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ATX-Trends: Lenzing, Andritz, Rosenbauer, UBM, Post, Do&Co ...

04.02.2021, 5259 Zeichen

Einen kleinen Zuwachs gab es auch für den heimischen Markt, der ATX konnte den Handelstag mit einem Plus von 0,5% beenden. Nach einem starken Beginn setzten bald Verkäufe ein, es gab zwar zwischenzeitlich einige Erholungsversuche die aber allesamt rasch wieder beenden werden mussten, gegen Ende rutschte das heimische Börsenbarometer auf den Tagestiefststand, konnte aber den leichten Zuwachs in trockene Tücher bringen. Unternehmensberichte waren gestern Mangelware, auch Konjunkturdaten aus Europa und den USA wirkten sich nicht merklich aus. Eine weitere positive Analystenstimme gab es für Lenzing, die Deutsche Bank erhöhte das Kursziel von 94,0 Euro auf 145,0 Euro und sprach eine Kaufempfehlung aus, der Faserhersteller konnte um weitere 2,9% zulegen, Andritz meldete einen Großauftrag, der Anlagenbauer liefert die weltweit größte Druckzerfaserungsanlage samt Hackschnitzelwäsche nach China. Das Unternehmen hat von Guangxi Chongzuo Lelin Forestry Development Co. Ltd. den Auftrag für die Produktionslinie der Anlage in der chinesischen Provinz Guangxi erhalten, über die Auftragshöhe wurden am Mittwoch keine Angaben gemacht, auf den Aktienkurs hatte das nur wenig Auswirkungen, der Titel konnte lediglich 0,4% stärker schliessen. Die Banken hatten einen eher schwachen Tag, die Bawag endete 0,6% tiefer, für die Erste Group gab es ein kleines Minus von 0,1% und die Raiffeisen musste im Vorfeld der morgigen Zahlenpräsentation einen Rückgang von 0,7% hinnehmen. Gewinner des Tages war Rosenbauer, der Feuerwehrausrüster konnte den Erfolgslauf der letzten Tage fortsetzen und um weitere 5,7% nach oben ziehen. Auch UBM Development war gestern wieder gefragt, nach den jüngsten Rückgängen hat jetzt eine deutliche Erholung eingesetzt und der Immobilienentwickler konnte den Tag mit einem Zuwachs von 5,3% beenden. Sehr gesucht war auch EVN, für den Versorger ging es um 4,9% nach oben, und die Österreichische Post schaffte eine eindrucksvolle Erholung von den Abgaben des Vortages und endete mit einem Plus von 3,4%. Einen guten Tag hatte auch Do & Co, das Cateringunternehmen erzielte einen Anstieg von 3,1%. Die Liste der Verlierer wurde von FACC angeführt, der Flugzeugzulieferer musste 1,4% nachgeben, auch der Baukonzern Strabag und der Flughafen Wien waren wenig beliebt, beide Titel endeten mit einem Minus von 1,2%.

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Das heimische Öl- und Gasunternehmen OMV hat heute seine Zahlen zum Geschäftsjahr 2020 präsentiert, die auf operativer Ebene in etwa den Erwartungen lagen. Die Konzernumsatzerlöse sanken um 29% auf €16.550 Mio. Dies ist auf das generell ungünstigere Umfeld für Rohstoffpreise weltweit und niedrigere Verkaufsmengen für die meisten Produkte – hauptsächlich bedingt durch die Covid-19-Pandemie – zurückzuführen, was teilweise durch höhere Erdgas-Verkaufsmengen im Downstream-Segment kompensiert wurde. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich deutlich von €3.536 Mio. im Jahr 2019 auf EUR 1.686 Mio. Das Upstream-Ergebnis betrug €145 Mio. (2019: €1.951 Mio.). Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten im Bereich Downstream belief sich auf €1.514 Mio. (2019: €1.677 Mio.). Der den Aktionären zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten lag bei €679 Mio. (2019: €1.624 Mio.). Im Jahr 2020 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von €–220 Mio. (2019: €–64 Mio.) verzeichnet. Wertanpassungen infolge aktualisierter Öl- und Gaspreisannahmen wurden zu einem großen Teil durch die Aufwertung der bisherigen 36%- Beteiligung an Borealis ausgeglichen. Im Jahr 2020 betrugen die CCS Effekte €–416 Mio. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss betrug €1.258 Mio. im Vergleich zu €1.678 Mio. im Jahr 2019. Der Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft hat eine Neuorganisation der OMV Gruppe beschlossen, die eine Teilung und Erweiterung des bisherigen Bereiches Refining & Petrochemical Operations in Refining und Chemicals & Materials vorsieht. Diese Strukturänderung trägt der Vorwärtsintegration in den Chemiesektor Rechnung, die mit der Übernahme der Mehrheitsanteile an Borealis eingeleitet wurde. Außerdem hat der OMV Aufsichtsrat Alfred Stern (56) als Vorstandsmitglied für den Bereich Chemicals & Materials bestellt. Die OMV erwartet für 2021 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis zwischen $50/bbl und $55/bbl (2020: $42/bbl). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird nun für 2021 oberhalb von €10/MWh erwartet (2020: €8,9/MWh). Die organischen Investitionen werden sich im Jahr 2021 voraussichtlich auf rund €2,7 Mrd. belaufen. Im Upstream erwartet man für das Jahr 2021 eine Gesamtproduktion von rund 480 kboe/d. Im Refining & Marketing erwartet man, dass sowohl die OMV Referenz-Raffineriemarge, als auch die Gesamtverkaufsmenge an Raffinerieprodukten über dem Niveau des Vorjahres liegen. Im Segment Chemicals & Materials soll das Polyethylen-Verkaufsvolumen der Borealis AG über dem Vorjahresniveau liegen, während das Verkaufsvolumen von Polypropylen dem Vorjahresniveau entsprechen sollte. 

2020: Umsatz: €16.550 Mio. (17.263e); operatives Ergebnis (vor Sondereffekten): €1.686 Mio. (1.680e); Periodenüberschuss (vor Sondereffekten): €679 Mio. (685,3e); Periodenüberschuss (den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbar): €1.258 Mio. (971,2e)


(04.02.2021)

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