30.11.2021, 5675 Zeichen
Ebenfalls eine Erholung gab es für den heimischen Markt, der ja am Freitag ebenfalls unter deutlichem Verkaufsdruck gestanden war, der ATX konnte sich um 0,7% steigern. Zusätzlich zu den Meldungen über relativ milde Krankheitsverläufe bei Infektionen mit der neu entstandenen Virusmutation half auch die Hoffnung, dass einige Impfstoffhersteller von einer recht kurzen Anpassungszeit bei mRNA-Impfstoffen sprachen und für den Beginn des neuen Jahres dementsprechende Präparate verfügbar sein sollten. Bei den Einzeltiteln standen Unternehmensergebnisse im Fokus, Porr konnte nach der Zahlenvorlage im 1,5% zulegen, nach 46,8 Millionen Euro Verlust vor einem Jahr berichtete der Baukonzern nun einen Nettogewinn von 26,3 Millionen Euro in den ersten neun Monaten, Analysten sprachen in ersten Reaktionen von guten Zahlen. Wie im Halbjahr hat das Immo-Unternehmen Warimpex auch im dritten Quartal unter dem Strich Gewinn gemacht, in den neun Monaten zusammen drehte das Nettoergebnis von minus 31,2 Millionen im Vorjahr auf 2,5 Millionen Euro ins Plus. Für dieses Jahr möchte der Konzern eine Dividende zahlen, wenn das Gesamtjahr so positiv verläuft wie die ersten neun Monate, teilte das Unternehmen mit, die Aktie musste gestern dennoch 1,7% nachgeben.
Der Verbund übernimmt von dem deutschen Agrar- und Baustoffhändler BayWa einen Photovoltaik-Park in Spanien, der Solarpark Illora liegt in Pinos Puente in der Nähe von Granada und hat eine geplante Gesamtleistung von 147,6 Megawatt Peak, der Versorger konnte sich gestern um 0,6% nach oben bewegen. Die Banken hatten allesamt einen recht guten Tag, die Bawag konnte 1,3% zulegen, die Erste Group verzeichnete einen Anstieg von 1,9%, für die Raiffeisen gab es ein kleines Plus von 0,4% und die Addiko Bank konnte um 1,9% vorrücken. Gewinner des Tages war Marinomed, das Biotechnologieunternehmen profitierte von der gestrigen Nachfrage nach Pharmawerten und konnte mit einer 3,8% höheren Schlussnotierung aus dem Handel gehen, ebenfalls gesucht war FACC, der Luftfahrtzulieferer zeigte sich nach den Abgaben erholt und konnte um 2,6% anziehen. Gleichfalls eine deutliche Erholung gab es für OMV, der Ölkonzern beendete den Tag mit einem Zuwachs von 2,2%.
Unternehmensnachrichten
Immofinanz
Immofinanz präsentierte gestern nachbörslich seine Ergebnisse zum Q3/21, die operativ eine stabile Entwicklung reflektierten. Bei steigenden Mieterlösen von €71,4 Mio. (Q3/20: €69,6 Mio.) verbesserte sich das Ergebnis aus Asset Management leicht um 0,2% auf €56,3 Mio. (Q3/20: €56,1 Mio.). Dieser Anstieg ist vor allem auf Einsparungen bei den Immobilienaufwendungen zurückzuführen, die um 45,2% auf €-14,5 Mio. (Q2/20: €-26,5 Mio.) sanken. Das Ergebnis aus der Immobilienentwicklung konnte deutlich auf €27,7 Mio. (Q3/20: €10,2 Mio.), was im Wesentlichen auf positive Bewertungseffekte beim Büroprojekt in Düsseldorf zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis konnte somit kräftig um 44,4% auf €77,0 Mio. gesteigert werden (Q2/20: €16,3 Mio.). Das Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien beläuft sich auf €1,5 Mio., nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein leichte Abwertung vorgenommen worden waren (Q3/20: €-1,4 Mio.). Das EBIT verbesserte sich folglich um 51,3% auf €78,5 Mio. (Q3/20: €51,9 Mio.). Das Konzernergebnis konnte aufgrund eines hohen sonstigen Finanzergebnisses signifikant auf €67,1 Mio. (Q3/20: €21,6 Mio.). Der FFO 1, der keine Bewertungsergebnisse inkludiert, lag mit €26,3 Mio. unter dem Vorjahresniveau (Q3/20: €35,9 Mio.). Der Rückgang war im Wesentlichen auf den Anstieg des Finanzierungsaufwands infolge des gestiegenen Finanzierungsvolumens zurückzuführen. Der Substanzwert EPRA NTA/Aktie erhöhte sich seit Jahresbeginn um 10,6% auf €30,8 (31. Dezember 2020: €27,8). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung des Konzernergebnisses zurückzuführen. Für das kommende Geschäftsjahr 2022 erwartet das Unternehmen einen FFO 1 vor Steuern von mehr als €135 Mio. – unter der Annahme hoffentlich moderater Covid-19-Einflüsse. DAs Portfolio aoll im Jahr 2022 auf rund €6 Mrd. anwachsen.
Q3/21: Mieterlöse: €71,4 Mio. (Vj. 69,6), Operatives Ergebnis: €77,0 Mio. (Vj. 53,3), EBIT: €78,5 Mio. (Vj. 51,9), Konzernergebnis: €67,1 Mio. (Vj. 21,6)
AT&S
Die AT & S Austria Technologie Systemtechnik Aktiengesellschaft beabsichtigt die Begebung einer tief nachrangigen Anleihe mit unbestimmter Laufzeit und einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit durch die Emittentin nach fünf Jahren ( Die Details der Emission wie Gesamtnennbetrag, Emissionspreis und Kupon würden auf Basis der zum Zeitpunkt der Durchführung jeweils gültigen Marktbedingungen ermittelt werden. Dabei würde ein Emissionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich bis hin zur Benchmark Size erwartet. Die Gesellschaft hat verschiedene Finanz und Rechtsberater beauftragt und der Aufsichtsrat hat heute seine grundsätzliche Zustimmung erteilt. Die Durchführung einer potenziellen Emission ist insbesondere abhängig von den gegebenen Marktbedingungen und finalen Organbeschlüssen und könnte noch im Geschäftsjahr 2021/22 (also bis zum 31. März 2022) stattfinden. Die Emission würde sich ausschließlich an institutionelle Investoren richten, ein „ würde nicht erfolgen. Der mögliche Emissionserlös soll das strategische Investitionsprogramm als Basis für das geplante, langfristig profitable Wachstum unterstützen. Darüber hinaus soll der potenzielle Erlös die Kapitalbasis von AT&S stärken und die Bilanzstruktur über ein IFRS Eigenkapitalinstrument optimieren. Darüber hinaus ist beabsichtigt, einen Teil des potenziellen Emissionserlöses für ein Rückkaufangebot an die Inhaber der im Jahr 2017 begebenen Hybridanleihe zu verwenden.
Börsepeople im Podcast S25/01: Christian Drastil (Plan CD)
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