Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Deutscher Wohnungsbau: Baugenehmigungen steigen erstmals wieder ( Finanztrends)

17.03.2026, 3845 Zeichen

Nach Jahren des Abschwungs zeigt der deutsche Wohnungsbau ein erstes Hoffnungssignal. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg 2025 erstmals seit 2021 wieder an. Doch Experten warnen vor Euphorie: Die tatsächlich fertiggestellten Wohnungen dürften weiter sinken.

Ein zarter Lichtblick in der Krise

Die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes bilden den zentralen Lichtblick. Im Gesamtjahr 2025 genehmigten die Behörden den Bau von 238.500 Wohnungen. Das ist ein Plus von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Baugenehmigungen gelten als wichtiger Frühindikator für künftige Bauaktivität.

Anzeige

Da der Druck auf die Mietpreise durch den anhaltenden Wohnungsmangel hoch bleibt, müssen Vermieter genau wissen, welche Anpassungen rechtlich zulässig sind. Dieser kostenlose Report liefert Ihnen aktuelle Vergleichsmieten und rechtssichere Begründungen für Ihre Stadt auf einen Blick. In 5 Minuten wissen, was Sie 2025 wirklich verlangen dürfen

Unterstützt wird dieser Trend durch ein stabilisierendes Zinsumfeld. Banken berichten von mehr Zusagen für Wohnungsbaukredite. Auch die Stimmung in der Branche hat sich leicht aufgehellt. Doch ist das schon die Trendwende?

Die harte Realität auf der Baustelle

Trotz mehr Genehmigungen bleibt die Lage angespannt. Das Kernproblem sind weiterhin hohe Baukosten. Die Preise für den Neubau legten zuletzt um 3,2 Prozent zu. Experten erwarten kein signifikantes Sinken in absehbarer Zeit.

Parallel klagen Baufirmen über Auftragsmangel und viele Stornierungen. Diese Diskrepanz führt dazu, dass Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen nach unten korrigieren. Für 2026 erwarten sie nur 175.000 bis 215.000 Fertigstellungen. Der tatsächliche Bedarf liegt laut Bundesinstitut für Bauwesen bei rund 320.000 Einheiten pro Jahr.

Gespaltener Markt: Bestand vs. Neubau

Die aktuelle Marktlage zeigt eine klare Zweiteilung. Während der Neubau kämpft, stabilisiert sich der Markt für Bestandsimmobilien. Eine Studie der DZ HYP bestätigt diese Entwicklung, besonders bei Mehrfamilienhäusern.

Anzeige

Wer in Bestandsimmobilien oder energetische Sanierungen investiert, sollte auch die steuerlichen Rahmenbedingungen optimal nutzen, um die Liquidität zu sichern. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie durch degressive AfA und Sonderabschreibungen Ihre Steuerlast deutlich senken können. Wachstumschancengesetz 2024: Jetzt Steuer-Spar-Möglichkeiten entdecken

Die Nachfrage in urbanen Top-Lagen bleibt ungebrochen hoch. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Energieeffizienz. Gut sanierte Objekte sind stark nachgefragt, unsanierte verlieren an Attraktivität. Das unterstreicht die Wertbeständigkeit von Qualitätswohnraum – und die Herausforderung, bezahlbaren Neubau zu schaffen.

Die große Lücke zwischen Plan und Realität

Branchenkenner betonen: Mehr Genehmigungen sind noch keine Trendwende. Der entscheidende Punkt ist die Umsetzung. Die Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung hat sich deutlich verlängert. Bei Mehrfamilienhäusern dauert der Prozess mittlerweile bis zu 34 Monate.

Viele genehmigte Projekte werden zurückgestellt oder nie begonnen. Diese "Bugwelle" nicht realisierter Vorhaben vergrößert die Wohnraumlücke weiter. In Metropolen wie Berlin, München und Hamburg fehlen Hunderttausende Wohnungen. Der Druck auf die Mietpreise bleibt hoch.

Ein langer Weg zur Normalisierung

Für die nahe Zukunft zeichnen Experten ein gemischtes Bild. Einige Institute prognostizieren für 2026 erstmals wieder Wachstum des Bauvolumens. Andere erwarten, dass Deutschland im europäischen Vergleich zurückfallen wird.

Die Erholung steht auf wackligem Fundament. Entscheidend werden die Entwicklung von Zinsen und Baukosten sein. Auch politische Maßnahmen zur Beschleunigung von Planungsverfahren sind nötig. Der Wohnungsbau scheint die tiefste Krise hinter sich zu haben – doch der Weg zu einem bedarfsgerechten Neubauvolumen bleibt steinig.


(17.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:Semperit, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Österreichische Post, Wienerberger, FACC, Bajaj Mobility AG, Rosgix, Uniqa, AT&S, CA Immo, Flughafen Wien, Frequentis, Lenzing, Marinomed Biotech, Palfinger, VIG, Wolford, Wolftank-Adisa, Erste Group, Oberbank AG Stamm, RHI Magnesita, DO&CO, Amag, EVN, Telekom Austria, DAX, Fresenius Medical Care.


Random Partner

Societe Generale
Société Générale ist einer der weltweit größten Derivate-Emittenten und auch in Deutschland bereits seit 1989 konstant als Anbieter für Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen aktiv. Mit einer umfangreichen Auswahl an Basiswerten aller Anlageklassen (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und Zinsen) überzeugt Société Générale und nimmt in Deutschland einen führenden Platz im Bereich der Hebelprodukte ein.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» KfW und Steuerbonus entfachen Bau-Boom ( Finanztrends)

» Take-Two Aktie: Klares Werbe-Versprechen ( Finanztrends)

» Zyklus-Ernährung lindert PMS-Beschwerden nachweislich ( Finanztrends)

» Spargel-Saison startet 2026 mit Turbo ( Finanztrends)

» Werbeanlagen: Neue Regeln für Fassaden und Botschaften ( Finanztrends)

» PayPal Aktie: Sammelklage trifft neues Management ( Finanztrends)

» Netflix Aktie: Exklusiver Warner-Deal ( Finanztrends)

» Deutsche Bank und Krones zeigen, wie moderne Vorstandsarbeit funktionier...

» Rivermate erweitert EOR-Dienste: So gelingt Remote-Führung 2027 ( Finanz...

» Degressive Abschreibung: Steuervorteil versus interne Kostenwahrheit ( F...