07.06.2020
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Die vergangene Woche brachte neuerlich eine beeindruckende Aufholjagd an den Börsen: Der NASDAQ Index erreichte Donnerstag intraday ein neues Allzeithoch, und auch der S&P500 (Future) war Freitag Morgen nur noch rund 7 % von seinem Allzeithoch entfernt. So wie der Börseneinbruch im Rekordtempo erfolgte, stellt auch das Tempo dieser Kurserholung Rekorde auf - nicht zuletzt wohl auch angesichts der beispiellos expansiven Geld- und Fiskalpolitik. Insofern wird die US-Notenbanksitzung am Mittwoch relevant – wir erwarten allerdings keine größeren Überraschungen. Keine relevanten Marktauswirkungen erwarten wir von den Protesten in den USA – wie zahlreiche vergangene Beispiele nahelegen ist selbst nur ein kurzfristiger Effekt auf (US-)Börsen) kaum feststellbar.
Erfreulich: Während in der Frühphase die Erholung von Technologie (und Healthcare) dominiert war, die recht gut durch die Rezession gekommen waren (dementsprechend die deutlich schnellere Erholung der US-Börsen, die von einigen großen Technologietiteln dominiert sind), haben zuletzt die konjunktursensitiven (zyklischen) Sektoren begonnen aufzuholen. Entsprechend konnte vergangene Woche Europa die USA outperformen. Wie in unseren Publikationen zuletzt öfter angesprochen, haben insbesondere die zyklischen Sektoren (und die von ihnen dominierten Börsen in Europa und EM) noch einiges Aufholpotenzial – diese Entwicklung hat inzwischen offensichtlich begonnen.
Unsere Kursziele für September sind mit der jüngsten Rallye für praktisch alle Aktienindizes bereits erreicht/leicht überschritten. Das ist für sich allein noch kein Grund negativ zu werden - nachdem bei den US-Indizes (konkret: beim Tech do- minierten NASDAQ & S&P500) die Niveaus von vor der Krise weitgehend wieder erreicht sind, ist aber der leichteste und rascheste Teil der Aufholbewegung dort inzwischen wohl großteils erreicht. Der nächste Teil der Kursentwicklung (obwohl im Trend immer noch nach oben gerichtet) dürfte deutlich flacher, zäher, und von mehr Korrekturen unterbrochen verlaufen. Wir nehmen unsere Empfehlung für NASDAQ und S&P500 auf Sicht 3-6 Monate deshalb von Kauf auf Halten zurück. Für die übrigen Börsen bleiben wir angesichts des immer noch großen Aufholpotenzials bei den zyklischen Sektoren noch auf Kauf – wissend, dass es nach dem steilen Kursanstieg jederzeit zu einer kfr. Korrektur kommen kann, die vorübergehend alle Börsen betreffen würde. Angesichts des sich weiter verbessernden Konjunkturausblicks, massiver Liquiditätsflut und nicht zuletzt hohen Investitionsbedarfs (Cashquoten der institutionellen Investoren sind nach wie vor überdurchschnittlich hoch, für viele kam der Anstieg zu rasch, um auseichend Aktienquote aufzustocken, entsprechend dürften Korrekturen rasch als Kaufgelegenheit wahrgenommen werden) wären solche Korrekturen aber aus unserer Sicht rasch wieder aufgeholt.
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Aktien auf dem Radar:Telekom Austria, AT&S, Flughafen Wien, Amag, CPI Europe AG, voestalpine, Oberbank AG Stamm, Verbund, OMV, CA Immo, Zumtobel, Polytec Group, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Allianz, Rheinmetall, Continental, Porsche Automobil Holding, Fresenius Medical Care, Fresenius, Zalando, Deutsche Boerse, Brenntag, adidas, Commerzbank, Infineon, MTU Aero Engines, SAP.
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07.06.2020, 3482 Zeichen
07.06.2020
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Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Die vergangene Woche brachte neuerlich eine beeindruckende Aufholjagd an den Börsen: Der NASDAQ Index erreichte Donnerstag intraday ein neues Allzeithoch, und auch der S&P500 (Future) war Freitag Morgen nur noch rund 7 % von seinem Allzeithoch entfernt. So wie der Börseneinbruch im Rekordtempo erfolgte, stellt auch das Tempo dieser Kurserholung Rekorde auf - nicht zuletzt wohl auch angesichts der beispiellos expansiven Geld- und Fiskalpolitik. Insofern wird die US-Notenbanksitzung am Mittwoch relevant – wir erwarten allerdings keine größeren Überraschungen. Keine relevanten Marktauswirkungen erwarten wir von den Protesten in den USA – wie zahlreiche vergangene Beispiele nahelegen ist selbst nur ein kurzfristiger Effekt auf (US-)Börsen) kaum feststellbar.
Erfreulich: Während in der Frühphase die Erholung von Technologie (und Healthcare) dominiert war, die recht gut durch die Rezession gekommen waren (dementsprechend die deutlich schnellere Erholung der US-Börsen, die von einigen großen Technologietiteln dominiert sind), haben zuletzt die konjunktursensitiven (zyklischen) Sektoren begonnen aufzuholen. Entsprechend konnte vergangene Woche Europa die USA outperformen. Wie in unseren Publikationen zuletzt öfter angesprochen, haben insbesondere die zyklischen Sektoren (und die von ihnen dominierten Börsen in Europa und EM) noch einiges Aufholpotenzial – diese Entwicklung hat inzwischen offensichtlich begonnen.
Unsere Kursziele für September sind mit der jüngsten Rallye für praktisch alle Aktienindizes bereits erreicht/leicht überschritten. Das ist für sich allein noch kein Grund negativ zu werden - nachdem bei den US-Indizes (konkret: beim Tech do- minierten NASDAQ & S&P500) die Niveaus von vor der Krise weitgehend wieder erreicht sind, ist aber der leichteste und rascheste Teil der Aufholbewegung dort inzwischen wohl großteils erreicht. Der nächste Teil der Kursentwicklung (obwohl im Trend immer noch nach oben gerichtet) dürfte deutlich flacher, zäher, und von mehr Korrekturen unterbrochen verlaufen. Wir nehmen unsere Empfehlung für NASDAQ und S&P500 auf Sicht 3-6 Monate deshalb von Kauf auf Halten zurück. Für die übrigen Börsen bleiben wir angesichts des immer noch großen Aufholpotenzials bei den zyklischen Sektoren noch auf Kauf – wissend, dass es nach dem steilen Kursanstieg jederzeit zu einer kfr. Korrektur kommen kann, die vorübergehend alle Börsen betreffen würde. Angesichts des sich weiter verbessernden Konjunkturausblicks, massiver Liquiditätsflut und nicht zuletzt hohen Investitionsbedarfs (Cashquoten der institutionellen Investoren sind nach wie vor überdurchschnittlich hoch, für viele kam der Anstieg zu rasch, um auseichend Aktienquote aufzustocken, entsprechend dürften Korrekturen rasch als Kaufgelegenheit wahrgenommen werden) wären solche Korrekturen aber aus unserer Sicht rasch wieder aufgeholt.
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