Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Wohnungsnot erreicht neuen Höchststand ( Finanztrends)

27.03.2026, 4451 Zeichen

Fast jeder achte Deutsche lebt in einer überbelegten Wohnung. Das geht aus aktuellen Daten hervor, die ein breites Bündnis aus Verbänden und Instituten in Berlin vorlegte. Besonders alarmierend: Nahezu jedes fÜnfte Kind wächst ohne ausreichend Wohnraum auf.

Überbelegung trifft Millionen

Die Zahlen zeigen ein Massenphänomen. Insgesamt 9,9 Millionen Menschen sind betroffen. Die EU definiert eine Wohnung als überbelegt, wenn Bewohner sich Zimmer teilen müssen – etwa wenn das Wohnzimmer als Schlafzimmer dient.

Anzeige

Angesichts der angespannten Marktlage und steigender Kosten ist es für Immobilieneigentümer entscheidend, rechtssichere Spielräume bei der Mietgestaltung zu kennen. In diesem kostenlosen Report erfahren Sie in wenigen Minuten, welche Vergleichsmieten 2025 in Ihrer Stadt zulässig sind. In 5 Minuten wissen, was Sie 2025 wirklich verlangen dürfen

Die soziale Schere klafft weit auseinander. Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Menschen mit Migrationshintergrund leiden besonders. In Großstädten ist die Wahrscheinlichkeit, auf zu engem Raum zu leben, dreimal höher als auf dem Land. Sozialexperten warnen vor gravierenden Folgen für die Entwicklung und Bildungschancen der Kinder.

Neubau stürzt auf historisches Tief

Die Ursache liegt in der Baustagnation. Experten prognostizieren für dieses Jahr weniger als 200.000 fertiggestellte Wohnungen. Deutschland würde damit nicht einmal die Hälfte des politischen Ziels von 400.000 Einheiten erreichen.

Hohe Zinsen, Materialkosten und Bürokratie befeuern eine Abwärtsspirale. Zwar stiegen die Baugenehmigungen 2025 leicht an. Doch hohe Stornierungsraten lassen viele Projekte platzen. Das Pestel-Institut beziffert das aktuelle Defizit auf 1,4 Millionen Wohnungen. Ohne staatliches Eingreifen könnte diese Lücke bis 2030 auf über zwei Millionen wachsen.

Warum der Wohnungsmarkt einfriert

Ein zentrales Problem ist die fehlende Mobilität. Viele Haushalte können sich einen Umzug schlicht nicht mehr leisten. Familien sitzen in zu kleinen Wohnungen fest, während Senioren große Stadtwohnungen nicht gegen kleinere tauschen können – die Neuvertragsmieten sind zu hoch.

Diese Erstarrung wird zur Wirtschaftsbremse. Fachkräfte finden keine bezahlbare Unterkunft am neuen Arbeitsort. Der Wohnungsmangel verschärft so den Arbeitskräftemangel in wirtschaftsstarken Regionen. Aus der Sozialfrage wird ein handfestes Standortrisiko.

Politik setzt auf „Gebäude-Typ E“

Die Bundesregierung reagiert mit neuen Initiativen. Bauministerin Verena Hubertz (SPD) setzt auf den „Gebäude-Typ E“. Durch reduzierte Komfortstandards soll Bauen schneller und günstiger werden. Die Branche hofft, so wieder unter 3.500 Euro pro Quadratmeter zu kommen.

Die Opposition fordert radikalere Schritte. Der baupolitische Sprecher der Union, Jan-Marco Luczak, will dem Wohnungsneubau rechtlichen Vorrang einräumen. Auch ein Bund-Länder-Pakt für 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr wird diskutiert.

Leichte Preiserholung, aber keine Entspannung

Die Marktanalyse zeigt ein ambivalentes Bild. Die Immobilienpreise zogen zuletzt wieder leicht an. Doch die Finanzierungskosten bleiben für viele private Bauherren eine unüberwindbare Hürde. Analysten sehen den Markt in einer Phase der Bodenbildung – eine echte Erholung könnte Jahre dauern.

Anzeige

Während die Angebotsknappheit den Markt unter Druck setzt, scheitern viele notwendige Anpassungen im Bestand oft an formalen Fehlern. Dieser kostenlose Praxis-Guide unterstützt Vermieter mit aktuellen Vergleichsmieten und rechtssicheren Begründungshilfen für eine korrekte Abwicklung. Aktuelle Vergleichsmieten + Praxis-Tipps – jetzt gratis herunterladen

Deutschlands hohe Mieterquote von über 50 Prozent macht das Land besonders anfällig. In Metropolen wie Köln oder Berlin treibt die knappe Angebotslage die Mieten weiter in die Höhe. Das zementiert die Überbelegung in preiswerteren Bestandswohnungen.

Was Mieter 2026 erwartet

Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Das Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen prognostiziert weitere Mietsteigerungen von vier bis fünf Prozent in Ballungszentren.

Hoffnungsschimmer bieten serielles Bauen und digitalisierte Genehmigungsverfahren. Sollten die Erleichterungen beim „Gebäude-Typ E“ greifen, könnten erste Projekte Ende des Jahres profitieren. Doch die Warnung der Verbände bleibt: Ohne grundlegende Reformen und mehr Fördermittel wird die Zahl der Betroffenen weiter steigen. Die Wohnungsnot bleibt das dominierende innenpolitische Thema.


(27.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Börsegeschichte: 75 Jahre Buwog, davon viereinhalb Jahre börsenotiert, Zeitzeug:innen hier im audio-cd-Remix


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Telekom Austria, Amag, UBM, Austriacard Holdings AG, Andritz, Wienerberger, Zumtobel, Porr, Marinomed Biotech, Addiko Bank, AT&S, Erste Group, Palfinger, Rath AG, Wolftank-Adisa, Polytec Group, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Mayr-Melnhof, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit.


Random Partner

FACC
Die FACC ist führend in der Entwicklung und Produktion von Komponenten und Systemen aus Composite-Materialien. Die FACC Leichtbaulösungen sorgen in Verkehrs-, Fracht-, Businessflugzeugen und Hubschraubern für Sicherheit und Gewichtsersparnis, aber auch Schallreduktion. Zu den Kunden zählen u.a. wichtige Flugzeug- und Triebwerkshersteller.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Bausparen in Österreich: Ein 100 Jahre altes Produkt mit 10 Milliarden E...

» LinkedIn-NL: Happy Birthday, Daniel Riedl und 75 Jahre Buwog incl 40.000...

» Österreich-Depots: Etwas leichter (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 12.5.: Zumtobel, Sanochemia, Post, Palfinger, CPI Europe...

» ATX im leichten Minus, doch AT&S sorgt für Staunen: Rekord-Handelsvolume...

» Nachlese: Veronika Korbei Kooperation Handball West Wien (Capitals) / Sp...

» PIR-News: Agrana, Post, FACC (Christine Petzwinkler)

» (Christian Drastil)

» Wiener Börse Party #1153: ATX leichter, bzgl. AT&S lehne ich mich jetzt ...

» Wiener Börse zu Mittag leichter: Strabag, Porr, UBM gesucht



Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Ausgewählte Events von BSN-Partnern


Meistgelesen
>> mehr


PIR-Zeichnungsprodukte

Börse Social Club Board
>> mehr
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 19-20: RBI(1)
    CoVaCoRo zu Frequentis
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 18-19: AT&S(1), Mayr-Melnhof(1)
    Star der Stunde: Kapsch TrafficCom 0.88%, Rutsch der Stunde: AT&S -2.49%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 17-18: UBM(1)
    Star der Stunde: Rosenbauer 1.71%, Rutsch der Stunde: Zumtobel -1.98%
    BSN MA-Event DAIMLER TRUCK HLD...
    Star der Stunde: Frequentis 2.22%, Rutsch der Stunde: voestalpine -0.87%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 15-16: Frequentis(1), RBI(1), Marinomed Biotech(1)