Die voestalpine wird Anfang September jenen kleinen Hochofen in Linz wieder hochfahren, der seit März aufgrund des Covid-19-bedingten abrupten Rückgangs der Kundennachfrage vorrübergehend stillgelegt war. "Die stufenweise Erholung der Nachfrage vor allem in der Automobil-, Elektro- und verarbeitenden Industrie führt zu einem erhöhten Bedarf an hochqualitativen Stahlgüten und macht diesen Schritt möglich", teilt das Unternehmen mit. Erste Anzeichen der Erholung würden auch die Marktsegmente Maschinenbau und Energie verzeichnen. Mit der Wiederinbetriebnahme des kleinen Hochofens würde die Stahlproduktion am Standort – gemeinsam mit den beiden anderen Hochöfen – nach der Covid-19-bedingten Kapazitätsreduktion wieder annähernd Normalniveau erreichen, so das Stahl-Unternehmen.
Solide entwickeln sich laut voestalpine auch die Technologiebereiche Bahninfrastruktur und Hochregallager, hingegen seien die Branchen Luftfahrt sowie Öl- und Gasindustrie besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie getroffen. Die auf die Produktion von Nahtlosrohren für die Öl- und Gasindustrie spezialisierte Gesellschaft voestalpine Tubulars sei auf ihrem wichtigsten Markt, den USA, seit 2018 zusätzlich mit Wettbewerbsnachteilen durch die Schutzzölle auf Stahlprodukte (Section 232) konfrontiert.
Laut voestalpine wird einer der beiden Hochöfen in Donawitz von Juni bis Oktober einer Zwischenreparatur unterzogen und erst bei entsprechender Kundennachfrage wieder hochgefahren.
