12.09.2013, 1482 Zeichen
Die US Notenbank wird möglicherweise bei ihrer Sitzung Mitte September einen schrittweisen Ausstieg aus ihrem aktuellen Anleihekaufprogramm verkünden. Wie hoch die Drosselung ausfällt, und ob sie tatsächlich schon im September einsetzt, darüber wird derzeit unter Marktteilnehmern heftig diskutiert. Immer wieder hört man aber auch die Frage: warum ist das für den Markt denn so wichtig? Nun, die Bedeutung dieser Entscheidung der Fed ist tatsächlich nicht zu unterschätzen, denn immerhin stellt sie den ersten Schritt in Richtung Abkehr von der ultra-lockeren Geldpolitik dar. Und die ist seit der Lehman-Krise vor ziemlich genau fünf Jahren ununterbrochen in Kraft. Für viele Beobachter waren die Schwellenmärkte die ersten, die die Auswirkungen dieser möglichen Wende in der US Geldpolitik zu spüren bekamen. Viele Schwellenbörsen kamen in den letzten Monaten unter Druck, noch mehr hatten die entsprechenden Währungen zu leiden. Aber auch hier sollte man sich vor übertriebener Vereinfachung hüten. Immerhin reagieren nicht alle Schwellenmärkte auf eine mögliche Straffung der US Geldpolitik im selben Ausmaß. Obwohl es zuletzt Abstufungen bei den Wachstumsschätzungen z. B. in Indien und Indonesien gab, haben die Schwellenmärkte immer noch alle Trümpfe in punkto Wachstumsvorsprung in der Hand. Wenn die Fed also tatsächlich ihren graduellen Ausstieg aus dem Anleihenkaufprogramm verkündet, könnte das für die Märkte zumindest erhöhte Volatilität bedeuten.
( Monika Rosen)
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