03.08.2026, 3246 Zeichen
Im Bieterkampf um die Addiko hat die RBI das Rennen gemacht. Der RBI sind bis zum Ablauf der Annahmefrist Annahmeerklärungen von Addiko-Aktionären zugegangen, die mehr als 55 Prozent aller angebotsgegenständlichen Addiko-Aktien umfassen, konkret wurden bei der Annahme- und Zahlstelle insgesamt Annahmeerklärungen bezüglich 10.831.435 Addiko-Aktien eingereicht. Dies entspricht 56,16 Prozent aller angebotsgegenständlichen Addiko-Aktien. Die Mindestannahmeschwelle von mehr als 55 Prozent wurde daher überschritten. Die RBI hat 26,5 Euro je Addiko-Aktie geboten. Gemäß § 19 Abs 3 ÜbG verlängert sich die Annahmefrist für jene Addiko-Aktionäre, die das Angebot bisher nicht oder das konkurrierende Angebot angenommen haben, um drei Monate ab Bekanntgabe des Ergebnisses . Die Nachfrist läuft daher vom 3. August 2026 bis zum 3. November 2026. Addiko-Aktionäre, die das Angebot der Nova Ljubljanska banka d.d. angenommen haben, können nunmehr innerhalb der Nachfrist durch schriftliche Erklärung gegenüber ihrer Depotbank das Angebot der RBI annehmen, wie die RBI mitteilt.
Die Nova Ljubljanska banka (NLB), die bekanntlich 37,0 Euro je Addiko-Aktie geboten hat, teilt unterdessen mit, dass das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot zur Erlangung der Kontrolle über die Addiko Bank nicht die erforderliche Anzahl an Annahmeerklärungen erhalten hat. Gemäß dem geänderten Angebotsmemorandum war die Durchführung des Angebots unter anderem an den Eingang von Annahmeerklärungen in Höhe von mindestens 50 Prozent plus einer Aktie aller ausgegebenen Addiko-Aktien geknüpft. Bis zum Ende der Annahmefrist wurden insgesamt 6.087.353 Addiko-Aktien dem Zahlungs- und Abwicklungsagenten zum Verkauf angeboten, dies entspricht 31,22 Prozent aller ausgegebenen Addiko-Aktien. Die Abwicklung des Angebots findet daher nicht statt. NLB-CEO Blaž Brodnjak: „Die NLB hat allen Addiko-Aktionären ein vollständig transparentes Barangebot zu einem überdurchschnittlichen Preis unterbreitet. Wir verstehen und respektieren, dass nicht alle Aktionäre das Angebot als solches bewertet und abgelehnt haben. Wir sind jedoch weiterhin überzeugt, dass viele Vorteile und strategische Nutzen einer möglichen Verbindung der beiden Unternehmen bestehen bleiben. Auch an unserer wertorientierten Vorgehensweise sind wir festhaltend: Wir haben einen Preis festgelegt, der unserer Ansicht nach für die Addiko-Aktionäre angemessen und für uns selbst vertretbar war. Wir danken den Aktionären, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben, insbesondere Brandes Investment Partners, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, Wellington Management und Johannes Proksch, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats von Addiko. Den Mitarbeitern, Kunden und Partnern von Addiko gilt unser herzlicher Dank: Sie haben in unserer gemeinsamen Region ein starkes Unternehmen aufgebaut, und wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg. Die NLB verfolgt ihre Ziele nun mit unverminderter Zielstrebigkeit. Unsere Kapitalposition ist weiterhin stark, die für diese Transaktion vorgesehenen Mittel stehen weiterhin zur Verfügung, und unsere Strategie bleibt unverändert: nachhaltiges, profitables Wachstum in Südosteuropa – organisch und, wo die Bedingungen stimmen, durch Akquisitionen.“
Wiener Börse Party #1212: ATX fester, 10 Euro für Polytec bzw. AT&S und der Aschenbrenner-Fonds
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