27.03.2026, 3167 Zeichen
57 Prozent Umsatzplus, neue Partnerschaften, ein prominenter Neukunde — und trotzdem fällt die Aktie auf ein frisches 52-Wochen-Tief. Diginex liefert operative Fortschritte, doch der Markt quittiert sie mit Verkäufen.
Doctolib als Referenzkunde
Am 19. März 2026 gab Diginex bekannt, dass Doctolib SAS — Europas führendes Gesundheitstechnologieunternehmen — eine Partnerschaft mit Plan A eingeht, der Diginex-Tochter für Carbon-Accounting-Software. Doctolib will damit quartalsweise CO₂-Berichterstattung einführen, seine B-Corp-Zertifizierung festigen und einen strukturierten Dekarbonisierungsfahrplan aufbauen.
Für Diginex ist das ein namhafter Referenzkunde. Die Plan-A-Plattform unterstützt bereits tausende Unternehmen bei der Emissionsverwaltung und ist TÜV-Rheinland-zertifiziert.
Zahlen mit zwei Gesichtern
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Diginex einen Umsatz von 2,04 Millionen US-Dollar — nach 1,29 Millionen im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 57 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht weist das Unternehmen sogar ein Wachstum von 203 Prozent aus.
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Allerdings bleibt der Nettoverlust mit 5,2 Millionen US-Dollar erheblich. Und die Marktkapitalisierung von rund 99 Millionen US-Dollar steht einer Umsatzbasis gegenüber, die noch im einstelligen Millionenbereich verharrt. Der Vierjahres-Reseller-Vertrag mit Resulticks zielt auf kumulative Erlöse von 40 Millionen US-Dollar — ein Ziel, das die aktuelle Umsatzbasis um ein Vielfaches übersteigt und dessen Erreichbarkeit erst kommende Verkaufszahlen belegen müssen.
Kontrolle konzentriert sich weiter
Am 25. März 2026 fiel die Aktie auf 0,44 US-Dollar — ein neues 52-Wochen-Tief. Auf Jahressicht beläuft sich das Minus auf rund 97 Prozent.
Parallel dazu verdichtet sich die Eigentümerstruktur. Chairman Miles Pelham hält mittlerweile über seine Gesellschaft Rhino Ventures 58,9 Prozent der ausstehenden Aktien. Verstärkt wurde diese Konzentration durch den Zwangsverkauf von 36 Millionen verpfändeten Aktien des früheren Großaktionärs Rocky Rai, der zur Tilgung eines Darlehens von knapp 30 Millionen US-Dollar durchgeführt wurde.
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Am 20. März 2026 genehmigte der Vorstand einstimmig eine zweijährige Verlängerung von vier Warrants, die Rhino Ventures hält — Pelham enthielt sich. Die Laufzeiten verschieben sich damit auf 2028 bis 2029, was für Minderheitsaktionäre ein erhebliches Verwässerungspotenzial in die Zukunft verlagert, aber nicht beseitigt.
Wachstum auf der einen Seite, ein Aktienkurs nahe dem Nullpunkt auf der anderen: Solange Diginex den Sprung in die Profitabilität nicht schafft, dürfte diese Diskrepanz das beherrschende Thema bleiben.
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