30.05.2013, 2921 Zeichen
Der Vorwahlkampf hat begonnen. Jetzt wird bereits die Verlängerung der Bankenabgabe über 2017 hinaus thematisiert. Das Image einiger Bankdirektoren hat vor allem durch eine Diskussion über die Höhe der Vergütungen und deren Verwendung gelitten. In der Öffentlichkeit, von Medien und Politikern, wird aber undifferenziert argumentiert. Die Hypobank Vorarlberg und die Oberbank beispielsweise haben auch für 2012 sehr zufriedenstellende Ergebnisse erwirtschaftet, obwohl die Vorstände gehaltsmäßig nicht übermäßig verwöhnt werden.
Auch die beiden großen Aktienbanken, die dem Staat für das geliehene Geld (Partizipationskapital) Superzinsen von acht Prozent – im europäischen Vergleich ein Spitzenwert - zahlen müssen, konnten die Herausforderungen des Jahres 2012 bewältigen. Es ist ganz einfach extrem unfair, dass die international erfolgreichen Banken Erste Group Bank und Raiffeisen International für die enormen Belastungen durch die ÖVAG und Hypo Alpe Adria auf Jahre hinaus aufkommen müssen. Solidarität des Banksektors ist gefordert, aber die verantwortlichen Profiteure der Fehlentwicklung müssen auch ihren Beitrag leisten. Jahrelang hat das Land Kärnten – teilweise auf Jahre im Voraus – Haftungsentgelte in Millionenhöhe von der landeseigenen Bank kassiert, aber für den Schaden soll dann ein anderer, nämlich der Bund aufkommen – der wiederum dieses finanzielle Debakel den „gesunden“ Banken umhängt. Daher sollte, bevor eine Verlängerung der Bankensteuer beschlossen wird, der Beitrag des Landes Kärnten festgelegt werden. Auch die Nutznießer der problematischen Vorzugsaktien-Transaktionen sollten so viel Anstand und Solidarität zeigen, dass sie endlich diese aus heutiger Sicht ungerechtfertigte Bereicherung zurückzahlen.
Der Volksbankensektor hat zum wiederholten Mal bewiesen, dass auf regionaler Ebene weitgehend vernünftig gewirtschaftet wird, aber die Herren Volksbanker (Frauen spielen dort keine Rolle), für die die Genossenschaftsidee scheinbar Religionsersatz ist, sind auf nationaler und internationaler Ebene heillos überfordert bzw. haben, getrieben durch Großmannssucht, Eitelkeit, Selbstüberschätzung und Dummheit, einen gigantischen Schaden verursacht. Den genossenschaftlichen Aufsichtsräten kann viel vorgeworfen werden, aber nicht, dass sie überhöhte Vergütungen bezogen haben. Statt in einer ohnedies übersetzten Bankenlandschaft weiterhin alle Sektoren krampfhaft am Leben zu halten sollte darüber nachgedacht werden, ob ein Verschwinden der Volksbankenorganisation überhaupt bemerkt werden würde – abgesehen von einigen Funktionären.
Nachdem Bank Burgenland und BAWAG unter ihren damaligen Managern und Eigentümervertretern gescheitert waren und die Bank Austria (inkl. Zentralsparkasse, Creditanstalt-Bankverein, Länderbank) verschleudert wurde, tun sich einige Politiker mit populistischen Ansagen leicht, spekulieren auf billige Vorurteile und kalkulieren mit den Stimmen einseitig informierter Wähler.
Was noch interessant sein dürfte:
Zukunftsvorsorge: IVA-Forderungen (Wilhelm Rasinger)
Habemus Nolz (Wilhelm Rasinger)
Wiener Volksbefragung hat Relevanz für den Kapitalmarkt (Wilhelm Rasinger für Fachheft 6)
„Wir gründen eine Bank“ (Wilhelm Rasinger)
Link-Mix vor Marktstart, 31.5.: Emer Traynor, Gold, SAP, FTS, Erste, Raiffeisen
kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Liebe Wiener Börsebubble - am 29.12. rufen wir an - nicht so überrascht sein wie Wolfgang Matejka jetzt
1.
ÖVAG, Volksbanken, Polizei
, (© Martina Draper) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:VIG, Austriacard Holdings AG, Amag, Pierer Mobility, EuroTeleSites AG, Palfinger, CPI Europe AG, ATX, ATX Prime, ATX TR, ATX NTR, DO&CO, Erste Group, Uniqa, Frequentis, UBM, Frauenthal, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Kapsch TrafficCom, Warimpex, AT&S, EVN, FACC, Österreichische Post.
WEB Windenergie AG
Die WEB Windenergie AG projektiert und betreibt Kraftwerke auf Basis Erneuerbarer Energien mit besonderem Schwerpunkt auf Windkraft. Die derzeit 339 Kraftwerke haben eine Gesamtleistung von 781 MW (Stand: 12.08.2025). Neben Österreich ist das Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien, der Slowakei, Tschechien, Kanada und den USA tätig.
>> Besuchen Sie 62 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Martina Geisler (EY) sieht für Österreich eine solide IPO-Pipeline bei Small & Mid Caps sowie Spin-Offs
kapitalmarkt-stimme.at daily voice auf audio-cd.at:
921.83: VIG
918.23: Uniqa
Unser Ziel: Kapitalmarkt is coming home. Täglich zwischen 19 und 20 Uhr.
kapitalmarkt-s...
Nikola Mihov
The Last Gift
2025
Self published
Erich Einhorn
Im Flug nach Moskau
1959
Artia