08.08.2018, 6105 Zeichen
Hier eine kompakte Zusammenfassung zu den heutigen Zahlen, News und Unternehmensanalysen:
Der Umsatz der voestalpine stieg im 1. Quartal um 6,7 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 3,47 Mrd. Euro. Ausschlaggebend dafür war vor allem die gute Nachfrage aus der Automobilindustrie, wie das Unternehmen betont. Das Ergebnis blieb stabil, der Überschuss nach Steuern lag bei 294,3 Mio. Euro (plus 0,6 Prozent). So soll es auch im Gesamtjahr bleiben, für das das Management ein EBITDA und EBIT „in etwa auf Vorjahresniveau“ erwartet. Die Analysten der Baader Bank bestätigen nach diesen Zahlen die Hold-Empfehlung für die voestalpine und das Kursziel von 52,00 Euro. Die Zahlen seien nahezu im Einklang mit den Erwartungen mit einem etwas vorsichtigeren Grundton, kommentieren die Analysten. Ihr Fazit: Sie bestätigen das Halten-Rating, da das Ergebnisniveau des letzten Jahres schwieriger zu erreichen scheint. Die Rohstoffpreise fielen, der Aufwärtstrend der Stahlpreise kam zum Erliegen, und die Nachfragesituation in einigen Kundenindustrien wird als vorsichtiger eingestuft, erläutern die Baader-Experten.
Der Faserhersteller Lenzing hat im 1. Halbjahr weniger verdient als in der Vorjahresperiode. Das EBIT ging um 37 Prozent auf 128,7 Mio. Euro zurück, das Periodenergebnis lag mit 91,3 Mio. Euro um 39,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz ging um 6,4 Prozent auf 1,075 Mrd. Euro zurück und wird vor allem mit Währungseffekten begründet. Darüber hinaus hätten sich starke Preisschwankungen bei Standardviscose und Preissteigerungen bei Schlüsselrohstoffen ungünstig ausgewirkt. Seitens des Unternehmens wird betont, dass man mit der bisherigen Ergebnisentwicklung durchaus zufrieden sei, aber das Ergebnis werde im Gesamtjahr unter den „ ervorragenden letzten zwei Jahren" zu liegen kommen. Und auch hier gibt es schon eine Einschätzung der Baader Helvea-Analysten - sie bleiben nach den vorgelegten Zahlen bei Lenzing auf Buy mit Kursziel 138,00 Euro. Insgesamt habe Lenzing solide Ergebnisse vorgelegt, die die Widerstandsfähigkeit der Spezialfasern belegen würden, so die Analysten. Es sei wichtig hervorzuheben, dass die Visibilität für Standardviskosepreise immer noch unklar sei. Da der Hochlauf des 25kt Tencel Debottlenecking-Projekts noch andauert, erwarten die Analysten eine Erholung von den Preisen für Natronlauge und FX in den nächsten zwei Quartalen. Mit Spezialfasern, die mehr als 44% der Lenzing-Oberlinie und ~ 70% des Gewinns ausmachen (Baader Helvea-Schätzung), halten die Baader-Analysten die Bewertung von Lenzing weiterhin für gering und bestätigen ihr Buy-Rating.
Bei Polytec spürt man Gegenwind durch das angekündigte Dieselfahrverbot, das zu geringeren Abrufen bei Produkten für Diesel-PKW führt. Der Konzernumsatz der Polytec Group reduzierte sich im 1. Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahresniveau um 5,6 Prozent auf 328,7 Mio. Euro. Das Konzernergebnis reduzierte sich von 22,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf nunmehr 16,6 Mio. Euro. Der bereits reduzierte Ausblick wurde nun bestätigt (Umsatz 650 Mio. Euro, EBIT 45 Mio. Euro). Die Baader Bank-Analysten zeigen sich positive gestimmt: Sie bleiben nach Zahlen vorerst bei ihrer Hold-Empfehlung und dem Kursziel von 14,00 Euro für Polytec, stufen das aktuelle Aktienniveau aber als durchaus attraktiv ein. Während der 2Q18-Telefonkonferenz habe CFO Haidenek weitere Unsicherheiten für den Rest des Jahres 2018 betont, äußerte aber auch Zuversicht über eine deutlich günstigere Geschäftsentwicklung im Jahr 2019. Aufgrund der Einstellung der WLTP-Effekte und mehrerer Projektstarts werde Polytec auch unter Berücksichtigung von Projektfortschritten wieder wachsen, heisst es. Darüber hinaus sei es sehr wahrscheinlich, dass sich der Gegenwind aus dem massiven Anstieg der Rohstoffpreise zumindest teilweise wieder umkehren wird.
Fazit der Analysten: Nach der zuletzt dramatischen Aktienkursabwertung erscheint Polytec erneut attraktiv - insbesondere unter Berücksichtigung guter mittelfristiger Wachstumschancen und der wahrscheinlichen Rückkehr zu EBIT-Margen von 8 Prozent oder mehr. Das kurzfristige Aufwärtspotenzial könnte jedoch aufgrund der derzeitigen Unsicherheiten im Geschäft mit der Automobilindustrie (d. H. WLTP) und der anhaltenden negativen Auswirkungen der stark gestiegenen Materialkosten begrenzt sein. Für den Rest des Jahres 2018 besteht das Risiko von schwachen 3Q18-Werten und insgesamt geringer Transparenz. Die Baader Bank-Analysten halten daher vorerst an ihrer Hold-Empfehlung für Polytec fest. Für Anleger mit einem längerfristigen Anlagehorizont könnte es sich jedoch lohnen, nun wieder eine Investition in Erwägung zu ziehen, meinen die Experten.
Auch Atrium hat Halbjahres-Zahlen präsentiert: Die Gesamt-Nettomieterlöse betrugen 91,8 Mio. Euro (vs. 95,5 Mio.) was auf einen Rückgang von Erlösen in Höhe von 3,5 Mio. Euro, verursacht durch Veräußerungen von Vermögenswerten sowie einem aufgrund von Neuentwicklungsmaßnahmen vorübergehenden Ertragsrückgang von 2,5 Mio. Euro, zurückzuführen ist. DAs EBITDA blieb mit 80,9 Mio. Euro beinahe stabil, der Net Asset Value nach EPRA je Aktie betrug 5,13 Euro (gegenüber EUR 5,24 zum Jahresende 2017), wobei die Reduktion von 2,1 Prozent die im März gezahlte Sonderdividende von 0,14 wiederspiegelt, so das Unternehmen. Nach Vorlage von Zahlen bestätigen die Baader-Analysten vorerst auch das Hold-Rating für Atrium. Die Halbjahres-Zahlen hätten keine größeren Überraschungen gebracht. Der FFO lag bei 59 Mio. Euro, was einem Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Nettomieteinnahmen gingen aufgrund der Veräußerungen der ungarischen und rumänischen Vermögenswerte ebenfalls um 4 Prozent zurück. Die Analysten bleiben bei ihrer Ansicht, dass Atrium weiterhin eine gute Dividendenrendite bieten wird, aber mit begrenzten Möglichkeiten, in den nächsten Jahren ein bedeutendes Wachstum zu zeigen, wie es heisst.
Und noch ein Research-Update: Die Analysten von Macquarie senken für den Verbund das Rating von Outperform auf Neutral, das Kursziel wird von 30,0 auf 33,0 Euro angehoben.
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