27.03.2026, 3278 Zeichen
Die teuerste Akquisition der Firmengeschichte entwickelt sich für TeamViewer zu einer massiven Belastung. Ausgerechnet die weitreichenden Ausgabenkürzungen der US-Regierung unter der sogenannten DOGE-Initiative treffen das neu erworbene Kerngeschäft hart. Die Folge ist eine drastisch eingedampfte Prognose für das laufende Jahr, die den ohnehin stark gebeutelten Aktienkurs weiter drückt.
Verluste im US-Regierungsgeschäft
Erst Ende Januar 2025 legte der Softwarekonzern 720 Millionen US-Dollar für den britischen IT-Spezialisten 1E auf den Tisch. Da 1E rund 80 Prozent seiner Umsätze in den USA generiert, geriet das Unternehmen direkt in den Strudel der neuen politischen Sparkurse. Besonders schmerzhaft traf es die Geschäftsbeziehung zum US-Kriegsveteranenministerium, dem größten Kunden von 1E. Eine fest eingeplante Erweiterung eines Millionenvertrags musste aufgrund der DOGE-Initiative verschoben und mit deutlichen Preisnachlässen neu verhandelt werden. Diese fehlenden Einnahmen lassen sich laut Management kurzfristig nicht an anderer Stelle kompensieren.
Schwache Prognose und Kundenabwanderung
Die finanziellen Konsequenzen spiegeln sich deutlich im Ausblick für 2026 wider. TeamViewer rechnet nur noch mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 0 bis 3 Prozent, nachdem im Vorjahr noch fünf Prozent erreicht wurden. Auch die bereinigte EBITDA-Marge soll auf rund 43 Prozent sinken. Parallel dazu schwächelt das Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Hier kletterte die Abwanderungsrate zuletzt auf 16,4 Prozent. Diese operative Gemengelage erklärt den anhaltenden Abwärtsdruck der Aktie, die auf Jahressicht bereits 64 Prozent an Wert verloren hat und aktuell bei 4,51 Euro notiert.
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Gegenmaßnahmen im Enterprise-Sektor
Um den Abwärtstrend in Nordamerika zu stoppen, hat das Unternehmen im Februar die regionale Leitung an Tim Koubek übergeben. Gleichzeitig strebt TeamViewer für 2026 die wichtige FedRAMP-Zertifizierung an, um künftig wieder leichter an Aufträge von US-Bundesbehörden zu gelangen. Einen Lichtblick bietet derweil das Enterprise-Segment, das im vergangenen Jahr ein währungsbereinigtes Wachstum der wiederkehrenden Umsätze von 19 Prozent verzeichnete und im vierten Quartal sogar den größten Frontline-Deal der Unternehmensgeschichte in den USA abschließen konnte.
Die Analysten von Morningstar reagierten bereits auf die veränderte Lage und senkten ihre Fair-Value-Schätzung von 9,90 auf 6,90 Euro. Der nächste konkrete Datenpunkt für Investoren folgt am 6. Mai 2026 mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal. Da das Management für diesen Zeitraum im Vorfeld vor weiteren großen Kundenverlusten bei 1E gewarnt hat, rückt die Kompensationskraft des robusteren Enterprise-Segments an diesem Stichtag in den absoluten Fokus.
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Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber
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