Record aufbauen. Jedes investierbare wikifolio hat eine Wertpapierkennnummer (ISIN) und ist bei allen führenden Banken und Online Brokern handelbar.

Also zB ich selbst könnte auch ein wikifolio machen?


Kern: Genau. Ein wikifolio erstellen. Ihre Strategie damit umsetzen. Geht schnell und kostet nichts. Wenn Sie darüber hinaus auf wikifolio.com zehn Befürworter finden, die insgesamt 2500 Euro investieren würden und 21 Tage Ihr Können zur Schau stellen, dann wird ihr wikifolio sogar veröffentlicht, bekommt eine eigene ISIN und ist damit handelbar. Meine Stimme ist Ihnen sicher, brauchen Sie also nur noch neun.... Ach ja, vor der Veröffentlichung gibt es auch noch eine redaktionelle Prüfung durch wikifolio.com, ob auch alles seriös ist und seine Richtigkeit hat.

Eine Überlegung wert! Wie aktiv sind die Österreicher bisher? Ich habe zB auf Eurer Homepage etwas von einem Bären-ATX als wikifolio der Woche gesehen ...

Kern: Wir sind bisher nur in Deutschland aktiv – die wikifolios sind jedoch über die Börse Stuttgart auch bei vielen Banken und Online Brokern in Österreich handelbar. Genaue Zahlen über österreichische Käufer liegen uns nicht vor, die Kundendaten bleiben ja bei der Bank, die das Depot des Kunden führt.

Ihr habt eine Messetour gestartet und werdet nach etlichen Deutschland-Terminen auch in Linz Station machen. Warum Linz zum Österreich-Auftakt?

Kern: Die Gewinn-Moneyworld am 11. April hat einfach zeitlich gut für uns gepasst. Und da die Mehrheit des Teams aus Oberösterreich stammt, hat uns das besonders gefreut.


Zu den Zahlen: Zuletzt habe ich gelesen, dass Ihr bereits mehr als 10 Mio. Euro Assets under Management habt. Wie lautet das Ziel für die Messetour? Welchen Wert wollt Ihr Ende April erreicht haben?

Kern: Die 10-Mio.-Grenze innerhalb von sechs Monaten hat uns und alle Geschäftspartner positiv überrascht. Insgesamt wurden mittlerweile mehr als 300 Mio. Euro an Handelsvolumen abgewickelt. Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende April nochmals um rund 50 Prozent zulegen werden.

Und wie lautet das Geschäftsmodell? Wie wird Geld verdient?

Kern: Neben hoher Transparenz war uns ein faires Geschäftsmodell ein großes Anliegen. Wir haben uns daher für ein erfolgsabhängiges System entscheiden: wird in einem wikifolio ein neuer Höchststand erzielt, wird ein kleiner Teil des Gewinns als Performancegebühr einbehalten. Diese Gebühr wird wiederum zwischen wikifolio.com und dem jeweiligen Ersteller des wikifolios geteilt. So haben alle Parteien das gleiche Ziel, nämlich die Rendite für den Anleger zu maximieren. Wichtig ist zu wissen, dass bei allen angezeigten Kursen auf wikifolio.com diese Performancgebühr bereits abgezogen ist. Man bekommt also genau die Rendite, die auch dargestellt wird, ins eigene Depot.


Ihr habt vor kurzem eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Nachdem Ihr ja fleissig emittieren lasst, ist ja vielleicht auch ein eigener Börsegang ein Thema. Wird es wikifolio-Aktien öffentlich zu kaufen geben? Und wenn ja, was könnte da in puncto Zeitfenster und Börseplatz möglich sein?

Kern: Ja, wir sind sicher das österreichische Startup mit den meisten IPOs. Den eigenen IPO haben wir noch nicht geplant, obwohl bei unserem Wachstum und der sehr großen Bekanntheit bei deutschen Anlegern dies mittelfristig durchaus denkbar.




Was noch interessant sein dürfte:


Wann gab es den besten ATX aller Zeiten? (Michael Spiss, Wolfgang Matejka, Roman Eischenschenk für Fachheft 6)

Chartisten von Erste und RCB liegen richtig, weil sie bullish sind ... (aus Fachheft 6)

Vermögensberater und Wiener Börse: Warum nicht? (aus Fachheft 6)

Wie geht es bei der C.I.R.A. weiter? (aus Fachheft 6)

In eigener Sache: Über die FC Chladek Drastil GmbH (aus Fachheft 6)

Gerhard Kürner: "voestalpine-Herausgeber" im Talk über skygate & Co. (aus Fachheft 6)

Wie die Bildungsoffensive der Wiener Börse konkret aussieht (aus Fachheft 6)

Wiener Volksbefragung hat Relevanz für den Kapitalmarkt (Wilhelm Rasinger für Fachheft 6)

Wovon die Immofinanz überzeugt ist (Eduard Zehetner für Fachheft 6)

Der aktuelle Stand bei der „Finanztransaktionssteuer neu“ (Ulrike Haidenthaller für Fachheft 6)

Die VIG führt in folgender Börse Wien-Statistik (Fachheft 6)

Daseinsvorsorge: Staatliche Aufsicht, private Unternehmen (Horst Pirker für Fachheft 6)

Morning Mashup: Open Börsedata, DAX 8000, HAA, Anleihen, Buhl, Finanztransaktionssteuer

wikifolio-Trader kaufen Heidelberger Druck, verkaufen Deutsche Bank, kommentieren K+S und Nordex



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    Und wie lautet das Geschäftsmodell? Wie wird Geld verdient?

    Kern: Neben hoher Transparenz war uns ein faires Geschäftsmodell ein großes Anliegen. Wir haben uns daher für ein erfolgsabhängiges System entscheiden: wird in einem wikifolio ein neuer Höchststand erzielt, wird ein kleiner Teil des Gewinns als Performancegebühr einbehalten. Diese Gebühr wird wiederum zwischen wikifolio.com und dem jeweiligen Ersteller des wikifolios geteilt. So haben alle Parteien das gleiche Ziel, nämlich die Rendite für den Anleger zu maximieren. Wichtig ist zu wissen, dass bei allen angezeigten Kursen auf wikifolio.com diese Performancgebühr bereits abgezogen ist. Man bekommt also genau die Rendite, die auch dargestellt wird, ins eigene Depot.


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