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ATX-Trends: A1 Telekom Austria, AT&S, Zumtobel, Porr, Rosenbauer, Strabag ...

01.12.2020, 4468 Zeichen

Auch an der Wiener Börse wurden Gewinne realisiert, der ATX musste gestern 1,7% nachgeben, auf Monatssicht gesehen blieb aber ein stolzes Plus von 24,3% bestehen. Deutlich unter Druck standen die im Index schwergewichteten Bankenwerte, bei der Bawag kam es zu einem Rückgang von 1,4%, die Erste Group musste 3,5% nachgeben und die Raiffeisen kam am stärksten unter die Räder und schloss 4,2% tiefer.
Ansonsten gab es wenig Unternehmensnachrichten, abgesehen von der schon erwähnten Übernahme des Zentral- und Osteuropageschäftes von Aegon durch die Vienna Insurance Group, die daraufhin 1,7% zulegen konnte, auch der Konkurrent uniqa profitierte von diesem Anstieg und konnte sich seinerseits um 1,3% verbessern. Einen schwachen Tag hatten die Ölwerte, die wie der gesamte Sektor europaweit unter Gewinnmitnahmen und sinkenden Rohölpreisen zu leiden hatten, die OMV musste 3,8% nachgeben, für Schoeller-Bleckmann ging es um 3,3% nach unten. Zusätzlich herrschte in diesem Sektor Unsicherheit, da es dem Ölverbund OPEC+ am Wochenende offensichtlich nicht gelungen war, sich während eines informellen Treffens auf eine kurzfristige Förderpolitik zu einigen, die Beratungen sollen mindestens bis heute fortgesetzt werden.
Gewinner des Tages am heimischen Markt war die Telekom Austria, die um 1,8% vorrücken konnte, auch Zumtobel war gesucht, für den Leuchtenhersteller ging es um 1,8% nach oben. Gut nachgefragt war auch Porr, der Baukonzern erzielte einen Anstieg von 1,5%, sowie Rosenbauer, für den Feuerwehrausrüster ging es um 1,3% nach oben. Unter den Verlierern war neben den schon genannten Unternehmen auch die Strabag zu finden, wo es zu einem Rückgang von 3,6% gab, auch der Halbleiterhersteller AT&S verbilligte sich in gleichem Ausmaß. Auch bei Do & Co kam es zu Gewinnmitnahmen, das Cateringunternehmen musste gestern nach der deutlichen Verbesserung während des gesamten Monats einen Rückgang von 3,2% hinnehmen.

Unternehmensnachrichten

Zumtobel Group

Zumtobel präsentierte heute seine Ergebnisse zum Q2/20-21, die operativ leicht über den Erwartungen lagen. Im ersten Quartal 2020/21 sank der Gruppenumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,9 % auf €264,6 Mio. Auf regionaler Eben musste man insbesondere in Nord- und Westeuropa (-18,7%) sowie und der DACH Region (-11,6%) deutliche Umsatzrückgänge verkraften. Das Lighting Segment verzeichnete seit Beginn der Covid-19-Krise einen positiven Trend in der Umsatzentwicklung. Trotzdem blieb die Lücke gegenüber Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich (-12,7%). Im Components Segment sank der Umsatz im Q2 um 17,5%. Als Reaktion auf die durch die Covid-19 beeinträchtigten Lieferketten war zu Krisenbeginn, im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2019/20, eine kundenseitige Vorratsaufstockung mit positiven Umsatzeffekten zu verzeichnen, die sich jedoch im H1/20-21 negativ auswirkte. Das EBIT sank YoY von €21,2 Mio. auf €15,9 Mio (-25,1%). Ein wesentlicher Ergebnisbeitrag wurde durch Fixkosteneinsparungen erzielt. So sanken die SG&A-Aufwendungen im zweiten Quartal um €9,6 Mio. YoY. Zudem konnte der Materialkostenanteil insbesondere aufgrund gesunkener Einkaufspreise für Rohmaterialien reduziert werden. Das Periodenergebnis verringerte sich um 26,1% auf €10,2 Mio. Die aktuelle Entwicklung der Covid-19-Pandemie mit erneut weltweit steigenden Fallzahlen und daraus resultierenden Lockdowns macht es leider unmöglich, zum aktuellen Zeitpunkt eine konkrete Prognose für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2020/21 und darüber hinaus abzugeben. Der Vorstand der Zumtobel Group sieht daher – auch nach Vorlage der Halbjahreszahlen – weiterhin von einer Guidance für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 ab.

Q2/2020-21: Umsatzerlöse: €264,6 Mio. (273,0e); Betriebsergebnis: €15,9 Mio. (13,0e); Periodenergebnis: €10,2 Mio. (Vj. 13,8)

Lenzing

Die Lenzing AG hat gestern eine Hybridanleihe – eine nachrangige, unbesicherte Anleihe – mit einem Gesamtvolumen von €500 Mio. und einem Zinssatz von 5,75% erfolgreich emittiert. Die Anleihe war mehrfach überzeichnet, hat eine unbegrenzte Laufzeit und wird aufgrund ihrer strukturellen Merkmale zu 100%t nach IFRS als Eigenkapital bilanziert werden. Sie wurde im Anschluss an eine zweitägige Roadshow mit internationalen Investoren erfolgreich platziert. Die Stückelung der Hybridanleihe liegt bei €100.000. Es ist die erste Hybridanleihe der Lenzing am Kapitalmarkt und wird die Kapitalstruktur des Unternehmens zusätzlich stärken.


(01.12.2020)

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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.

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