15.05.2025, 2703 Zeichen
Der Leiterplatten- und IC-Substrate-Hersteller AT&S konnte den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2024/25 mit 1.590 Mio. Euro leicht steigern (VJ: 1,550 Mio. Euro). In der Berichtsperiode verzeichnete AT&S eine positive Volumenentwicklung, die den anhaltend hohen Preisdruck sowohl bei Leiterplatten als auch bei IC-Substraten kompensieren konnte, wie es heißt. "Es ist gelungen die Topline zu stärken und das Kundenportfolio zu erweitern," meint CFO Petra Preining bei der Online-Pressekonferenz.
Das Ergebnis war vor allem vom Verkauf des Werkes in Korea positiv beeinflusst, konnte aber auch bereinigt um Preisdruck, Anlaufkosten und Effizienzprogramm erhöht werden: Das EBITDA stieg im Geschäftsjahr um 97 Prozent von 307 Mio. Euro auf 606 Mio. Euro. Bereinigt betrug das EBITDA 408 Mio. Euro (VJ: 384 Mio. Euro), was einem Anstieg von 6 Prozent entspricht. Das EBIT stieg von 31 Mio. Euro auf 277 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei 17,5 Prozent (VJ: 2,0 Prozent). Das Konzernergebnis stieg, getrieben durch den Verkauf des Werkes in Korea, von -37 Mio. Euro auf 90 Mio. Euro. Wie berichtet, wird keine Dividende ausgeschüttet. Der neue CEO Michael Mertin: "Wir planen, den Jahresgewinn für die Rückkehr zu profitablem Wachstum zu nutzen, um so die Steigerung des Unternehmenswertes zu erzielen".
Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Kostenbasis nachhaltig um 120 Mio. Euro gesenkt werden. Um die Effekte aus dem weiterhin herausfordernden Marktumfeld sowie die Anlaufkosten der zusätzlichen Linien in Kulim zu kompensieren, werden die bisherigen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2025/26 weitergeführt. Für das laufende Geschäftsjahr sollen zusätzliche 130 Mio. Euro nachhaltig eingespart werden, wie das Unternehmen mitteilt.
Mit einem Ausblick auf das laufende Jahr will das Unternehmen noch warten, dafür gibt es einen Einblick in das 1.Quartal. Es wird aber darauf hingewiesen, dass sich das kürzlich bekanntgegebene High Volume Manufacturing in Kulim erst im 2. Quartal auswirken wird. Das Unternehmen plant einen Quartalsumsatz von ca. 400 Mio. Euro zu erzielen (Q1 2024/25: 349 Mio. Euro), die erwartete EBITDA-Marge wird mit etwa 16 Prozent die erwähnten Anlaufkosten der weiteren Linien noch widerspiegeln (Q1 2024/25: 18,5 %). Es wird ein Investitionsvolumen von etwa 65 Mio. Euro geplant (Q1 2024/25: 93 Mio. Euro). In den übrigen Quartalen des Geschäftsjahres erwartet das Unternehmen ein Investitionsvolumen über diesem Wert. Der überwiegende Teil dieser Investitionen wird in den Ausbau der IC-Substrat-Produktion im neuen Werk in Kulim fließen.
Für das Geschäftsjahr 2026/27 wird weiterhin von einem Umsatz von rund 2,1 Mrd. bis 2,4 Mrd. Euro und einer EBITDA-Marge von 24 bis 28 Prozent ausgegangen.
Börsepeople im Podcast S25/02: Elke Vlach
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