13.03.2026, 2454 Zeichen
Beiersdorf kämpft mit den Folgen einer schwachen Prognose für 2026, die das Papier zuletzt auf ein neues Fünfjahrestief drückte. Während die operative Schwäche im Hautpflegemarkt viele Anleger verunsichert, setzt der Großaktionär mit Millionen-Zukäufen ein deutliches Gegensignal.
Prognose drückt auf die Stimmung
Der Auslöser für den massiven Abwärtsdruck liegt in der verhaltenen Guidance. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand lediglich mit einem flachen bis leichtem Umsatzwachstum und einer Marge, die unter dem Vorjahreswert von 14,0 Prozent liegen dürfte. Vor allem steigende Rohstoffkosten und Probleme im chinesischen Travel-Retail-Segment belasten die Bilanz. Die Flaggschiffmarke Nivea lieferte 2025 mit einem organischen Plus von nur 0,9 Prozent ebenfalls wenig Grund zur Euphorie.
Die Marktreaktion fiel drastisch aus. Auf Jahressicht verlor die Aktie über 41 Prozent an Wert und markierte heute bei 78,56 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. RBC Capital Markets verschärfte die Lage durch eine Herabstufung auf „Underperform“ und ein neues Kursziel von 70 Euro. Inmitten dieser Schwächephase agiert jedoch die BBG Holding als Käufer: Der Großaktionär investierte zuletzt rund 20 Millionen Euro in über 240.000 zusätzliche Anteile.
Signale für eine Bodenbildung
Zusätzlich stützt das Unternehmen den Kurs durch ein neues Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen Euro, das über die nächsten zwei Jahre laufen soll. Technisch nähert sich der Titel mit einem RSI-Wert von 34,6 einer überverkauften Situation. Die psychologisch wichtige Marke von 79 Euro wurde zuletzt zwar unterschritten, dient aber weiterhin als Orientierung für eine mögliche Stabilisierung.
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Klarheit über den Erfolg der strategischen Neuausrichtung von Nivea dürften die Quartalszahlen am 21. April liefern. Kurz darauf folgt am 23. April die Hauptversammlung. Für Aktionäre steht zudem die Auszahlung der Dividende von 1,00 Euro je Aktie am 28. April an (Ex-Tag: 24. April).
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Wiener Börse Party #1127: Mehrfach 1. April, aber zum Glück nicht, was den starken ATX und die zweistellig festere AT&S angeht
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