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ATX-Trends: DO&CO, FACC, S Immo, Porr, Verbund, Warimpex ...

29.11.2021, 6493 Zeichen

In Wien herrschte am Freitag großer Verkaufsdruck und der ATX musste 4,1% tiefer schliessen, auf Wochensicht bedeutete das einen Rückgang von 2,3%. Aus Sorge vor den Folgen der neuen Corona-Variante empfahl die EU-Kommission am Freitagnachmittag allen Mitgliedstaaten die vorübergehende Einstellung des Reiseverkehrs mit den Ländern im südlichen Afrika, mehrere Länder, darunter Österreich, haben entsprechende Maßnahmen bereits beschlossen. Insgesamt zogen sich die Verluste quer durch alle Branchen, wobei vor allem auch in Wien Titel aus dem Tourismus- und Reisebereich stark betroffen waren, so verlor Do & Co 9,2%, wodurch die Erholung der letzten Tage mehr als ausradiert wurde, der Flughafen Wien konnte sich noch relativ gut halten, musste aber 4,8% tiefer schliessen, auch der Luftfahrtzulieferer FACC wurde verkauft, die Aktie sackte um 5,8% nach unten. Stark unter Druck gerieten auch die Ölpreise, da die Rohölnotierungen deutlich nach unten rasselten, OMV rutschte um 9,3% ab, für Schoeller-Bleckmann stand am Ende ein deutlich geringeres Minus von 4,4% zu Buche. Bei S Immo hatte auch ein über den Erwartungen liegendes Betriebsergebnis keinen positiven Einfluss, dank einer deutlich höheren Bewertung der Immobilien konnte das Unternehmen den Nettogewinn bis September stark steigern, die Aktie musste dennoch 5,1% nachgeben. Unter Druck gerieten auch am heimischen Markt die Banken, die Bawag musste 5,2% nachgeben, die Erste Group endete 3,8% tiefer und für die Raiffeisen Bank International gab es einen Abschlag von 4,4%, etwas besser konnte sich die Addiko Bank mit einem Rückgang von 1,8% halten, hier hatte die Erste Group das Kursziel auf 15,5 Euro angehoben und die Einstufung auf „Accumulate“ erhöht. Der einzige Titel, der im Prime-Market am Freitag zulegen konnte, war die Österreichische Post mit einem Anstieg von 2,8%, eventuell längere Schliessungen von Geschäften würden das Paketgeschäft deutlich stärker beleben. Ebenfalls relativ gut halten konnte sich die AMAG, der Aluminiumkonzern verzeichnete lediglich ein Minus von 0,5%. Heute berichten beziehungsweise haben schon berichtet Warimpex, Porr und Immofinanz.

Unternehmensnachrichten

PORR
Der heimische Baukonzern Porr präsentierte heute seine Ergebnisse zum Q3/21, die über den Erwartungen lagen. Die PORR erzielte in den ersten neun Monaten 2021 eine starke Produktionsleistung von €4.135 Mio., ein Zuwachs von 9,4%. Sowohl in Österreich als auch in Polen konnte die Leistung deutlich ausgeweitet werden. Österreich und Deutschland blieben mit einem Anteil von knapp 70% die wichtigsten Heimmärkte der PORR. Der Rückenwind in allen Heimmärkten der PORR hält weiter an. Mit einem Auftragsbestand von €7.778 Mio. wurde erneut das solide Fundament der PORR bestätigt. Der Zuwachs von 14,3% spiegelt die anhaltende Nachfrage nach Infrastruktur und Wohnraum wider. Der Umsatz konnte in den ersten 3 Quartalen um 10,6% auf 3,722,9 Mio. gesteigert werden. Die deutliche Steigerung ist insbesondere auf die Umsatzausweitung in Österreich zurückzuführen. Pandemiebedingt kam es im dritten Quartal 2021 zu Nachholeffekten aus der Vergangenheit, auch Projektverschiebungen waren die Folge, welche jetzt abgearbeitet wurden. Das EBITDA konnte um 166,2% auf €197,8 Mio. zulegen. In den ersten neun Monaten lieferte die PORR ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von €42,5 Mio. (1-9/2020: €-62,4 Mio.). Im Ergebnis ist die Kartellstrafe der Bundeswettbewerbsbehörde bereits mitberücksichtigt. Das Periodenergebnis stieg deutlich auf €26,3 Mio. (1-9/2021: €-46,8 Mio.). Auf Basis der guten Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten 2021 und trotz des in Q3 geschlossenen Settlements mit der Bundeswettbewerbsbehörde erwartet der Vorstand für 2021 weiterhin eine Produktionsleistung von €5,3 Mrd. bis €5,5 Mrd. sowie eine positive EBT-Marge von +1,3% bis +1,5%.
Q3/21: Umsatz:  €1.434,6 Mio. (Vj. 1.294,7); EBITDA: €83,8 Mio. (Vj. 8,5); EBIT: €34,6 Mio. (Vj. -31,4); Periodenergebnis: €17,7 Mio. (Vj. -24,1)

Warimpex
Das heimische Immobilienunternehmen Warimpex veröffentlichte heute seine Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2020, die eine deutliche Steigerung offenbarten. Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Büroimmobilien sind im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2020 um 5% auf €14,9 Mio. gesunken. Dies ist auf die annualisierte durchschnittliche Abwertung des Rubels um 12% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückzuführen. Nach einem schwierigen Jahr 2020, das geprägt war von Hotelschließungen und pandemiebedingten Umsatzrückgänge geprägt war, entwickelte sich das Hotelsegment wieder positiv: Die Umsatzerlöse stiegen um 10% auf €3,3 Mio. Die Gesamterlöse sanken um 2% auf €19,2 Mio., während die direkt dem Umsatz zurechenbaren Aufwendungen um 23% auf €6,9 Mio. gesenkt werden konnten, u. a. aufgrund von Coronavirus-Hilfsmaßnahmen. Daraus ergibt sich ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von €12,2 Mio., was einer eine Steigerung von 16% gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA stieg von €1,8 Mio. auf €7,9 Mio. aufgrund des höheren Bruttoergebnisses und geringerer Verwaltungskosten. Das EBIT verbesserte sich deutlich von €-8,9 Mio. auf €8,3 Mio. Neben dem höheren operativen Ergebnis ist dies auf ein positives Ergebnis aus der Immobilienbewertung zurückzuführen, im Vergleich zu einem Bewertungsverlust im Vorjahreszeitraum. Insgesamt führte dies zu einer Verbesserung des Periodenergebnisses der Warimpex-Gruppe von €- 31,2 Mio. auf €2,5 Mio. Mio. in den ersten drei Quartalen 2021. Aufgrund der Coronavirus-Situation bleiben Prognosen schwierig, insbesondere für den Hotelsektor. Für den Bürobereich erwartet das Ubnternehmen jedoch eine stabile Entwicklung. Warimpex steht auf einer soliden finanziellen Basis und man ist nach wie vor zuversichtlich, dass man im Geschäftsjahr 2021 einen Gewinn aus dem operativen Geschäft erwirtschaften wird.
Q1-3/21: Umsatzerlöse: €19,2 Mio. (Vj. 19,5), EBITDA: €7,9 Mio. (Vj. 1,8), EBIT: €8,3 Mio. (Vj. -8,9), Periodenergebnis: €2,5 Mio. (Vj. -29,4)

Verbund
Die VERBUND AG erwirbt das Photovoltaik-Projekt Illora in Südspanien von BayWa r.e. Der Solarpark Illora liegt in Pinos Puente in der Nähe von Granada. Es handelt sich um drei PV-Anlagenabschnitte mit einer geplanten Gesamtleistung von 147,6 MWp. Illora wird ca. 260 GWh grünen Strom pro Jahr produzieren. Baubeginn des Photovoltaik-Parks war im Mai 2021, die Inbetriebnahme ist im ersten Quartal 2022 geplant. Über den Kaufpreis sowie weitere Details der Transaktion wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.


(29.11.2021)

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Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1147: ATX zum Mai-Start etwas leichter, AT&S flirtet mit der Dreistelligkeit, auch Polytec erneut gesucht, Semperit klug




 

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Aktien auf dem Radar:Mayr-Melnhof, Flughafen Wien, AT&S, Zumtobel, FACC, Lenzing, OMV, Polytec Group, Palfinger, Fabasoft, Rosgix, Bajaj Mobility AG, VIG, Bawag, Marinomed Biotech, Erste Group, Athos Immobilien, BTV AG, DO&CO, RBI, voestalpine, Wolftank-Adisa, Wiener Privatbank, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG.


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Die Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG ist eine Immobilienentwicklungs- und Investmentgesellschaft. Im Fokus der Geschäftsaktivitäten stehen der Betrieb und die Errichtung von Hotels in CEE. Darüber hinaus entwickelt Warimpex auch Bürohäuser und andere Immobilien.

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    In Wien herrschte am Freitag großer Verkaufsdruck und der ATX musste 4,1% tiefer schliessen, auf Wochensicht bedeutete das einen Rückgang von 2,3%. Aus Sorge vor den Folgen der neuen Corona-Variante empfahl die EU-Kommission am Freitagnachmittag allen Mitgliedstaaten die vorübergehende Einstellung des Reiseverkehrs mit den Ländern im südlichen Afrika, mehrere Länder, darunter Österreich, haben entsprechende Maßnahmen bereits beschlossen. Insgesamt zogen sich die Verluste quer durch alle Branchen, wobei vor allem auch in Wien Titel aus dem Tourismus- und Reisebereich stark betroffen waren, so verlor Do & Co 9,2%, wodurch die Erholung der letzten Tage mehr als ausradiert wurde, der Flughafen Wien konnte sich noch relativ gut halten, musste aber 4,8% tiefer schliessen, auch der Luftfahrtzulieferer FACC wurde verkauft, die Aktie sackte um 5,8% nach unten. Stark unter Druck gerieten auch die Ölpreise, da die Rohölnotierungen deutlich nach unten rasselten, OMV rutschte um 9,3% ab, für Schoeller-Bleckmann stand am Ende ein deutlich geringeres Minus von 4,4% zu Buche. Bei S Immo hatte auch ein über den Erwartungen liegendes Betriebsergebnis keinen positiven Einfluss, dank einer deutlich höheren Bewertung der Immobilien konnte das Unternehmen den Nettogewinn bis September stark steigern, die Aktie musste dennoch 5,1% nachgeben. Unter Druck gerieten auch am heimischen Markt die Banken, die Bawag musste 5,2% nachgeben, die Erste Group endete 3,8% tiefer und für die Raiffeisen Bank International gab es einen Abschlag von 4,4%, etwas besser konnte sich die Addiko Bank mit einem Rückgang von 1,8% halten, hier hatte die Erste Group das Kursziel auf 15,5 Euro angehoben und die Einstufung auf „Accumulate“ erhöht. Der einzige Titel, der im Prime-Market am Freitag zulegen konnte, war die Österreichische Post mit einem Anstieg von 2,8%, eventuell längere Schliessungen von Geschäften würden das Paketgeschäft deutlich stärker beleben. Ebenfalls relativ gut halten konnte sich die AMAG, der Aluminiumkonzern verzeichnete lediglich ein Minus von 0,5%. Heute berichten beziehungsweise haben schon berichtet Warimpex, Porr und Immofinanz.

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    PORR
    Der heimische Baukonzern Porr präsentierte heute seine Ergebnisse zum Q3/21, die über den Erwartungen lagen. Die PORR erzielte in den ersten neun Monaten 2021 eine starke Produktionsleistung von €4.135 Mio., ein Zuwachs von 9,4%. Sowohl in Österreich als auch in Polen konnte die Leistung deutlich ausgeweitet werden. Österreich und Deutschland blieben mit einem Anteil von knapp 70% die wichtigsten Heimmärkte der PORR. Der Rückenwind in allen Heimmärkten der PORR hält weiter an. Mit einem Auftragsbestand von €7.778 Mio. wurde erneut das solide Fundament der PORR bestätigt. Der Zuwachs von 14,3% spiegelt die anhaltende Nachfrage nach Infrastruktur und Wohnraum wider. Der Umsatz konnte in den ersten 3 Quartalen um 10,6% auf 3,722,9 Mio. gesteigert werden. Die deutliche Steigerung ist insbesondere auf die Umsatzausweitung in Österreich zurückzuführen. Pandemiebedingt kam es im dritten Quartal 2021 zu Nachholeffekten aus der Vergangenheit, auch Projektverschiebungen waren die Folge, welche jetzt abgearbeitet wurden. Das EBITDA konnte um 166,2% auf €197,8 Mio. zulegen. In den ersten neun Monaten lieferte die PORR ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von €42,5 Mio. (1-9/2020: €-62,4 Mio.). Im Ergebnis ist die Kartellstrafe der Bundeswettbewerbsbehörde bereits mitberücksichtigt. Das Periodenergebnis stieg deutlich auf €26,3 Mio. (1-9/2021: €-46,8 Mio.). Auf Basis der guten Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten 2021 und trotz des in Q3 geschlossenen Settlements mit der Bundeswettbewerbsbehörde erwartet der Vorstand für 2021 weiterhin eine Produktionsleistung von €5,3 Mrd. bis €5,5 Mrd. sowie eine positive EBT-Marge von +1,3% bis +1,5%.
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