12.03.2026, 3055 Zeichen
Strategy baut seine Bitcoin-Reserven weiter aus – und zieht dabei zunehmend institutionelle Investoren an. Der jüngste Schritt: Asset-Manager Strive investierte mehr als ein Drittel seiner Unternehmensreserven in Strategys Vorzugsaktien.
Strive setzt auf Vorzugsaktien als Liquiditätsalternative
Am 11. März 2026 allokierte Strive 50 Millionen US-Dollar in die variabel verzinslichen Perpetual-Preferred-Shares von Strategy. Das Unternehmen positioniert diese Anlage als Alternative zu klassischen Geldmarktfonds – mit dem Ziel, operative Liquidität und Rendite zu kombinieren. Der variable Dividendensatz lag zum Zeitpunkt der Transaktion bei 11,50 Prozent.
Strive ist dabei nicht allein. Unternehmen wie Prevalon Energy, Anchorage Digital und OranjeBTC haben Strategys Vorzugsaktien ebenfalls in ihre Unternehmenskassen integriert. Das wachsende Interesse spiegelt sich in konkreten Handelsdaten wider: Am 10. März 2026 erreichte das Tagesvolumen der Vorzugsaktien einen Rekordwert von 409 Millionen US-Dollar, während die 30-Tage-Volatilität gleichzeitig auf ein historisches Tief von drei Prozent fiel. Die Papiere werden nahe ihrem Nennwert von 100 US-Dollar gehandelt.
Bitcoin-Käufe im Milliarden-Maßstab
Parallel dazu erwarb Strategy zwischen dem 2. und 8. März 2026 weitere 17.994 Bitcoin für rund 1,28 Milliarden US-Dollar – zu einem Durchschnittspreis von 70.946 US-Dollar je Coin. Damit wuchsen die Gesamtreserven auf 738.731 Bitcoin, die zu einem Gesamteinstandspreis von 56,04 Milliarden US-Dollar akkumuliert wurden. Das entspricht mehr als 3,4 Prozent des gesamten, auf 21 Millionen Einheiten begrenzten Bitcoin-Angebots.
Finanziert wurde der jüngste Kauf vollständig über Kapitalmarktaktivitäten: 377,1 Millionen US-Dollar aus Vorzugsaktienemissionen sowie 899,5 Millionen US-Dollar aus der Ausgabe neuer Class-A-Stammaktien.
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Strukturiertes Finanzierungsmodell mit langem Atem
Hinter dieser Strategie steckt ein konkreter Plan: das sogenannte 42/42-Programm, das bis 2027 bis zu 84 Milliarden US-Dollar für Bitcoin-Käufe durch kontinuierliche Direktfinanzierungen einsammeln soll. Vorzugsaktien spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie Kapital generieren, ohne die Stammaktionäre übermäßig zu verwässern.
Trotz geschätzter Mark-to-Market-Verluste von rund sieben Milliarden US-Dollar infolge jüngster Kursrückgänge beim Bitcoin hält das Unternehmen an seiner Akkumulationsstrategie fest. Ob das 42/42-Programm seinen Zeitplan bis 2027 einhält, hängt maßgeblich davon ab, ob die institutionelle Nachfrage nach den Vorzugsaktien auf dem aktuellen Niveau bleibt.
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