22.03.2026, 3043 Zeichen
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern baut sein Geschäft radikal um und will sich künftig ausschließlich auf das Militärgeschäft konzentrieren. Während die Milliardenaufträge der NATO-Staaten die Kassen füllen, gerät der finale Schnitt auf dem Weg zum reinen Verteidigungsunternehmen ins Stocken. Gleich zwei strategische Baustellen verlangen dem Management aktuell Geduld ab.
Zivilsparte als Dauerbaustelle
Eigentlich sollte der Verkauf der zivilen Division Power Systems noch vor Ostern über die Bühne gehen. Nun verschiebt CEO Armin Papperger den Zeitplan für die Automotive- und Energiesparte in das zweite, womöglich sogar dritte Quartal. Ein konkreter Käufer für den Bereich mit seinen knapp 8.000 Beschäftigten ist bislang nicht in Sicht. Die Sparte, die primär Teile für die Autoindustrie fertigt, kämpft mit rückläufigen Umsätzen und passt strategisch nicht mehr in das militärische Portfolio der Düsseldorfer.
Aufstieg zum Schiffbauer
Parallel dazu zieht sich die formale Übernahme der Generalunternehmerrolle beim milliardenschweren Fregattenprojekt F126 in die Länge. Das Bundesamt für Beschaffung prüft den Wechsel vom niederländischen Werftenkonzern DAMEN zu Rheinmetall noch bis Ende April. Immerhin steht das Fundament für die neuen maritimen Ambitionen: Seit dem 1. März 2026 ist die Übernahme der NVL-Gruppe offiziell abgeschlossen. Mit vier norddeutschen Werften steigt Rheinmetall damit vom reinen Zulieferer zum vollwertigen Schiffbauer auf. Bis 2030 soll die neue Naval Systems Division einen Jahresumsatz von fünf Milliarden Euro erwirtschaften.
Volle Kassen federn Wartezeit ab
Operativ läuft es für den Konzern derweil blendend. Dank massiver Kunden-Vorauszahlungen wandelte Rheinmetall im vergangenen Jahr einen Schuldenberg von 1,29 Milliarden Euro in ein Nettoguthaben von 369 Millionen Euro um. Für 2026 peilt das Management ein Umsatzwachstum auf bis zu 14,5 Milliarden Euro an, gestützt von einem gewaltigen Auftragsbestand von knapp 64 Milliarden Euro. An der Börse reagieren Anleger auf die strukturellen Verzögerungen beim Konzernumbau dennoch leicht zurückhaltend. Mit einem Schlusskurs von 1.505,00 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein moderates Minus von rund sechs Prozent.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?
Neue Impulse für die Bewertung dürften im Mai folgen. Am 7. Mai 2026 präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal und wird erste Details zur operativen Integration der neuen Werften vorlegen. Fünf Tage später stimmt die Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividende von 11,50 Euro je Aktie ab.
Anzeige
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Börsepeople im Podcast S25/03: Gerald Reischl
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:Bajaj Mobility AG, AT&S, Wienerberger, Semperit, CPI Europe AG, Lenzing, Kapsch TrafficCom, Porr, Strabag, Andritz, DO&CO, Palfinger, Polytec Group, RBI, Reploid Group AG, Rosenbauer, VIG, Warimpex, Rosgix, SW Umwelttechnik, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, UBM, Amag, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Telekom Austria, SAP, Henkel, Fresenius Medical Care, Hannover Rück.
Random Partner
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX-Trends: VIG, Verbund, DO & CO ....
» Börsepeople im Podcast S25/03: Gerald Reischl
» ATX im Plus, Emerald Horizon vor Börsegang und frisches Research zu Wien...
» Börse Social Depot Trading Kommentar (Depot Kommentar)
» Wiener Börse Party #1158: ATX etwas fester, Wienerberger gesucht, Emera...
» Börsegeschichte 19.5.. Andreas Treichl, Bajaj Mobility (Börse Geschichte...
» Nachlese: Elke Vlach, Frederic Esters, Treasury & Finance Convention 202...
» PIR-News: (Christine Petzwinkler)
» Wiener Börse zu Mittag leichter: Verbund, Frequentis und Semperit gesucht
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- wikifolio Champion per ..: Paul Pleus mit PPinves...
- ATX TR-Frühmover: AT&S, voestalpine, Verbund, RBI...
- DAX-Frühmover: Siemens Energy, Scout24, SAP, Infi...
- Frisches Research zu AT&S
- Deutsche Wohnen am schwächsten (Peer Group Watch ...
- Research-Fazits zu Evonik, Brenntag, ASML, BASF, ...
Featured Partner Video
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Wow, der ATX geht gerade im absoluten Wert über den Euro-Stoxx-50, ist seit Start auch in Prozent vorne
kapitalmarkt-stimme.at daily voice auf audio-cd.at. Passend zur Österreich-ESC-Phase (mag ich weniger) ein ATX-ESX-Marktvorfall (mag ich sehr).
Unser Ziel: Kapitalmarkt is coming home. 202...
Books josefchladek.com
Mark Mahaney
Polar Night
2019/2021
Trespasser
Marcel Natkin (ed.)
Le nu en photographie
1937
Éditions Mana
Gerhard Puhlmann
Die Stalinallee
1953
Verlag der Nation
Daido Moriyama
Japan, A Photo Theater (English Version
2018
Getsuyosha, bookshop M
