17.01.2018
Zugemailt von / gefunden bei: DNCA (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Ein Kommentar von Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher von DNCA, einer Tochtergesellschaft von Natixis Investment Managers: In dieser Woche schlug das Global Warming, mit dem uns das Wirtschaftswachstum in letzter Zeit erfreute, in ein Global Warning bei den Zinsen um. In ihren Stellungnahmen und Ankündigungen haben Notenbanken innerhalb einer Woche gleich zweimal verbal das Ende ihrer lockeren Geldpolitik eingeleitet.
Zunächst war es die Bank of Japan, die einräumte, ihre Anleihekäufe am langen Ende der Zinskurve einstellen zu wollen. Dies ließ den Yen prompt aufwerten und löste möglicherweise zugleich das Ende der ‚Eiszeit‘ aus, in der Anleihen im Land der aufgehenden Sonne nun schon lange gefangen sind. Kurz darauf verlautete es seitens der EZB, dass sie aufgrund der unleugbaren wirtschaftlichen Aufhellung eine Änderung ihres Leitzinsausblicks ins Auge fasse. Auch hier reagierte der Euro mit einer Aufwertung gegenüber dem Dollar. Nachdem das Zinsniveau lange Zeit von der wirtschaftlichen Realität abgekoppelt war, muss nun eine Anpassung erfolgen.
In den Vereinigten Staaten erreichen die Zinsen auf Papiere mit zweijähriger Laufzeit bereits in etwa die Nettorendite auf Aktien des S&P 500 , während in Europa die Nettorendite des DJ Stoxx 600 bei 3,4 % liegt, zweijährige Bundesanleihen jedoch ein Verlustgeschäft sind. Diese Schwäche bei den Anleiherenditen wird von Emittenten als Chance gesehen, von dieser Ausnahmesituation zu profitieren. So haben jüngst zwei Konzerne des Energiesektors Anleihen mit rekordverdächtig niedrigen Zinsen begeben. Engie stellte mit einer unbefristeten Hybridanleihe, die der französische Versorgungsriese mit mickrigen 1,5 % verzinst, denn auch den Weltrekord auf.
Kurz darauf legte die italienische Enel eine grüne Anleihe („Green Bond“) mit einem Kupon von 1,23 % bei einer achtjährigen Laufzeit auf. Diese Vergütungsniveaus sind umso verblüffender, als die beiden Aktien über ihre Dividende eine durchschnittliche Nettorendite von rund 5 % abwerfen.
Die für 2018 zu erwartende Finanzlandschaft nimmt also allmählich Kontur an. Falls das Wachstum weiter an Fahrt gewinnt (und die Inflation anzieht), müssen auch die Anleiherenditen steigen.
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Aktien auf dem Radar:Telekom Austria, Flughafen Wien, AT&S, Amag, CPI Europe AG, voestalpine, Wienerberger, Porr, Frequentis, Rosgix, DO&CO, Erste Group, Uniqa, Palfinger, Verbund, FACC, Kapsch TrafficCom, Linz Textil Holding, Marinomed Biotech, Rath AG, SBO, Wolftank-Adisa, Zumtobel, Polytec Group, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, EuroTeleSites AG, Österreichische Post.
(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)194752
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BKS
Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.
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17.01.2018
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Ein Kommentar von Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher von DNCA, einer Tochtergesellschaft von Natixis Investment Managers: In dieser Woche schlug das Global Warming, mit dem uns das Wirtschaftswachstum in letzter Zeit erfreute, in ein Global Warning bei den Zinsen um. In ihren Stellungnahmen und Ankündigungen haben Notenbanken innerhalb einer Woche gleich zweimal verbal das Ende ihrer lockeren Geldpolitik eingeleitet.
Zunächst war es die Bank of Japan, die einräumte, ihre Anleihekäufe am langen Ende der Zinskurve einstellen zu wollen. Dies ließ den Yen prompt aufwerten und löste möglicherweise zugleich das Ende der ‚Eiszeit‘ aus, in der Anleihen im Land der aufgehenden Sonne nun schon lange gefangen sind. Kurz darauf verlautete es seitens der EZB, dass sie aufgrund der unleugbaren wirtschaftlichen Aufhellung eine Änderung ihres Leitzinsausblicks ins Auge fasse. Auch hier reagierte der Euro mit einer Aufwertung gegenüber dem Dollar. Nachdem das Zinsniveau lange Zeit von der wirtschaftlichen Realität abgekoppelt war, muss nun eine Anpassung erfolgen.
In den Vereinigten Staaten erreichen die Zinsen auf Papiere mit zweijähriger Laufzeit bereits in etwa die Nettorendite auf Aktien des S&P 500 , während in Europa die Nettorendite des DJ Stoxx 600 bei 3,4 % liegt, zweijährige Bundesanleihen jedoch ein Verlustgeschäft sind. Diese Schwäche bei den Anleiherenditen wird von Emittenten als Chance gesehen, von dieser Ausnahmesituation zu profitieren. So haben jüngst zwei Konzerne des Energiesektors Anleihen mit rekordverdächtig niedrigen Zinsen begeben. Engie stellte mit einer unbefristeten Hybridanleihe, die der französische Versorgungsriese mit mickrigen 1,5 % verzinst, denn auch den Weltrekord auf.
Kurz darauf legte die italienische Enel eine grüne Anleihe („Green Bond“) mit einem Kupon von 1,23 % bei einer achtjährigen Laufzeit auf. Diese Vergütungsniveaus sind umso verblüffender, als die beiden Aktien über ihre Dividende eine durchschnittliche Nettorendite von rund 5 % abwerfen.
Die für 2018 zu erwartende Finanzlandschaft nimmt also allmählich Kontur an. Falls das Wachstum weiter an Fahrt gewinnt (und die Inflation anzieht), müssen auch die Anleiherenditen steigen.
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