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Inbox: Pimco mahnt zum ABC der Vorsicht


04.10.2017

Zugemailt von / gefunden bei: Pimco (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

Ein synchrones weltweites Wachstum, lockere Finanzbedingungen und eine sehr niedrige wirtschaftliche und Finanzmarktvolatilität verleiten leicht zu Selbstzufriedenheit. Das letzte Mal, als es eine ähnliche Kombination gab, war 2006 – und damals ging es nicht gut aus. Wenn das makroökonomische Umfeld nicht besser sein könnte und die Bewertungen hoch sind, ist es jedoch damals wie heute an der Zeit, den Fokus auf Vorsicht, Kapitalerhalt und diversifizierte Carry-Quellen abseits überlaufener Engagements zu legen.

Konjunkturaussichten

Unser wirtschaftliches Basisszenario für 2018 geht aus von einer Fortsetzung des synchronen und globalen BIP-Wachstums mit einer stetigen Rate von 3%, geringen Rezessionsrisiken auf kurze Sicht, einem nur moderaten Anziehen der zugrunde liegenden Inflation in den Industrieländern, leicht unterstützenden Finanzpolitiken und einer nur allmählichen  Rücknahme der geldpolitischen Lockerung.

Zudem scheinen die politischen Risiken infolge nationalistischer/ populistischer Bewegungen vorerst gesunken zu sein, insbesondere in Europa, was zum Teil auf ein besseres Wirtschaftswachstum zurückzuführen ist.

Das ABC der Vorsicht

Sobald man jedoch die zugrunde liegenden Risiken und Unsicherheiten hinter der glatten makroökonomischen Oberfläche betrachtet, lassen sich einige Probleme erkennen, die sogar über einen kurzfristigen zyklischen Horizont auftreten und die unheimliche Ruhe an den Finanzmärkten stören könnten.

Abgesehen von der offensichtlichen geopolitischen Bedrohung aus Nordkorea sind als drei wichtigste makroökonomische Unsicherheiten – „das ABC der Vorsicht“ – das zunehmende Alter der US-Expansionsphase, das bevorstehende Ende der Bilanzausweitung der Zentralbanken sowie der politische und wirtschaftliche Kurs Chinas nach dem Parteitag zu nennen. 

Anlagekonsequenzen

In einem Umfeld, in dem das makroökonomische Klima nicht besser sein könnte und die Bewertungen hoch sind, werden wir den Schwerpunkt auf den Kapitalerhalt in unseren Portfolios legen.

Wir halten es für sinnvoll, den Schwerpunkt auf die Liquidität des Portfolios zu legen, weniger liquide Positionen im Regelfall zu vermeiden und uns auf die Bottom-up-Gelegenheiten zu konzentrieren, bei denen wir für das Risiko auch wirklich entlohnt werden.

Mehrrenditen lassen sich aus einer Übergewichtung in einer Reihe von Positionen anstreben, dazu zählen etwa:

  • Insgesamt verkürzte Duration und reduzierte Zinsänderungsrisiken
  • Präferenz für Anlagen im US-Dollar-Raum gegenüber Euro-Anleihen
  • US- Hypothekenanleihen und weitere qualitativ hochwertige strukturierte Anleihen
  • Anlagen in ausgewählten Unternehmensanleihen
  • Lokalwährungsanleihen und Hartwährungsanleihen von Schwellenländern
  • Ein Korb aus hochverzinslichen Schwellenländer-Währungen 

Anleihen der Euro-Peripherieländer bieten auf Grund der gesunkenen Renditeaufschläge kaum attraktive Konditionen.

Wir erwarten, dass sich die Märkte mehr oder weniger in einer engen Bandbreite bewegen werden, jedoch bleiben wir vorsichtig achten wir auf mögliche erste Anzeichen eines breit angelegten Renditeanstiegs.

Vorsicht, Achtung, Caution, Warnung (Bild: Pixabay/Gaertringen https://pixabay.com/de/vorsicht-anmelden-sicherheit-454360/ )



Aktien auf dem Radar:AT&S, Lenzing, Strabag, Semperit, EuroTeleSites AG, Bajaj Mobility AG, FACC, VIG, Bawag, Uniqa, OMV, Rosgix, Mayr-Melnhof, Palfinger, Wienerberger, Zumtobel, Rosenbauer, Polytec Group, Gurktaler AG Stamm, BTV AG, BKS Bank Stamm, Amag, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Infineon, IBM, Symrise, Fresenius Medical Care, RWE, BMW.

(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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