07.05.2025, 6857 Zeichen
Wien (OTS) - Akzeptanz, Vielfalt und Inklusion sind zentrale Themen
unserer
Gesellschaft – vor allem im Hinblick auf unterschiedliche
Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen . Die von NIVEA
initiierte quantitative UNLIMITED-Studie hat letztes Jahr ein
vielschichtiges Bild zur Akzeptanz der LGBTQIA+ Community gezeichnet.
2025 geht NIVEA mit der qualitativen UNLIMITED 2.0 Initiative einen
Schritt weiter und beleuchtet die Haltungen und Motive , die hinter
den Zahlen stehen. Denn die Marke verfolgt schon seit Jahren das Ziel
, ein inklusives Umfeld zu fördern , das Menschen ermutigt,
authentisch zu sein und ihre einzigartigen Perspektiven und
Hintergründe zu teilen. So möchte NIVEA unter dem Motto "Be Proud in
your Skin" einen Beitrag dazu leisten, dass sich jeder Mensch in
seiner Haut wohlfühlen kann, stolz auf die eigene Identität ist und
sich sicher und akzeptiert fühlt.
Zwtl.: Ergebnisse der NIVEA Unlimited-Studie im Überblick:
-
Aufklärung ist (noch) ein blinder Fleck: Viele empfinden
Geschlechtsidentitäten als verwirrend, sie wünschen sich mehr
Information
-
Unsicherheit ist größer als Ablehnung: Viele Diskriminierungen
entstehen nicht aus Absicht, sondern aus Unwissen oder Angst, „etwas
Falsches zu sagen“
-
"Wurschtigkeit" verhindert echte Inklusion: Aussagen wie „Mir ist
egal, ob jemand queer ist“ signalisieren Gleichgültigkeit, nicht
Akzeptanz.
-
Diskriminierung am Arbeitsplatz ist real – vor allem subtil, etwa
durch Mikroaggressionen
-
Outing im Berufsleben bleibt ein sensibles Thema: Menschen wollen
sich nicht „erklären müssen“
-
Dialog schlägt Richtlinie: Neben Policies soll vor allem die
Gesprächskultur im Unternehmen gefördert werden
-
Inklusion stärkt Leistung, nicht nur Image: Wer sich authentisch
zeigen darf, fühlt sich sicherer – und psychologische Sicherheit ist
Grundvoraussetzung für Engagement und Innovation
-
„Diversity fatigue“ vorbeugen: Menschen fühlen sich vom Gefühl
„alles richtig machen zu müssen“ überfordert – und resignieren
innerlich
Die Schönheit der Vielfalt feiern und gleichzeitig das
Bewusstsein schärfen, um Wege zu einer inklusiveren Gesellschaft zu
finden: Mit dieser Vision startete NIVEA im Vorjahr die wegweisende
UNLIMITED Initiative. „ Wir sind überzeugt, dass die Einbindung
vielfältiger Perspektiven und Hintergründe entscheidend ist – für das
Verständnis der Bedürfnisse unserer vielfältigen Konsument:innen und
damit für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, langfristige
Wettbewerbsfähigkeit und wegweisende Innovationen. Daher setzen wir
uns bei Beiersdorf aktiv für Vielfalt und Inklusion ein – in unserer
Organisation ebenso wie in der Gesellschaft “, so Alvaro Alonso,
General Manager Beiersdorf Österreich & Osteuropa. „ Mit der NIVEA
UNLIMITED Initiative schaffen wir gezielt Räume für Offenheit, Dialog
und gegenseitiges Verständnis. Denn wenn wir unterschiedliche
Lebensrealitäten in unsere Arbeit einbeziehen, gestalten wir nicht
nur eine inklusivere Gesellschaft mit – wir stärken auch unsere
Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit “, so Alonso. Zugleich möchte
er mit Beiersdorf vorleben, welche konkreten Schritte
Arbeitgeber:innen setzen können – und lernen, welche Erfahrungen
andere Organisationen bei der Entwicklung einer inklusiven
Unternehmenskultur machen.
Zwtl.: Versteckten Motiven auf der Spur
2024 untersuchte die UNLIMITED Studie Einstellungen zu Diversität
und LGBTQIA+. Die neue UNLIMITED 2.0 Studie – eine qualitative
ethnografische Forschung von comrecon brand navigation und Charlotte
Hager – vertiefte diese Erkenntnisse: Über ein moderiertes
Onlineforum mit 55 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich wurden mit
kreativen Modulen persönliche Erfahrungen, Haltungen und Barrieren
analysiert.
Zwtl.: Kluft zwischen Haltung und Fassade
Die Ergebnisse zeigen: Toleranz zählt, wenn sie persönlich
relevant ist – sonst bleibt sie ein „sozial erwünschtes Modewort“.
Selbstbild und Fremdwahrnehmung klaffen auseinander. Was als Toleranz
gilt, wird unterschiedlich verstanden – von guter Absicht bis
Gleichgültigkeit („mir ist egal, ob jemand queer ist“). Für echte
Inklusion braucht es mehr: Akzeptanz – und die Bereitschaft, das
Andere ins Leben zu lassen.
Zwtl.: Vom Gefühl, alles richtig machen zu müssen
Rund um das Thema Akzeptanz herrscht große Unsicherheit.
Aufklärung fehlt, viele empfinden Geschlechtsidentitäten als
überfordernd, wünschen sich aber mehr Information. Diskriminierung
entsteht oft aus Unwissen oder Angst. Auch die Community fühlt sich
mit ihren Erfahrungen häufig alleingelassen. „Die Angst vor dem
Unbekannten mit dem Gefühl der Bedrohung des eigenen Lebensstils“
bleibt tief verankert.
Zwtl.: Ausgrenzung ist real
Diskriminierung am Arbeitsplatz betrifft viele LGBTQIA+ Personen
– meist subtil, aber wirksam. Outings bleiben sensibel, Diversität
wird oft nur symbolisch gelebt. Führungskräfte sind gefordert,
sichere Räume und klare Werte zu schaffen. Gleichzeitig gilt: Ein
„respektvoller Umgang mit Kolleg:innen betrifft alle“ und
„Gleichbehandlung beginnt bei einem selbst“. Wo echter Dialog
gefördert wird, wird Inklusion zum Kulturtreiber.
Zwtl.: Wie Unternehmen zur Gleichbehandlung beitragen können
Vielfalt braucht sichtbare Haltung, gelebte Werte und
transparente Prozesse – intern wie extern. Dialogformate fördern
echtes Interesse („was den anderen ausmacht“). Safe Spaces
ermöglichen offene Fragen. Wer „psychologische Sicherheit“ zur
Messgröße macht, fördert Inklusion. Trainings, Perspektivwechsel-
Workshops oder „Ally of the Month“-Programme helfen ebenso wie
Reflexionsräume gegen „Diversity Fatigue“. Wichtig ist: keine
Moralisierung, sondern Lernkultur und Nahbarkeit.
Zwtl.: Klares „Bekenntnis“
NIVEA will den Dialog fortführen und konkrete Schritte setzen. „
Im Zuge der NIVEA UNLIMITED Initiative tragen wir das Thema weiterhin
in die Öffentlichkeit und arbeiten eng mit Partnerorganisationen wie
VIENNA PRIDE und Pride Biz Austria zusammen, um den
gesellschaftlichen Diskurs in Richtung Inklusion und Akzeptanz zu
prägen “, erklärt Victoria Klug, die bei Beiersdorf für People &
Organization Themen in Österreich und Osteuropa verantwortlich ist.
Gemeinsam mit ihrem Team gestaltet sie Standards für Leadership,
Employee Engagement sowie Diversity & Inklusion. „ Sehr erfolgreich
haben sich in unserer Organisation Maßnahmen wie themenspezifische
Trainings für Führungskräfte auf allen Unternehmensebenen erwiesen,
um intern Aufklärungsarbeit, aber auch echten Dialog zu ermöglichen.
“
Zwtl.: Studienpräsentation mit Community- und Wirtschafts-
Perspektiven
Am 6. Mai 2025 wurden die Ergebnisse beim „Diversity Deep Dive“
vorgestellt. Studienleiterin Charlotte Hager präsentierte die
Erkenntnisse. Im Anschluss diskutierten Alvaro Alonso, Victoria Klug,
Katharina Kacerovsky-Strobl (VIENNA PRIDE) und Astrid Weinwurm-
Wilhelm (Pride Biz Austria) mit dem Publikum – über Verantwortung,
Herausforderungen und Wege zu echter Inklusion in der Arbeitswelt.
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