17.02.2026, 2957 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Der Wiener Aktienmarkt hat sich gestern zum Wochenauftakt von seiner positiven Seite gezeigt. Der Leitindex ATX stieg am Montag um 0,86 Prozent auf 5.671 Punkte. Der ATX Prime gewann 0,86 Prozent auf 2.823 Zähler. An den europäischen Leitbörsen zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Der Wochenbeginn gestaltete sich ruhig. In den USA sind die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. In China gab es teilweise keinen oder nur verkürzten Handel. Auch an der Wiener Börse tat sich am Nachmittag wenig. In Wien traf Österreichs Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) den US-Botschafter Arthur Fisher. Danach kritisierte er die internationale Handelspolitik der USA scharf. "Ein Zollkrieg bringt niemandem etwas", erklärte der Minister. "Zölle und Handelsbarrieren sind kein Instrument für Aufschwung. Sie verteuern Investitionen, schwächen Lieferketten und können letztlich auch Konsumenten belasten." Am Vormittag präsentierte das EU-Statistikamt Eurostat die Industrieproduktion in der Eurozone. Demnach stieg die durchschnittliche jährliche Fertigung voriges Jahr um 1,5 Prozent. Im Dezember fuhren die Firmen die Produktion allerdings herunter: Sie war 1,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Ökonomen hatten sogar mit einem Rückgang um 1,5 Prozent im Dezember gerechnet.
Die Analysten der Berenberg Bank erhöhten ihr Kursziel für Do&Co auf 260 Euro und ließen die Kaufempfehlung "Buy" unverändert. Der österreichische Caterer profitiere weiterhin von der robusten Nachfrage nach Premium-Reise- und Hospitality-Erlebnissen. Zum Wochenschluss waren die Werte nach gut aufgenommenen Zahlen bereits kräftig gestiegen. Der Kurs von Do&Co verlor nun 0,48 Prozent auf 208,50 Euro. Die Deutsche Bank und UBS setzten ihre Kursziele für den Verbund auf 55 Euro hinunter. Beide blieben bei der Empfehlung "Sell". Die Deutsche Bank erklärte ihre Entscheidung damit, dass in den meisten europäischen Ländern sinkende CO2-Preise bei gleichzeitig steigendem Risiko politischer Interventionen zu sinkenden Strompreisen geführt haben, was auch der Verbund spüre. Außerdem habe der Stromkonzern im 4. Quartal 2025 mit schwachen Wasserkraftbedingungen zu kämpfen, was sich laut den Experten im 1. Quartal 2026 weiter verschlechtern dürfte. Verbund kündigte am Montag auch eine Änderung der Tarifstruktur für seine Haushaltskunden mit 1. März an. Die Aktien des Stromkonzerns verloren 1,37 Prozent auf 57,60 Euro. Gut gesucht waren Bauwerte. Die Strabag gewann 7,54 Prozent, die Porr 5,37 Prozent. Zudem legten die Papiere des Halbleiterherstellers AT&S um 5,49 Prozent zu. Im Prime Market fielen die Aktien von Kapsch TrafficCom um 6,77 Prozent. Der Mautspezialist Kapsch TrafficCom hatte seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr 2025/26 deutlich gekappt. Grund für die Warnung sind nach Angaben des Unternehmens eine unerwartete Schwäche am globalen Maut-Markt sowie Verzögerungen bei dem Start von Projekten."
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