03.11.2020, 2801 Zeichen
AT&S hat im 1. Halbjahr bei Umsatz als auch EBITDA eine 10%ige Steigerung erzielt. Konkret konnte der Leiterplatten- und IC Substrate-Hersteller im 1. Halbjahr den Konzernumsatz auf 537,8 Mio. Euro (VJ: 490,3 Mio. Euro) steigern, das EBITDA erhöhte sich von 101,1 Mio. Euro auf 111,2 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag bei 20,7 Prozent (Vorjahresniveau von 20,6 Prozent), die EBIT-Marge bei 6,1 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Das EBIT verbesserte sich von 29,4 Mio. Euro auf 32,8 Mio. Euro, das Konzernergebnis verringerte sich trotz eines deutlich höheren operativen Ergebnisses vor allem aufgrund des negativen Finanzergebnisses von 19,5 Mio. auf 14,7 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilt.
CEO Andreas Gerstenmayer: "AT&S hält Kurs. Obwohl die aktuelle Pandemie die Nachfrage in einigen Bereichen drückt und wesentliche Auswirkungen auf die Zielmärkte hat, konnten wir den Wachstumskurs weiter fortsetzen. Erfreulicherweise zeichnet sich im besonders hart getroffenen Automobilmarkt aus unserer Sicht eine Bodenbildung ab. Die fortschreitende Digitalisierung dank steigendem Datenverkehr, Internet der Dinge und verstärkter Konnektivität erhöht derzeit die Anforderungen an die digitale Infrastruktur und deren Endgeräten massiv. Auf Basis der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr sind wir für die verbleibenden Monate des Geschäftsjahres optimistisch. Unsere Geschäftsentwicklung ist jedoch auch vom weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie, dem Umfang der aufgelegten Konjunkturpakete und geopolitischen Faktoren abhängig“.
Der erfolgreiche Produktionsanlauf der erweiterten Kapazitäten in Chongqing I, der die wachsende Nachfrage nach ABF-Substraten bedient, habe wesentlich zum Umsatzwachstum beigetragen. Positiv habe sich auch das verbreiterte Kunden- und Anwendungsportfolio bei mobilen Endgeräten, das die Umsatzverschiebungen aufgrund von verzögerten Produktneuanläufen kompensierte, ausgewirkt.
"Dank der strategischen Ausrichtung sieht sich AT&S gut aufgestellt, um die aktuelle Krise erfolgreich zu bewältigen und an den weiterhin intakten Trends im Markt positiv zu partizipieren", so das Unternehmen.
Unter der Annahme, dass es aufgrund der Covid-19-Pandemie zu keinen massiven Beeinträchtigungen in den relevanten Schlüsselmärkten, an den Produktionsstandorten sowie der Lieferkette kommt, erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020/21 einen wesentlichen Wachstumsschub mit einer Umsatzsteigerung von rund 15 Prozent bei einer EBITDA-Marge in der Bandbreite von 20 bis 22 Prozent.
„Der Kapazitätsausbau in Chongqing stärkt unsere weltweite Marktposition bei IC-Substraten und Modulen, daher treiben wir die Investitionsvorhaben weiter voran. Sie sind die Basis für das weitere Wachstum des Unternehmens“, kommentiert CEO Andreas Gerstenmayer das aktuellen Investitionsprogramm.
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