13.11.2017, 4453 Zeichen
Vorsicht prägte auch den letzten Handelstag der Woche, es gab keine wirklichen Kaufimpulse, und die Wirtschaftsdaten zeigten ein gemischtes Bild. In Großbritannien und in Frankreich war die Industrieproduktion über den Erwartungen gestiegen, in Italien war sie gesunken.
Insgesamt gab es ein leichtes Minus für die wichtigsten europäischen Börsen. Am deutlichsten konnte der am Vortag stark in Mitleidenschaft gezogene Minensektor mit einem Plus von 0,4% zulegen. Am stärksten nach unten ging es für Öl und Gas mit 1,0% gefolgt von den Versorgern, die 0,8% schwächer schlossen. Arcelormittal konnte dank gestiegener Nachfrage und höherer Preise Umsatz und Gewinn steigern und legte 3,4% zu. Richemont hatte die Umsatz- und Gewinnsteigerungen bereits angekündigt, die tatsächlichen Zahlen brachten dann 3,8% tiefere Notierungen. Telecom Italia verlor nach der Ergebnispräsentation 1,7%. Burberry litt nach dem Absturz vom Donnerstag unter Rückstufungen durch Analysten und gab weitere 2,3% ab, auch Peugeot litt unter einer negativen Analystenmeinung und schloss 3,9% schwächer.
Einige wichtige Konjunkturdaten werden diese Woche veröffentlicht, interessanterweise alle am Dienstag. BIP-Zahlen aus Deutschland, den Niederlanden und Italien, Industrieproduktion der Eurozone und der ZEW für Deutschland und die Eurozone. Die Berichtssaison nähert sich schon wieder langsam dem Ende, am Dienstag berichten Henkel, Infineon, Vodafone und RWE, am Mittwoch K&S, Lanxess und RHI ehe dann am Donnerstag British Land, Boygues und Vivendi folgen.
Gegen den europäischen Trend stemmte sich der ATX und schloss 0,5% höher. Impulse kamen unter anderem vom 0,8 % gestiegenen BIP im dritten Quartal. Stark waren die Bankenwerte, Raiffeisen legte 1,5% zu, Erste Group schloss 0,9% höher und auch die BAWAG verzeichnete ein Plus von 1,3%. Die Baader Bank erwartet starke Zahlen von Lenzing, der Faserhersteller konnte 0,9% zulegen. OMV gewann nach einer Kurszielerhöhung durch Credit Suisse 0,7%, Wienerberger hingegen musste nach einer Verringerung des Ausblicks durch Berenberg 0,9% abgeben. Unverändert sieht die Credit Suisse VoestAlpine, Kursziel und Einstufung wurden beibehalten. Der Stahlkonzern beendete den Tag 0,6% schwächer. Die österreichischen Unternehmen berichten ja traditionell etwas später, am Dienstag ist die Raiffeisen an der Reihe, am Mittwoch dann Lenzing und die Österreichische Post und am Donnerstag noch Uniqa.
Auch in den USA behielten die Bären die Oberhand. Das von der Universität von Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen blieb hinter den Erwartungen zurück und es wird weiter befürchtet dass sich die Steuerreform verzögert und bei weitem nicht so stark ausfällt wie erhofft. Eine Berg- und Talfahrt gab es bei Walt Disney, nach den donnerstags nachbörslich veröffentlichten Zahlen ging es zunächst deutlich nach unten, am Freitag kam aber die Einsicht, dass der Ausblick gut wäre und die Aktie schloss 2,1% stärker. Nvidia stieg nach einem starken Quartal in der Gunst der Anleger deutlich, 5,7% höhere Notierungen warn die Folge. JC Penney meldete zwar einen Verlust, der fiel aber geringer aus als erwartet und bescherte dem Titel einen Kurssprung von 15,3%. Schwach waren die Pharmawerte, die Branche leidet unter der potentiellen Bedrohung durch Pläne von Amazon, Meck büßte 1,3% ein, Bristol-Myers war mit minus 1,8% ebenfalls schwach, auch andere Große der Branche verloren rund 1,0%.
Nach der eher ruhigen Vorwoche stehen dieses Mal eine Reihe von Daten auf dem Programm, am Mittwoch werden Einzelhandelsumsätze, Empire State Index und Inflationszahlen gemeldet, am Donnerstag folgen Importpreise, Philadelphia Fed Index und Industrieproduktion und am Freitag noch Zahlen zum Immobilienmarkt. Diese Woche gibt es noch ein paar Unternehmen in den USA, die ihre Bücher offenlegen, am Dienstag Home Depot, am Mittwoch Cisco Systems und am Donnerstag noch JM Smucker, Best Buy, Applied Materials, Viacom, Wal-Mart und GAP.
Öl tendierte am Freitag leicht schwächer, Brent gab 0,6% ab, WTI schloss rund 0,8% tiefer. Gold erlebte im Handelsverlauf auf Grund steigender Renditen bei den US-Staatsanleihen einen leichten Rücksetzer und wurde gegen Abend bei rund 1.277 Dollar gehandelt. Der Euro konnte über den gesamten Tagesverlauf leicht zulegen, gegen Abend wurde für die Gemeinschaftswährung etwas mehr als 1,166 Dollar bezahlt.
Vorbörslich sind die europ. Börsen etwas fester indiziert. Die asiatischen Märkte schliessen uneinheitlich.
Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber
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