03.08.2026, 1390 Zeichen
Laut dem EY-Parthenon M&A-Index Österreich zeigt der heimischen M&A-Markt im ersten Halbjahr 2026 wieder mehr Bewegung. Demnach wurden zwischen Jänner und Juni 2026 insgesamt 131 Transaktionen mit österreichischer Beteiligung angekündigt. Das sind elf Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025 mit 118 Deals. Das veröffentlichte Transaktionsvolumen sank dagegen von 17,3 Mrd. Euro auf 5,6 Mrd. Euro. Dieser starke Rückgang muss laut EY jedoch eingeordnet werden: Das erste Halbjahr des Vorjahres war durch sehr große Transaktionen wie OMV/Borouge und Erste Group/Santander Polen geprägt. Auch 2026 gab es mehrere große Transaktionen. Zu den größten angekündigten Deals zählen die Übernahme der irischen Permanent TSB Group Holdings plc durch die BAWAG mit einem Volumen von rund 1,6 Mrd. Euro, das Pflichtangebot der Ennoconn Corporation für ausstehende Aktien der Kontron AG mit rund 1,45 Mrd. Euro sowie der Bieterwettbewerb um die Addiko Bank. Die fünf größten Transaktionen kamen zusammen auf ein veröffentlichtes Volumen von rund 4,9 Mrd. Euro.
Für die zweite Jahreshälfte ist laut EY kein sprunghafter Anstieg, aber eine weiterhin selektive M&A-Aktivität zu erwarten. Große Einzeltransaktionen können das Volumen weiterhin stark bewegen. Entscheidend bleibt, ob Käufer:innen und Verkäufer:innen bei Bewertungen, Finanzierung und Risikoallokation wieder leichter zueinanderfinden, so EY.
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