21.07.2017
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
An den internationalen Aktienmärkten waren zuletzt interessante Bewegungen zu beobachten, welche aus unserer Sicht vor allem auf die US-Dollar-Schwäche/ Euro-Stärke zurückzuführen sind. So markierten der Dow Jones Industrials und der S&P 500 laufend neue Allzeithöchststände. Und auch die zuvor gescholtenen Internet-Titel kletterten wieder in Sphären, wo sie vor einem Monat noch von zahl- reichen Marktteilnehmern als zu hoch bewertet angesehen wurden. Die Eurozone- Aktienbenchmarks blieben hingegen aufgrund der starken Gemeinschaftswährung deutlich zurück. So notiert beispielsweise der exportlastige DAX aktuell rund 4 % unter seinem Jahreshoch. Bei den aktuellen EUR/USD-Ständen ist aber klar, dass der lange Zeit positive Währungseffekt auf die Ergebnisse der Eurozone-Unternehmen sich nunmehr ins Gegenteil umkehrt. Erste Anzeichen dafür sehen wir in den Gewinn- revisionen, welche für den MSCI Europa zuletzt das erste Mal seit acht Monaten negativ ausfielen, wohingegen in den USA und Japan die Schätzungen für die kom- menden 12 Monate mehrheitlich nach oben genommen wurden. Dennoch trauen wir den europäischen Unternehmen eine passable Berichtssaison zu, schließlich läuft die Konjunktur sehr gut. Des Weiteren sind die Refinanzierungskosten niedrig und es ist kaum Lohndruck zu verspüren. Mehrheitlich positive Überraschungen erwarten wir ebenso im Zuge der US-Berichtssaison, welche nun auf den Höhepunkt zusteuert. Auf aggregierter Ebene wird für die im S&P 500 notierten Unternehmen aktuell von Analysten im Konsens ein Gewinnanstieg von 7,3 % erwartet. Das sollte komfortabel übertroffen werden. Während aus den Unternehmensberichten in den kommenden Wochen daher also eher Rückenwind zu erwarten ist, so macht sich in Punkto US-Politik einmal mehr Ernüchterung breit. Insbesondere die Unternehmens- steuerreform dürfte dann doch nicht so „phänomenal“ ausfallen wie in Aussicht gestellt. Saisonale Gründe, die (teils) erhöhten Bewertungen und in ihrer Geldpolitik restriktiver werdende Notenbanken (auch wenn die EZB hier zuletzt weiter auf Zeit spielte) lassen uns weiterhin ein temporäres Gewitter an den internationalen Aktien- märkten in den Spätsommermonaten erwarten.
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Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Bajaj Mobility AG, EuroTeleSites AG, Amag, UBM, FACC, OMV, Verbund, Porr, Rosgix, EVN, AT&S, Rosenbauer, voestalpine, Wienerberger, Wolford, Wolftank-Adisa, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria, RHI Magnesita, DAX, Siemens, HeidelbergCement, MTU Aero Engines, Henkel, Fresenius Medical Care.
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BNP Paribas
BNP Paribas ist eine führende europäische Bank mit internationaler Reichweite. Sie ist mit mehr als 190.000 Mitarbeitern in 74 Ländern vertreten, davon über 146.000 in Europa. BNP Paribas ist in vielen Bereichen Marktführer oder besetzt Schlüsselpositionen am Markt und gehört weltweit zu den kapitalstärksten Banken.
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An den internationalen Aktienmärkten waren zuletzt interessante Bewegungen zu beobachten, welche aus unserer Sicht vor allem auf die US-Dollar-Schwäche/ Euro-Stärke zurückzuführen sind. So markierten der Dow Jones Industrials und der S&P 500 laufend neue Allzeithöchststände. Und auch die zuvor gescholtenen Internet-Titel kletterten wieder in Sphären, wo sie vor einem Monat noch von zahl- reichen Marktteilnehmern als zu hoch bewertet angesehen wurden. Die Eurozone- Aktienbenchmarks blieben hingegen aufgrund der starken Gemeinschaftswährung deutlich zurück. So notiert beispielsweise der exportlastige DAX aktuell rund 4 % unter seinem Jahreshoch. Bei den aktuellen EUR/USD-Ständen ist aber klar, dass der lange Zeit positive Währungseffekt auf die Ergebnisse der Eurozone-Unternehmen sich nunmehr ins Gegenteil umkehrt. Erste Anzeichen dafür sehen wir in den Gewinn- revisionen, welche für den MSCI Europa zuletzt das erste Mal seit acht Monaten negativ ausfielen, wohingegen in den USA und Japan die Schätzungen für die kom- menden 12 Monate mehrheitlich nach oben genommen wurden. Dennoch trauen wir den europäischen Unternehmen eine passable Berichtssaison zu, schließlich läuft die Konjunktur sehr gut. Des Weiteren sind die Refinanzierungskosten niedrig und es ist kaum Lohndruck zu verspüren. Mehrheitlich positive Überraschungen erwarten wir ebenso im Zuge der US-Berichtssaison, welche nun auf den Höhepunkt zusteuert. Auf aggregierter Ebene wird für die im S&P 500 notierten Unternehmen aktuell von Analysten im Konsens ein Gewinnanstieg von 7,3 % erwartet. Das sollte komfortabel übertroffen werden. Während aus den Unternehmensberichten in den kommenden Wochen daher also eher Rückenwind zu erwarten ist, so macht sich in Punkto US-Politik einmal mehr Ernüchterung breit. Insbesondere die Unternehmens- steuerreform dürfte dann doch nicht so „phänomenal“ ausfallen wie in Aussicht gestellt. Saisonale Gründe, die (teils) erhöhten Bewertungen und in ihrer Geldpolitik restriktiver werdende Notenbanken (auch wenn die EZB hier zuletzt weiter auf Zeit spielte) lassen uns weiterhin ein temporäres Gewitter an den internationalen Aktien- märkten in den Spätsommermonaten erwarten.
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BNP Paribas
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