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Fazits zu Frequentis, AT&S, Andritz, Mayr-Melnhof, OMV

Magazine aktuell


#gabb aktuell



06.02.2026, 4835 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

Mayr-Melnhof: "Mayr-Melnhof gab in dieser Woche bekannt, eine Wertberichtigung über EUR 65-75 in der Division Board & Paper zu buchen. Obwohl die Wertminderung nicht zahlungswirksam ist, betrachten wir die Ankündigung als negativ. Die Karton- & Papierdivision steht seit mehreren Quartalen unter Druck, belastet durch anhaltende Überkapazitäten und Preisdruck. Solange keine eindeutigen Anzeichen für eine marktbezogene und somit operative Normalisierung in der Division zu erkennen sind, halten wir einen Einstieg in die Aktie für verfrüht."

AT&S: "AT&S legte diese Woche ihre Ergebnisse zum 3. Quartal 2025/2/6 (Okt. – Dez. 2025) vor, die über unseren und den Konsensus-Erwartungen lagen. Das Management bestätigte seinen Finanzausblick für das GJ 2025/26 mit einem Umsatz von etwa EUR 1,7 Mrd. (1-3Q: EUR 1,31 Mrd.) und einer EBITDA-Marge von rund 23% (1-3Q: 22,6%), was noch die Anlaufkosten der weiteren Linien in Kulim widerspiegelt. Im kommenden Geschäftsjahr er- wartet das Management einen Umsatz von rund EUR 2,1-2,4 Mrd. und eine EBITDA-Marge von 24-28%. Aufgrund des schwächeren US-Dollars wird der Umsatz nun aber am unteren Ende der Bandbreite erwartet. Das Management sieht die Bereiche Rechenzentren und Server als Umsatztrei- ber mit stabiler Nachfrage. Dabei profitiert AT&S besonders vom steigenden KI-Einsatz, der die Verwendung hochwertiger IC-Substrate verlangt. Auch die Notebook- und Smartphone-Märkte zeigen laut Unternehmen ein positives Bild. Industrial und Automotive bleiben jedoch von noch nicht abgebauten La- gerbeständen, schwächelnder E-Auto-Nachfrage sowie Handelshemmnissen belastet. Wir sehen die AT&S als Profiteur der zunehmenden Investitionen in KI und der steigenden Nachfrage nach High-End-Verbindungslösungen. Gegenüber Mitbewerbern wie Ibiden, Unimicron oder Kinsus notiert die AT&S auch nach den jüngsten Kursanstiegen noch mit Abschlägen von über 50% auf EV/EBITDA."

Frequentis: Frequentis veröffentlichte diese Woche vorläufige Eckdaten zum Geschäftsjahr 2025, die teilweise über unseren und den Konsensus-Schätzungen lagen. Das Umsatzwachstum hat 2025 deutlich an Fahrt aufgenommen, auch der Auftragseingang wuchs zweistellig. Das Management erwartet 2026 ein weiteres Umsatzplus und - bereinigt um den positiven Einmaleffekt - eine weitere leichte Margenbefestigung. Trotz der starken Nachfragetrends und der guten Visibilität des Auftragsbestands deuten verschiedene Bewertungsan- sätze nach der starken Kursentwicklung auf eine sehr anspruchsvolle Bewertung hin. So notiert die Frequentis-Aktie mit einem EV/EBITDA-Multiple von 16x und einem KGV von 32x für 2026.

Andritz: Andritz veröffentlichte am Freitag vorläufige Eckdaten zum Geschäftsjahr 2025. Der Umsatz 2025 erreichte rund EUR 7,9 Mrd. (-5% J/J) und lag leicht unter der Guidance (EUR 8,0-8,3 Mrd.). Auf Basis des hohen Auftragsstands und des starken Wachstums im Bereich Hydropower rechnet Andritz 2026 mit einem Umsatz von EUR 8,0 bis 8,3 Mrd. (+3,2% auf die Mitte der Guidance) und einer EBITA-Marge von 8,7% bis 9,1%. Während der Auftragseingang 2025 mit EUR 8,9 Mrd. unsere Erwartungen traf, überraschte die vergleichbare EBITA-Marge mit 8,9% positiv. Auch der Margenausblick 2026 liegt im Rahmen unserer Erwartungen.

 

OMV: "Die OMV veröffentlichte diese Woche ihre Ergebnisse für das vierte Quartal 2025, die im Rahmen der Markterwartungen lagen. 2026 erwartet das Management einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von rund USD 65 pro Fass fest (2025: USD 69). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird bei unter EUR 30/MWh prognostiziert (2025: EUR 30/MWh). Die Gesamtproduktion von Kohlenwasserstoffen soll etwas weniger als 300.000 Fass/Tag (2025: 305.000) betragen. Im Segment Fuels & Feedstock erwartet die OMV niedrigere Raffinerie-Referenzmargen und höhere Verkaufsmengen als 2025. Die Referenzmargen im Chemie-Bereich werden 2026 etwas schwächer erwartet. Der Abschluss des Zusammenschlusses von Borealis und Borouge sowie die Übernahme von Nova Chemicals werden voraussichtlich gleichzeitig für das 1. Quartal 2026 erwartet. Trotz eines herausfordernden Umfelds erzielte die OMV im Jahr 2025 gute Ergebnisse. Während die Dividende leicht gekürzt wurde, schreiten die strategischen Projekte weiter voran. Unsere aktuelle Empfehlung lautet Halten."

Ausblick: Kommende Woche veröffentlicht die Telekom Austria ihre Ergebnisse 2025, die voestalpine und DO&CO jeweils ihre Q3-Zahlen 2025/26. Die BAWAG präsentiert ihre vorläufigen Zahlen 2025 und die STRABAG publiziert erste Eckzahlen 2025. Der Flughafen Wien legt seine Verkehrsergebnisse für den Jänner vor.



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Börsepeople im Podcast S25/01: Christian Drastil (Plan CD)




 

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1. Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar:Frequentis, Agrana, Bajaj Mobility AG, EuroTeleSites AG, Amag, UBM, FACC, OMV, Verbund, Porr, Rosgix, EVN, AT&S, Rosenbauer, voestalpine, Wienerberger, Wolford, Wolftank-Adisa, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, CPI Europe AG, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria, RHI Magnesita, DAX, Siemens, HeidelbergCement, MTU Aero Engines, Henkel, Fresenius Medical Care.


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Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).


Autor
Christine Petzwinkler
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    06.02.2026, 4835 Zeichen

    Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

    Mayr-Melnhof: "Mayr-Melnhof gab in dieser Woche bekannt, eine Wertberichtigung über EUR 65-75 in der Division Board & Paper zu buchen. Obwohl die Wertminderung nicht zahlungswirksam ist, betrachten wir die Ankündigung als negativ. Die Karton- & Papierdivision steht seit mehreren Quartalen unter Druck, belastet durch anhaltende Überkapazitäten und Preisdruck. Solange keine eindeutigen Anzeichen für eine marktbezogene und somit operative Normalisierung in der Division zu erkennen sind, halten wir einen Einstieg in die Aktie für verfrüht."

    AT&S: "AT&S legte diese Woche ihre Ergebnisse zum 3. Quartal 2025/2/6 (Okt. – Dez. 2025) vor, die über unseren und den Konsensus-Erwartungen lagen. Das Management bestätigte seinen Finanzausblick für das GJ 2025/26 mit einem Umsatz von etwa EUR 1,7 Mrd. (1-3Q: EUR 1,31 Mrd.) und einer EBITDA-Marge von rund 23% (1-3Q: 22,6%), was noch die Anlaufkosten der weiteren Linien in Kulim widerspiegelt. Im kommenden Geschäftsjahr er- wartet das Management einen Umsatz von rund EUR 2,1-2,4 Mrd. und eine EBITDA-Marge von 24-28%. Aufgrund des schwächeren US-Dollars wird der Umsatz nun aber am unteren Ende der Bandbreite erwartet. Das Management sieht die Bereiche Rechenzentren und Server als Umsatztrei- ber mit stabiler Nachfrage. Dabei profitiert AT&S besonders vom steigenden KI-Einsatz, der die Verwendung hochwertiger IC-Substrate verlangt. Auch die Notebook- und Smartphone-Märkte zeigen laut Unternehmen ein positives Bild. Industrial und Automotive bleiben jedoch von noch nicht abgebauten La- gerbeständen, schwächelnder E-Auto-Nachfrage sowie Handelshemmnissen belastet. Wir sehen die AT&S als Profiteur der zunehmenden Investitionen in KI und der steigenden Nachfrage nach High-End-Verbindungslösungen. Gegenüber Mitbewerbern wie Ibiden, Unimicron oder Kinsus notiert die AT&S auch nach den jüngsten Kursanstiegen noch mit Abschlägen von über 50% auf EV/EBITDA."

    Frequentis: Frequentis veröffentlichte diese Woche vorläufige Eckdaten zum Geschäftsjahr 2025, die teilweise über unseren und den Konsensus-Schätzungen lagen. Das Umsatzwachstum hat 2025 deutlich an Fahrt aufgenommen, auch der Auftragseingang wuchs zweistellig. Das Management erwartet 2026 ein weiteres Umsatzplus und - bereinigt um den positiven Einmaleffekt - eine weitere leichte Margenbefestigung. Trotz der starken Nachfragetrends und der guten Visibilität des Auftragsbestands deuten verschiedene Bewertungsan- sätze nach der starken Kursentwicklung auf eine sehr anspruchsvolle Bewertung hin. So notiert die Frequentis-Aktie mit einem EV/EBITDA-Multiple von 16x und einem KGV von 32x für 2026.

    Andritz: Andritz veröffentlichte am Freitag vorläufige Eckdaten zum Geschäftsjahr 2025. Der Umsatz 2025 erreichte rund EUR 7,9 Mrd. (-5% J/J) und lag leicht unter der Guidance (EUR 8,0-8,3 Mrd.). Auf Basis des hohen Auftragsstands und des starken Wachstums im Bereich Hydropower rechnet Andritz 2026 mit einem Umsatz von EUR 8,0 bis 8,3 Mrd. (+3,2% auf die Mitte der Guidance) und einer EBITA-Marge von 8,7% bis 9,1%. Während der Auftragseingang 2025 mit EUR 8,9 Mrd. unsere Erwartungen traf, überraschte die vergleichbare EBITA-Marge mit 8,9% positiv. Auch der Margenausblick 2026 liegt im Rahmen unserer Erwartungen.

     

    OMV: "Die OMV veröffentlichte diese Woche ihre Ergebnisse für das vierte Quartal 2025, die im Rahmen der Markterwartungen lagen. 2026 erwartet das Management einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von rund USD 65 pro Fass fest (2025: USD 69). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird bei unter EUR 30/MWh prognostiziert (2025: EUR 30/MWh). Die Gesamtproduktion von Kohlenwasserstoffen soll etwas weniger als 300.000 Fass/Tag (2025: 305.000) betragen. Im Segment Fuels & Feedstock erwartet die OMV niedrigere Raffinerie-Referenzmargen und höhere Verkaufsmengen als 2025. Die Referenzmargen im Chemie-Bereich werden 2026 etwas schwächer erwartet. Der Abschluss des Zusammenschlusses von Borealis und Borouge sowie die Übernahme von Nova Chemicals werden voraussichtlich gleichzeitig für das 1. Quartal 2026 erwartet. Trotz eines herausfordernden Umfelds erzielte die OMV im Jahr 2025 gute Ergebnisse. Während die Dividende leicht gekürzt wurde, schreiten die strategischen Projekte weiter voran. Unsere aktuelle Empfehlung lautet Halten."

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