13.12.2018, 3867 Zeichen
Luftverkehrszukunft 2 (FACC und AUA). Machtlinger (CEO FACC) als Vertreter der Flugzeugzulieferer sagte bei der Präsentation des Strategischen FTI-Beirats für den österreichischen Luftfahrtsektor am 11.12.18, dass "wir" (FACC? Die österreichischen Zulieferer generell? Kommt aufs Gleiche raus.) in einem globalen Umfeld arbeiten würden, und da spreche er sicher für alle Flugzeugzulieferer, wenn er behaupte, dass "wir" einen 100%igen Exportanteil haben, es gebe praktisch keinen Markt in Österreich. Er erzählte von einem gemeinsam mit Universitäten entwickelten Verfahren zur thermografischen Prüfung der von "uns" erzeugten Bauteile, wo die 100%ige Prüfung 5 bis 10 Minuten statt 2 bis 3 Stunden dauere. Nach 6 Jahren Entwicklung sei seit 2 Jahren auch Boeing dabei. Die heutige Innovation würde für heute und vielleicht morgen gelten, übermorgen sei das überholt. Wenn wir zu forschen aufhören würden, würden wir abgehängt. Letzte Woche sei er bei Embraer und bei Boeing (Seattle) gewesen. Der Trend sei klar die Frage der Treibstoffeffizienz und die Reduktion des CO2-Ausstoßes. 2% des weltweiten CO2-Ausstoßes habe die Luftfahrt zu verantworten. Leichtbau müsse aber leistbar sein. Die Frage sei: Wie machen wir Composite-Fertigung (Anmerkung: Fertigung von Verbundwerkstoffen) leistbar? Unsere Kunden würden nicht unendlich viel Geld ausgeben, um die Effizienz zu steigern. Der Markt (für autonomes Fliegen?) sei unendlich, er sprach von geschätzten 32 - 35 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz (?), "wir" (Er sprach hier meines Erachtens für die österreichischen Drohnenbauer) würden nicht das Ganze kriegen (können), aber sehr viel. Neben der vertikalen Integration sei auch die horizontale wichtig, "um die nötige Speerspitze zu formieren".
Von Hoensbroech (CEO AUA) als Airline und als Anwender sagte, dass vier von fünf Menschen auf diesem Planeten noch nie in einem Flugzeug gesessen seien, d.h. das Wachstum würde weiter anhalten. Verspätungen und Ausfälle in Europa in diesem Sommer könnten wir als Luftfahrtindustrie uns nicht leisten, die Frage sei: Wie können wir die Kapazitäten ausbauen, um weiteres Wachstum zu ermöglichen? Oder wie kann man die vorhandenen Kapazitäten besser nützen? Größere Terminals und zusätzliche Landebahnen seien nur ein Teil, Sicherheitskontrollen z.B. seien die klassische Engpassfalle, das sollte in Zukunft einfacher, schneller, effektiver gehen, elektronisch. Innovationen würden sicher irgendwann endlich sein. Der zweite Aspekt sei der Umweltschutz, denn die Luftfahrt sei Emittent von CO2, bei aller Euphorie für elektrisches Fliegen werde man auch in Zukunft nicht auf die Verbrennung von fossilem Treibstoff verzichten können, weil das Gewicht so einen großen Stellenwert habe. Anmerkung: Ich denke, er meinte die schweren Akkus. Der letzte Tropfen Öl werde wohl in der Luftfahrt verwendet werden. Bis 2050 wolle die Luftfahrtindustrie den CO2-Ausstoß halbieren. Er sprach von Tragflächenspitzen (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Kompressionsauftrieb), die den Luftwiderstand vermindern und somit die Energieeffizienz erhöhen würden, weiters sprach er über synthetischen Treibstoff (https://de.wikipedia.org/wiki/Synthetischer_Kraftstoff) und über ein kleines Stück Blech (an den Tragflächen?), das das Pfeifen bei Start und Landung stark reduzieren würde, auch Lärm sei eine Umweltbelastung. Die Luftfahrt schaffe Arbeitsplätze und treibe die Wirtschaft. Das Laden dauere zu lange, da müsse auch angesetzt werden, um größere Verstaulichkeit zu bringen, direkt in der Kabine bei den Passagieren, um das gesonderte Verladen des Gepäcks einzusparen. Es kommt noch die Frage- und Antwortrunde, dann ist der Bericht zu Ende.
FACC (
Akt. Indikation: 14,19 /14,29, -2,88%)
Lufthansa (
Akt. Indikation: 19,85 /19,85, 0,85%)
(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 13.12.)
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