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Flughafen Wien-Vorstand: "Einheitliche Reisebestimmungen dringend notwendig"

Magazine aktuell


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18.08.2020, 3154 Zeichen

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat Zahlen zum 1. Halbjahr vorgelegt, die naturgemäß massiv von den Einschränkungen durch Covid-19 belastet sind. Die Umsatzerlöse der Gruppe sanken um 51,2 Prozent auf 195,8 Mio. Euro, das EBITDA verschlechterte sich um 73,3 Prozent auf 48,9 Mio. Euro und das EBIT um 113,8 Prozent  auf -16,2 Mio. Euro. Das Nettoergebnis vor Minderheiten ging im 1. Halbjahr um 121,9 Prozent auf -18,2 Mio. Euro zurück. Die Nettoverschuldung erhöhte sich auf 149,0 Mio. Euro (31.12.2019: 81,4 Mio.). Der Free-Cashflow lag bei -69,0 Mio. Euro (H1/2019: 76,0 Mio. Euro).         

„Ohne funktionierenden internationalen Flugbetrieb droht sich die Krise zu verlängern, das gilt nicht nur für Tourismus und Konferenzen, sondern für große Teile von Wirtschaft und Industrie. Wer in einer so vom Export abhängigen Wirtschaft wie der österreichischen, heute nicht auf den Märkten präsent ist, wird morgen keine Aufträge und damit keine Arbeit haben. Deshalb sind dringend europaweit und global einheitliche Reisebestimmungen sowie eine umfassende Teststrategie notwendig, damit internationaler Geschäfts- und Urlaubsreiseverkehr wieder flächendeckend möglich ist. Der Flughafen Wien hat zur Unterstützung des guten österreichischen Einreiseregimes  bereits erfolgreich PCR-Tests für Reisende etabliert, zuletzt wurden pro Tag mehr als 800 Tests durchgeführt“, stellt Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest. Und weiter: “Das Leben und auch die Entwicklung der Airport City gehen aber trotz Pandemie weiter, in diesen Tagen besiedeln die ersten Mieter den neuen Office Park 4, eines der modernsten und energieeffizientesten Bürogebäude Österreichs.“
 
Von Jänner bis Juni 2020 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice, einen Passagierrückgang von 66,0 Prozent auf insgesamt 6,2 Mio. Passagiere gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Am Standort Wien ging die Zahl der Passagiere um 65,3 Prozent auf 5.090.546 Reisende zurück. Die Zahl der Flugbewegungen sank von Jänner bis Juni 2020 um 58,5 Prozent auf 53.093 Starts und Landungen. Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) ging von 75,1 auf 63,9 Prozent zurück. Das Frachtaufkommen sank um 20,7 Prozent auf 107.860 Tonnen (Luftfracht und Trucking). „Das Passagieraufkommen legt seit Anfang Juli im Vergleich zu den Wochen davor zwar zu, liegt aber immer noch deutlich hinter dem Niveau der Vorjahre. In den ersten beiden Augustwochen ist die Zahl der Reisenden auf rund 25.000 Passagiere pro Tag gestiegen, es bleibt aber abzuwarten, wie sich der Flugverkehr angesichts der weltweiten Covid-19-Steigerungsraten in den kommenden Monaten weiter entwickelt. Die damit einhergehenden kurzfristigen Änderungen bei Reisebestimmungen werden sich jedenfalls stark hemmend auf das Passagieraufkommen auswirken. Covid-19 wird unseren Alltag aber noch einige Zeit begleiten. Daher sind international einheitliche Regelungen für Flugreisen in Corona-Zeiten und eine elektronische Erfassung von Reisedaten, vor allem für die Einreise in den Schengen-Raum, dringend notwendig“, erläutert Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.



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Flughafen Wien (Bild: viennaairport)


Autor
Christine Petzwinkler
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