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PIR-News: Appell von Börse an Politik, Zahlen von CA Immo, Marinomed, News zu Verbund und AT&S (Christine Petzwinkler)

22.05.2024, 6807 Zeichen

Bei der heutigen Pressekonferenz der Wiener Börse richteten CEO Christoph Boschan und Aufsichtsrat-Präsident Heimo Scheuch einmal mehr einen Appell an die Politik, Initiativen zur Stärkung des Kapitalmarkts und der privaten und betrieblichen Vorsorge umzusetzen. "Wir brauchen wieder eine Regierung, die den Kapitalmarkt stärkt. Die Investition in Aktien ist die beste Investition für die Daseinsvorsorge. Die Politik muss sich dem Thema öffnen, der Staat muss mehr tun", plädiert Scheuch, der auch die Idee einer neuerlichen Installation der Position eines Kapitalmarktbeauftragten aufnimmt. Diese Person sollte aber "nicht von der Wirtschaftskammer oder der Arbeiterkammer kommen, sondern einer von uns sein," so Heimo Scheuch. Auch die Entpolitisierung der staatlichen Beteiligungen würde für Scheuch Vorteile für Industrie und Standort bringen. "Privatisierungen haben in vielen Bereichen gut funktioniert, die nächste Regierung muss sich damit beschäftigen." Derzeit würde die politische Kraft etwas zu ändern in Österreich fehlen, bedauert Scheuch. Dies reflektiere sich unter anderem auch darin, dass es nach wie vor keine Entscheidung zur Wiedereinführung der Behaltefrist gibt. Dabei würden 1,6 Mio. Menschen in Österreich laut aktuellem Aktienbarometer Interesse an einem Wertpapierkauf haben. "Zudem verfügen heimische Haushalte über 330 Mrd. Euro an Bargeld bzw niedrigverzinsten Einlagen. Dieses Kapital muss mobilisiert werden", so Scheuch.
Auch Zahlen wurden bei der Pressekonferenz präsentiert: So konnte die Wiener Börse 2023 dank ihrer Diversifikation erneut ein Rekordergebnis erzielen. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 47,9 Mio. Euro (2022: 47,3 Mio. Euro), der Jahresüberschuss bei 36,4 Mio. Euro (2022: 36,5 Mio. Euro). Der Konzernumsatz ging von 80 Mio. Euro in 2022 auf 78,9 Mio. Euro zurück. Verringert hat sich auch der Aktienumsatz, und zwar von 87 Mrd. Euro in 2022 auf 66,0 Mrd. Euro in 2023. Das ist laut Wiener Börse-CEO Christoph Boschan aber, aufgrund der geopolitschen Lage sowie den hohen Zins-und Inflatiosniveaus, an vielen europäischen Börsen zu beobachten. Auch Boschan hebt die Vorteile der Stärkung der 2. und 3. Säule zu Vorsorge hervor. "Dies würde das Pensionssystem und den Staatshaushalt entlasten und den Wohlstand sichern". Um konkurrenfähig zu bleiben müsste zudem die überbordende Regulierung beendet werden. "Anlage-Erfolg lässt sich nicht herbeiregulieren", so Boschan in Hinblick auf die aktuellen Investitions-Einschränkungen von u.a. Pensionskassen.

Verbund X Ventures, die Corporate Venture Capital Einheit von Verbund, beteiligt sich mit einem Investment von 1,5 Millionen Euro bzw. 5 Prozent an eologix-ping. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Portfolio an Sensorlösungen und Auswertungssoftware für Windkraftanlagenbetreiber an. Durch die zertifizierte Erkennung von Vereisung, Schäden an Rotorblättern und Blitzeinschlägen unterstützt eologix-ping Betreiber dabei, den sicheren und ertragsoptimierten Betrieb ihrer Anlagen zu gewährleisten.Weitere Investoren sind Emerald, Nabtesco, Phoenix Contact und Helen Ventures. eologix-ping entstand aus dem erfolgreichen Merger der Start-ups eologix und Ping im Jahr 2023.
Verbund ( Akt. Indikation:  74,00 /74,15, -0,57%)

Die CA Immo hat Zahlen für das 1. Quartal 2024 berichtet. Die Mieterlöse stiegen um 4 Prozent auf 64,0 Mio. Euro, was laut dem Unternehmen auf Projektfertigstellungen im Jahr 2023 und höhere Mieteinnahmen im Portfolio zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag mit 37,0 Mio. Euro um 35 Prozent unter dem Vorjahreswert, vor allem bedingt durch ein niedrigeres Verkaufsergebnis, wie das Unternehmen erklärt. Das Neubewertungsergebnis liegt bei –8,2 Mio. Euro (31.3.2023: –2,4 Mio. Euro). Das Konzernergebnis ist mit 16,1 Mio. Euro ebenso unter dem Vorjahreswert von 30,8 Mio. Euro. Zum 31.3.2024 wurde ein FFO I in Höhe von 26,7 Mio. Euro generiert, der 12 Prozent über dem Vorjahreswert von 23,9 Mio. Euro liegt. Das Unternehmen gibt keinen konkreten Ausblick, legt aber eine Prioritäten-Liste vor: Diese umfasst den beschleunigten Verkauf von Liegenschaften außerhalb des Kerngeschäfts, die Vereinfachung des Geschäftsmodells, die Erhöhung der kritischen Masse und die Erzielung von Skaleneffekten, fortgesetzte disziplinierte Investitionen in profitable Bauprojekte und ertragsstarke Immobilien, insbesondere in den Kernmärkten Berlin und München, selektive externe Investitionen, die Aufrechterhaltung einer starken Bilanz und stabiler Finanzierungskennzahlen und die Rückführung von überschüssigem Kapital an die Aktionäre.
CA Immo ( Akt. Indikation:  29,44 /29,50, 1,62%)

Marinomed hat im 1. Quartal 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 0,7 Mio. Euro erwirtschaftet (1.Quartal 2023: 3,3 Mio. Euro). "Nach den Rekordumsätzen der letzten Jahre aus dem Verkauf von Carragelose-Produkten, die stark von der SARS-CoV-2 Pandemie beeinflusst waren, sank der Umsatz im ersten Quartal 2024 damit auf das Niveau vor der Pandemie", so das Unternehmen. Das Betriebsergebnis (EBIT) wird mit -1,9 Mio. Euro ausgewiesen (Q1 2023: -1,4 Mio. Euro) und das Periodenergebnis mit -2,1 Mio. Euro (Q1 2023: -2,1 Mio. Euro). Die liquiden Mittel liegen bei 1,9 Mio. Euro gegenüber 2,6 Mio. Euro zum Jahresende 2023. CFO Pascal Schmidt: „Obwohl wir kontinuierlich Fortschritte machen und parallel an mehreren Initiativen arbeiten, bleibt die Situation herausfordernd. Die Umsätze aus dem Verkauf von Carragelose-Produkten werden bis Ende des Jahres voraussichtlich durch den pandemiebedingten Überhang an Lagerständen bei unseren Kunden und die geringere Nachfrage geprägt sein. Die Einigung mit der EIB und den Immobilienkreditgebern, die Rückzahlungen für 18 Monate auszusetzen, hat uns etwas mehr Zeit und Flexibilität verschafft. Gleichzeitig haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Cash-Burn so weit wie möglich zu reduzieren." Um das Ziel der operativen Profitabliltät zu erreichen, müssten Vorab- oder Meilensteinzahlungen aus den Abschluss von Partnerschaften zur Umsatzsituation beitragen. Dies habe, mit der Evaluierung strategischer Optionen für das gesamte Carragelose-Geschäft, weiterhin höchste Priorität, heisst es im Q1-Bericht. Bis zum Ende des 1. Halbjahres soll eine Entscheidung in der Evaluierung des gesamten Carragelose-Portfolios fallen, so das Unternehmen. "Wir sind zuversichtlich, dass der Cashflow aus diesen Maßnahmen unseren Finanzierungsbedarf decken wird,“ so Schmidt.
Marinomed Biotech ( Akt. Indikation:  15,05 /15,65, -6,40%)

Tipp: Der steirische Technologiekonzern AT&S gibt bei der „Langen Nacht der Forschung“ am 24. Mai in Leoben von 17:00 Uhr 23:00 Uhr Einblick in seine R&D-Abteilungen.
AT&S ( Akt. Indikation:  21,82 /21,96, 0,23%)

(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 22.05.)


(22.05.2024)

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