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Addiko: Gewinn im 1. Quartal fällt geringer aus

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13.05.2026, 3862 Zeichen

Die Addiko Group, für die bekanntlich zwei Übernahmeangebote angekündigt wurden, erzielte einen Gewinn nach Steuern in Höhe von 10,1 Mio. Euro im 1. Quartal (Q1 2025:14,5 Mio. Euro). Das Operative Ergebnis wurde durch außerordentliche Effekte belastet, die auf gestiegene Einlagensicherungskosten in Slowenien, geringere Erträge aus dem Treasury- und Liquiditätsmanagement sowie vorgezogene Marketingausgaben und außerordentliche Lohnerhöhungen aufgrund staatlicher Maßnahmen zurückzuführen sind, so das Unternehmen. Das Nettobankergebnis blieb im 1. Quartal 2026 mit 77,0 Mio. Euro weitgehend stabil (gegenüber 76,9 Mio.Euro im 1. Quartal 2025), trotz eines deutlich niedrigeren Zinsumfelds. Das Wachstum im Consumer-Geschäft, das sich in höheren Kreditvolumina widerspiegelte, stützte den Nettozinsertrag. Diese positive Entwicklung wurde jedoch teilweise durch die Auswirkungen einer niedrigeren Zinskurve – rund 100 Basispunkte unter dem Niveau des 1. Quartals 2025 – ausgeglichen, die sich auf die Erträge aus dem variabel verzinslichen Kreditportfolio und den Guthaben bei Zentralbanken auswirkte. Die Nettozinsmarge (NIM) stieg leicht von 3,70 auf 3,72 Prozent. Das Provisionsergebnis ging im Jahresvergleich  um 0,9 Prozent zurück und belief sich auf 18,0 Mio. Euro. Während sich das Bancassurance-Geschäft positiv entwickelte, lagen die Provisionen aus dem Transaktions- und Kartengeschäft unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der beiden Fokussegmente Consumer und SME am Brutto-Kreditbestand (Performing Loans) erhöhte sich auf 91,9 Prozent, nach 90,1 Prozent zum Ende des ersten Quartals 2025 (YE25: 91,7 Prozent). Der gesamte Brutto-Kreditbestand setzte seinen Wachstumstrend fort und erreichte 3,71 Mrd. Euro, verglichen mit 3,54 Mrd. Euro zum Ende des Vorjahreszeitraums. Die erwarteten Kreditrisikovorsorgen beliefen sich auf 6,2 Mio. Euro (gegenüber 4,6 Mio.Euro im Vorjahreszeitraum) was Risikokosten von 0,2 Prozent im 1. Quartal 2026 entspricht, leicht über den 0,1% im 1. Quartal 2025. Die NPE-Quote blieb stabil bei 2,6 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber 2,5 Prozent zum Jahresende 2025, bei einem Volumen an Non-performing Exposures (NPE) von 132,0 Mio. Euro (Ende 2025: 125,5 Mio. Euro). Die CET1-Quote lag bei 21,7% gegenüber 22,4% (YE25), was in erster Linie auf einen Anstieg der risikogewichteten Aktiva (RWA) aufgrund des Kreditwachstums zurückzuführen ist (€+97 Mio.).

"Unser Ergebnis im 1. Quartal zeigt, dass Addiko in der Lage ist, sich in einem komplexen wirtschaftlichen Umfeld agil und widerstandsfähig zu bewegen. Dies führte zu einem stabilen Nettobankergebnis, einem starken Risikomanagement und anhaltender Dynamik in unseren Fokussegmenten. Durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie haben wir unseren Fokus weiter geschärft, wobei Privatkunden- und SME-Kredite nun 92 Prozent unseres Kreditportfolios ausmachen", sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Juranek. "Trotz des anhaltenden Drucks durch regulatorisch bedingter Einschränkungen, das sich ändernde Zinsumfeld, sowie inflationsbedingter Kostensteigerungen, die sich auf unser Ergebnis auswirken, haben wir unser Kreditportfolio weiter ausgebaut und dabei eine solide Asset-Qualität und eine starke Kapitalausstattung bewahrt. Wir sind zuversichtlich unsere Ziele für dieses Jahr zu erreichen. Dies untermauert unser Vertrauen in die Stärke unseres Geschäftsmodells und unsere Fähigkeit, kontinuierliches und nachhaltiges Wachstum zu verfolgen."

Die Veröffentlichung der zwei angekündigten Übernahmeangebote ist zwischen 13. und 19. Mai erwartet. Vorstand und Aufsichtsrat der Addiko werden die Unterlagen zu den jeweiligen Übernahmeangeboten, nach Vorliegen, sorgfältig prüfen und sich – entsprechend ihren gesetzlichen Pflichten – zu gegebener Zeit gegenüber den Aktionärinnen und Aktionären entsprechend positionieren, wird seitens der Bank angekündigt.



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Addiko Bank, Credit: Addiko, (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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