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An die Manager-Doppel erinnere ich mich gerne zurück ... (auch ich habe einmal die CA-Trophy gewonnen)

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01.09.2012, 2978 Zeichen

Die vorige Happy Tennis-Ausgabe hatte das Doppel zum Schwerpunkt erkoren. Gut so, denn auch ich habe eigentlich immer gerne gedoppelt, auch wenn ich vom Stärken-Profil eher ein Singlespieler war (Sandplatzwühler). „Doppelweltmacht Österreich“ stand da stolz und völlig zu Recht auf Eurem Cover. Es ist ja auch wirklich beeindruckend, was Melzer, Peya, Marach, Knowle & Co. leisten. Zu denken gab mir der Gastkommentar von Claus Reschitzegger (ich kenne ihn recht gut, als Kommunikationschef der börsenotierten bet-at-home.com zählen ja auch Finanzmarktthemen zu seinem Job). Das Doppel sei in der Krise, schrieb Claus, Zuseher würden bei Doppelbewerben in den VIP-Bereich oder in die Aussteller-Zone flüchten. Auch das ist ein Aspekt.

Nun, ich habe diesen Doppelschwerpunkt zum Anlass genommen, für meine aktuelle Kolumne mit ehemaligen Doppelpartnern zu plaudern, so an die 15 sentimentale Talks werden es schon gewesen sein. Hintergrund ist, dass ich in den späten Neunziger Jahren regelmässig zu Managerdoppeln eingeladen war. Damals hatte ich schon längst nicht mehr Meisterschaft gespielt, aber dass ich ein recht guter Spieler war UND von Wirtschaftsthemen eine Ahnung hatte, brachte mir den Status des gern angerufenen Doppelpartners. Und es brachte mich damals vor allem beruflich weiter, denn neben dem Spass am schnellen Sport ging es eigentlich fast immer ums Geschäft. Und jetzt das Vermutete und - mit einem Sample von eben 15 Leuten - traurig Bestätigte: Die guten alten „Vorstands-Doppel“ sind so gut wie ausgestorben. Das liege zum einen daran, dass heutzutage weniger Zeit ist zB nachmittags mal zwischendurchauf den Tennisplatz zu gehen, andererseits daran, dass viele Verehrer dieser Idee heute auch schon in Pension sind. Und es kommt nicht viel nach. Es sei nicht so sehr der vielzitierte Golfplatz, der die Konkurrenz bildet. Nein, die jüngere Chef-Generation würde eher diversen Hedonistensportarten frönen, bzw. „nicht vereinbarungsintensivem“ wie Laufen, Klettern, Radfahren oder gleich Triathlon. Motto: Man ist schon sportlich, sportelt aber dann, wenn sich gerade zufällig ein berufliches Loch ergibt. Das dafür überall, auf Dienstreisen, in der Nacht oder ganz früh am Morgen. Doch in der Regel alleine. Das alles ist natürlich mit Klubleben schwer zu vereinbaren.
Eigentlich schade; es wäre schön, wenn die Top-Manager Tennis für sich zurückentdecken würden. Denn was ein Vorstand gerne tut, sponsert er vielleicht auch gerne. Früher gab es auch regelmässig Tennisturniere für Journalisten, ich habe da mehr als ein Jahr in solch einer Reihe mitgespielt, diese auch gewinnen können. Turnierveranstalter waren u.a. die Allianz, die P.S.K., die börsenotierte Sanochemia und viele mehr. Mein grösster Erfolg in dieser Hinsicht war der Gewinn der CA Trophy: 1999 konnte ich diese für mich entscheiden, wenngleich auch nur jene für Journalisten. Aber wer kann schon sagen, er hat die CA-Trophy gewonnen?

(Christian Drastil für Happy Tennis, Ausgabe 4/2012)



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    01.09.2012, 2978 Zeichen

    Die vorige Happy Tennis-Ausgabe hatte das Doppel zum Schwerpunkt erkoren. Gut so, denn auch ich habe eigentlich immer gerne gedoppelt, auch wenn ich vom Stärken-Profil eher ein Singlespieler war (Sandplatzwühler). „Doppelweltmacht Österreich“ stand da stolz und völlig zu Recht auf Eurem Cover. Es ist ja auch wirklich beeindruckend, was Melzer, Peya, Marach, Knowle & Co. leisten. Zu denken gab mir der Gastkommentar von Claus Reschitzegger (ich kenne ihn recht gut, als Kommunikationschef der börsenotierten bet-at-home.com zählen ja auch Finanzmarktthemen zu seinem Job). Das Doppel sei in der Krise, schrieb Claus, Zuseher würden bei Doppelbewerben in den VIP-Bereich oder in die Aussteller-Zone flüchten. Auch das ist ein Aspekt.

    Nun, ich habe diesen Doppelschwerpunkt zum Anlass genommen, für meine aktuelle Kolumne mit ehemaligen Doppelpartnern zu plaudern, so an die 15 sentimentale Talks werden es schon gewesen sein. Hintergrund ist, dass ich in den späten Neunziger Jahren regelmässig zu Managerdoppeln eingeladen war. Damals hatte ich schon längst nicht mehr Meisterschaft gespielt, aber dass ich ein recht guter Spieler war UND von Wirtschaftsthemen eine Ahnung hatte, brachte mir den Status des gern angerufenen Doppelpartners. Und es brachte mich damals vor allem beruflich weiter, denn neben dem Spass am schnellen Sport ging es eigentlich fast immer ums Geschäft. Und jetzt das Vermutete und - mit einem Sample von eben 15 Leuten - traurig Bestätigte: Die guten alten „Vorstands-Doppel“ sind so gut wie ausgestorben. Das liege zum einen daran, dass heutzutage weniger Zeit ist zB nachmittags mal zwischendurchauf den Tennisplatz zu gehen, andererseits daran, dass viele Verehrer dieser Idee heute auch schon in Pension sind. Und es kommt nicht viel nach. Es sei nicht so sehr der vielzitierte Golfplatz, der die Konkurrenz bildet. Nein, die jüngere Chef-Generation würde eher diversen Hedonistensportarten frönen, bzw. „nicht vereinbarungsintensivem“ wie Laufen, Klettern, Radfahren oder gleich Triathlon. Motto: Man ist schon sportlich, sportelt aber dann, wenn sich gerade zufällig ein berufliches Loch ergibt. Das dafür überall, auf Dienstreisen, in der Nacht oder ganz früh am Morgen. Doch in der Regel alleine. Das alles ist natürlich mit Klubleben schwer zu vereinbaren.
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