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Aktienmarkt-Ausblick: Substanzieller Aufschwung erwartet

06.06.2022, 3825 Zeichen

Aus dem Wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: Die globalen Aktienmärkte haben sich nach dem Abverkauf seit Jahresbeginn zuletzt wieder gefestigt. Das ist auch auf die unserer Meinung nach nunmehr deutlich attraktiveren Fundamentaldaten (Rückgang der Bewertungen, Anstieg der Gewinnschätzungen) zurückzuführen.

Im Fokus stand jüngst einmal mehr die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Sanktionsspirale zwischen „dem Westen“ und Russland. Ein (teilweises) Ölembargo seitens der EU wurde im Großen und Ganzen wie erwartet verabschiedet. Dies war ebenfalls der Treiber der jüngsten Anstiege beim Ölpreis in die Region von USD 120 pro Fass. Einen Gegenpunkt setzte hier aber die OPEC+, welche ihre Fördermengen zumindest im Juli und August stärker als erwartet erhöhen will, um einem Ölpreisschock entgegenzuwirken. Dies sollte einer Entspannung der Energie- und Rohstoffpreisproblematik dienlich sein und auch Druck aus der globalen Inflationsdynamiknehmen.

Durch die vielerorts aktuell sehr hohen Inflationsraten (siehe Österreich mit 8,1 % Anstieg beim HVPI) bleibt die aggressivere geldpolitische Straffung wichtiger globaler Notenbanken am Aktienmarkt ein wesentlicher Einflussfaktor, da grundsätzlich höhere Refinanzierungskosten belasten und die steigenden Renditen den Anleihenmarkt vergleichsweise attraktiver machen. Uns stimmt allerdings positiv, dass die Inflationsraten schon bald ihren Höhepunkt erreicht haben dürften: Unsere Ökonomen gehen davon aus, dass dies in den USA bereits im März der Fall war. Für die Eurozone dürfte die Verteuerung schon bald ein (hohes) Plateau bilden, womit sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte etwas entspannen sollte. Neben der EZB-Sitzung kommende Woche stehen auch makroökonomische Daten, wie die US-Verbraucherpreisinflation oder die deutsche Industrieproduktion auf dem Programm, welche für die Währungshüter diesseits und jenseits des Atlantiks entscheidungsstützend bezüglich ihres weiteren Vorgehens sein werden.

Abgesehen von der Hoffnung einer Abkühlung der Inflationsdynamik in den kommenden Monaten sind die Gründe für die Erholung an den Aktienmärkten in der vergangenen Woche wohl auf die sich verbessernden Fundamentaldaten zurückzuführen. Zum einen sind die Bewertungen aufgrund der Kursrücksetzer der letzten Monate deutlich moderater geworden. Beispielsweise ist das aggregierte Bewertungsniveau des S&P 500 von mehr als zwei Standardabweichungen über seinem langfristigen Schnitt auf ungefähr eine Standardabweichung zurückgekommen. Zudem ist die abgelaufene Berichtssaison – entgegen der Wahrnehmung – in Summe sehr gut ausgefallen und die Gewinnwachstumsschätzungen für das Gesamtjahr 2022 sind sowohl für den breiten europäischen als den US-Markt deutlich angestiegen! Für den Euro STOXX 50 sind diese von 8 % auf über 14 % (!) geklettert. Das zeigt, dass viele Unternehmen in der Lage sind, die der Inflation geschuldeten höheren Inputkosten erfolgreich an die Kundschaft weiterzugeben und somit einem ,guten Teil des daraus resultierenden Margendrucks zu entgehen. Aktien gelten nicht umsonst aufgrund ihrer nominellen Eigenschaften als „Inflationshedge“.

Zu guter Letzt sollte ebenfalls die sukzessive Aufhebung von Covid-Lockdownmaßnahmen in China und die daraus resultierende Entspannung der globalen Lieferkettenproblematik für die Aktienmärkte unterstützend wirken. Auch viele von uns beobachteten Stimmungsindikatoren befinden sich zurzeit auf solch niedrigen Niveaus, wie sie oftmals an Tiefpunkten von Abwärtsbewegungen vorgekommen sind. Historisch gesehen folgen auf Zeiten größerer Unsicherheit und schlechter Stimmung häufig Phasen der Erholung. Dies stützt unsere Ansicht, dass sowohl die europäischen als auch US-Börsen nach einem turbulenten Jahresauftakt in der zweiten Jahreshälfte einen substanziellen Aufschwung erleben werden.

 



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