19.11.2017
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Zuletzt befanden sich die internationalen Aktienmärkte im Konsolidierungsmodus, wobei insbesondere der Energiesektor unter dem Rücksetzer beim Ölpreis litt (hier senkte die Energieagentur IEA ihre Prognose für das Nachfragewachstum). Aber auch die europäischen Indizes präsentierten sich unterdurchschnittlich. Einerseits mangelte es an positiven Katalysatoren, da lediglich Wirtschaftsdaten aus der zweiten Reihe zur Veröffentlichung anstanden und andererseits ist die Berichtssaison zum dritten Quartal so gut wie abgehakt. Solcherart bot dann das Hickhack im Hinblick auf die angekündigte Steuerreform für so manchen Marktteilnehmer einen guten Grund erstmal Gewinne mitzunehmen bzw. die seit Jahresbeginn teilweise beträchtliche Performance „einzusperren“. In der Causa Prima steht als nächste Hürde die Abstimmung im Senat an (nach Thanksgiving). Selbst wenn es hier eine schnelle Zustimmung gibt, wovon wir nicht ausgehen, so wird sich das Vorhaben aufgrund der unterschiedlichen Vorschläge des Repräsentantenhauses und des Senats als zähes Ringen um einen Kompromiss erweisen, der sich durchaus ins erste Quartal ziehen dürfte. Solcherart könnte die Thematik in Kombination mit einem möglichen „Government Shutdown“ (hier gab es zuletzt wenig Neues) für turbulentere Wochen an den Aktienbörsen sorgen. Letztendlich gehen wir aber doch von einer Umsetzung der Steuerreform aus. Im Vorfeld einer sich abzeichnenden Einigung dürfte dann der Schalter schnell wieder auf Optimismus umspringen, zumal ein niedrigerer Steuersatz die Nettogewinne nachhaltig anheben und eine Sondersteuer auf repatriiertes Cash wohl zu einem Anspringen bei Aktienrückkaufprogrammen und in der M&A-Aktivität führen wird. Deshalb belassen wir unsere Empfehlung vorerst auf „Kauf“.
Wenn in Punkto Steuerreform dann alles in trockenen Tüchern ist, könnte aber durchaus ein größerer „Durchschnaufer“ an den Aktienmärkten anstehen. Dafür sprechen das von uns für 2018 erwartete Anziehen der Inflationsraten, die jüngst bemerkbare Underperformance von High Yield-Anleihen und die sich zunehmend verdichtenden Anzeichen von Euphorie an den globalen Finanzmärkten. So weist eine von uns beobachtete Stimmungsumfrage unter Investmentberatern den höchsten Saldo von Bullen zu Bären seit Anfang 1987(!) aus. Zudem förderte eine Erhebung unter institutionellen Investoren zuletzt zu Tage, dass Hedge Fonds so stark netto long in Aktien sind, wie zuletzt vor 11 Jahren. Auch die Goldgräberstimmung im Kryptowährungsbereich und die Rekordauktion des Da-Vinci-Gemälde (Ausrufpreis USD 100 Mio., verkauft für USD 450 Mio.) signalisieren ein „Heißlaufen“ des Sentiments.
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Aktien auf dem Radar:EuroTeleSites AG, RHI Magnesita, Flughafen Wien, Austriacard Holdings AG, Addiko Bank, Zumtobel, FACC, Pierer Mobility, Andritz, CA Immo, Lenzing, Mayr-Melnhof, OMV, UBM, SBO, Wiener Privatbank, Frequentis, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, Amag, EVN, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Verbund.
(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)190297
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Strabag
Strabag SE ist ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen. Das Angebot umfasst sämtliche Bereiche der Bauindustrie und deckt die gesamte Bauwertschöpfungskette ab. Durch das Engagement der knapp 72.000 MitarbeiterInnen erwirtschaftet das Unternehmen jährlich eine Leistung von rund 14 Mrd. Euro (Stand 06/17).
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19.11.2017, 3247 Zeichen
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Zuletzt befanden sich die internationalen Aktienmärkte im Konsolidierungsmodus, wobei insbesondere der Energiesektor unter dem Rücksetzer beim Ölpreis litt (hier senkte die Energieagentur IEA ihre Prognose für das Nachfragewachstum). Aber auch die europäischen Indizes präsentierten sich unterdurchschnittlich. Einerseits mangelte es an positiven Katalysatoren, da lediglich Wirtschaftsdaten aus der zweiten Reihe zur Veröffentlichung anstanden und andererseits ist die Berichtssaison zum dritten Quartal so gut wie abgehakt. Solcherart bot dann das Hickhack im Hinblick auf die angekündigte Steuerreform für so manchen Marktteilnehmer einen guten Grund erstmal Gewinne mitzunehmen bzw. die seit Jahresbeginn teilweise beträchtliche Performance „einzusperren“. In der Causa Prima steht als nächste Hürde die Abstimmung im Senat an (nach Thanksgiving). Selbst wenn es hier eine schnelle Zustimmung gibt, wovon wir nicht ausgehen, so wird sich das Vorhaben aufgrund der unterschiedlichen Vorschläge des Repräsentantenhauses und des Senats als zähes Ringen um einen Kompromiss erweisen, der sich durchaus ins erste Quartal ziehen dürfte. Solcherart könnte die Thematik in Kombination mit einem möglichen „Government Shutdown“ (hier gab es zuletzt wenig Neues) für turbulentere Wochen an den Aktienbörsen sorgen. Letztendlich gehen wir aber doch von einer Umsetzung der Steuerreform aus. Im Vorfeld einer sich abzeichnenden Einigung dürfte dann der Schalter schnell wieder auf Optimismus umspringen, zumal ein niedrigerer Steuersatz die Nettogewinne nachhaltig anheben und eine Sondersteuer auf repatriiertes Cash wohl zu einem Anspringen bei Aktienrückkaufprogrammen und in der M&A-Aktivität führen wird. Deshalb belassen wir unsere Empfehlung vorerst auf „Kauf“.
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