31.10.2018, 2089 Zeichen
Der heimische Aluminiumkonzern Amag hat Neunmonats-Zahlen präsentiert. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich verglichen mit den ersten drei Quartalen
des Vorjahres insbesondere aufgrund des gestiegenen Aluminiumpreises um 4 Prozent auf 825,0 Mio. Euro. Das EBITDA liegt mit 120,1 Mio. Euro aufgrund höherer Rohstoffkosten und Vorlaufkosten für die Standorterweiterung unter dem Vorjahreswert von 129,0 Mio. Euro, so das Unternehmen. Helmut Wieser, Vorstandsvorsitzender der Amag: "Wir konnten beim anspruchsvollen Hochlauf unseres neuen Werks weitere Erfolge erzielen. Während wir im ersten Halbjahr 2018 die Absatzmenge im Segment Walzen nur leicht steigern konnten, gewinnt der Hochlauf zunehmend an Dynamik. Im 3. Quartal 2018 erzielten wir ein
Absatzplus von 7 %." Das EBIT lag im Betrachtungszeitraum bei 60,0 Mio. Euro nach 72,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug in den ersten drei Quartalen 43,4 Mio. Euro nach 48,6 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Produktionskürzung der weltweit größten Tonerde-Raffinerie in Brasilien und die US-Sanktionen gegen Russland ließen den Preis für Tonerde durchschnittlich um rund 50 % im Vergleich zum Vorjahr ansteigen, was das Ergebnis im Segment Metall in den ersten drei Quartalen wesentlich belastete, erklärt das Unternehmen. Ein Großteil konnte durch das höhere Aluminiumpreisniveau und die gute Performance im Segment Gießen ausgeglichen werden. Das Segment Walzen profitierte von der höheren Absatzmenge und konnte einen Teil der höheren Vorlaufkosten für das neue Werk ebenso wettmachen. Der Effekt aus den US-Importzöllen wurde weitestgehend durch höhere Verkaufspreise ausgeglichen.
Ausblick 2018:
Das Marktumfeld wird neben den US-Importzöllen und den zunehmenden Handelskonflikten von weiteren Sonderthemen merklich beeinflusst, so das Unternehmen im Ausblick. Ein EBITDA am unteren Ende der im August kommunizierten Bandbreite von 150 bis 170 Mio. EUR bleibt damit weiterhin realistisch. Ein Ausblick für
das Folgejahr ist aktuell noch verfrüht. Das Geschäftsjahr 2019 wird wesentlich von der Entwicklung der oben genannten Sonderthemen abhängen.
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