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13.03.2012, 1371 Zeichen

"Der Börsegang der Telekom Austria im Jahr 2001 war sehr riskant und schlecht vorbereitet, aber politisch gewünscht", wird heute Ex-Telekom Austria-Chef Heinz Sundt aus dem Korruptions-U-Ausschuss zitiert. Es habe schwerwiegende Mängel beim Controlling und beim Rechnungswesen gegeben, selbst der damalige Teilhaber Telecom Italia war dagegen - und die Marktlage habe auch nicht dafür gesprochen, so Sundt weiter.

Nun, das wundert mich mehrfach: Denn erstens fand der Börsegang ja gar nicht 2001, sondern bereits 2000 statt. Zweitens hatte man damals im Markt die exakt gegenteilige Wahrnehmung, nämlich jene, dass das IPO fürchterlich vertrödelt wurde.

Hätte die Aktie in der 1. Jahreshälfte wohl noch bei rund 15 Euro ausgegeben werden können, so wurden es letztendlich nur neun Euro. Dabei war die vorbereitende Hausaufgabe - die Spaltung der PTA in Post und Telekom Austria - bereits 1998 unter Dach und Fach und die Deutsche Telekom war auch bereits seit 1996 (damals erfolgreich) gelistet. Die Wiener Börse  war eine der letzten Börsen, an der eine Telekom fehlte. Und dass es "schwerwiegende Mängel beim Controlling und beim Rechnungswesen gegeben habe", mag so sein. Das sind allerdings Dinge, die nicht nur einem börsenotierten Unternehmen wichtig sein sollten. Oder ist ausserhalb der Börse überhaupt alles egal?

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    13.03.2012, 1371 Zeichen

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