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BaFin und ESMA verschärfen Prüfungen für Finanzberichte 2025 ( Finanztrends)

02.03.2026, 4336 Zeichen

Deutsche Börsenunternehmen müssen ihre Jahresberichte für 2025 unter schärferer Aufsicht erstellen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) haben ihre Kontrollschwerpunkte präzisiert. Im Visier stehen vor allem die Risikoanalyse im Lagebericht, die Segmentberichterstattung und die korrekte Umsetzung von Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsvorgaben. Für Vorstände und Aufsichtsräte bedeutet dies: eine reine Fortschreibung alter Praktiken reicht nicht mehr aus.

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Lagebericht muss makroökonomische Risiken klar benennen

Ein nationaler Fokus der BaFin liegt auf der Qualität des Lageberichts. Die Aufseher prüfen genau, wie Unternehmen die Auswirkungen eines turbulenten globalen Umfelds darstellen. Konkret geht es um die Folgen von Handelskonflikten, schwankenden Energiepreisen, KI-getriebenem Wandel und instabilen Lieferketten.

Die BaFin erwartet eine fundierte, datengestützte Analyse – nicht nur eine subjektive Einschätzung des Managements. Unternehmen müssen transparent machen, welche konkreten Auswirkungen diese Faktoren auf Geschäftslage und Zukunft haben. Diese verschärfte Prüfung ist Teil der breiteren Risikobewertung der Behörde, die in ihrem Bericht "Risiken im Fokus 2026" auch geopolitische Umbrüche als Haupttrend für den Finanzsektor identifiziert.

ESMA setzt europäische Akzente: Segmente und Geopolitik

Auf EU-Ebene konzentriert sich die ESMA auf zwei Kernthemen bei IFRS-Abschlüssen: die Abbildung geopolitischer Risiken und die Segmentberichterstattung nach IFRS 8. Die anhaltenden globalen Spannungen müssen sich in den Zahlen niederschlagen, etwa bei Wertminderungen von Vermögenswerten oder der Bewertung von Liquiditätsrisiken.

Bei der Segmentberichterstattung prüft die ESMA streng, ob die extern berichteten Geschäftsbereiche mit den internen Steuerungsdaten des Managements übereinstimmen. Auch die Angaben zu geografischen Märkten und Großkunden werden intensiver kontrolliert. Das Ziel ist klar: Investoren sollen ein präzises Bild von der Performance der verschiedenen Unternehmensbereiche erhalten.

ESG und digitale Formate bleiben im Visier

Die Qualität der Nachhaltigkeitsberichterstattung gewinnt weiter an Bedeutung. Die ESMA prüft die Wesentlichkeitsanalyse nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sowie die formale Vollständigkeit der Berichte. Die BaFin ergänzt, dass Unternehmen offenlegen müssen, wie sie Klimarisiken bewerten und welche Anpassungsstrategien sie verfolgen. Themen wie Lieferkettenabhängigkeiten und Transformationsrisiken der Energiewende sind Pflicht.

Im digitalen Bereich bleibt das European Single Electronic Format (ESEF) ein kritischer Punkt. Ein häufiger Fehler, den die ESMA beanstandet, sind Probleme bei der technischen Erstellung der Kapitalflussrechnung. Die korrekte Umsetzung ist für die maschinelle Auswertbarkeit der Daten essenziell und wird streng überwacht.

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Proaktive Anpassung ist jetzt entscheidend

Die Botschaft der Aufseher ist unmissverständlich. Unternehmen müssen ihre Reporting-Prozesse jetzt kritisch hinterfragen und anpassen. Erforderlich ist eine tiefgehende Analyse der eigenen Verwundbarkeit durch globale Krisen und eine transparente Darstellung im Lagebericht. Die Kluft zwischen interner Steuerung und externer Kommunikation muss geschlossen werden.

Die Integration von Finanz- und Nachhaltigkeitsberichten sowie die technisch einwandfreie Umsetzung des ESEF-Formats sind weitere Baustellen. Wer frühzeitig handelt, minimiert nicht nur regulatorische Risiken, sondern stärkt auch das Vertrauen der Anleger in unsicheren Zeiten.


(02.03.2026)

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